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Ligabericht

Kollnburg will in die Aufstiegsrelegation

Kreisligaabsteiger setzt sich Vizemeisterschaft zum Ziel

von Thomas Seidl · 24.01.2012, 11:55 Uhr · 0 Leser
Routinier und Torjäger des SV Kollnburg: Roland Geiger  Foto: Michael Wagner
Routinier und Torjäger des SV Kollnburg: Roland Geiger Foto: Michael Wagner
Der SV Kollnburg hat ein durchwachsenes Jahr hinter sich. Die Erfolgsstory der Burgdorfkicker erhielt 2011 den ein oder anderen Dämpfer. Nach dem unter dem Strich sang- und klanglosen Abstieg aus der Kreisliga ließ man im Sommer mit namhaften Neuverpflichtungen aufhorchen, die Baier, Klingl & Co zum Meisterschaftsfavoriten machten.

Doch die klare 1:4 Heimniederlage am zweiten Spieltag gegen den SV Achslach zeigte, dass die Bäume für die Kollnburger Fußballer nicht in den Himmel wachsen. "Mir war klar, dass es kein Selbstläufer wird. Wir mussten fünf, sechs neue Spieler ins Team integrieren und nahmen eine Systemumstellung vor. Da läuft nicht gleich alles nach Wunsch", erklärt SV-Trainer Matthias Scheweck, der sich aber dennoch mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht unzufrieden zeigt. "Wir haben über weite Strecken anständigen Fußball gespielt. Die Trainingsbeteiligung ist hervorragend. Die Arbeit mit der Mannschaft macht großen Spaß." Ein Dorn im Auge sind dem langjährigen Bezirksligaspieler lediglich die vielen unnötigen Punkteverluste gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte. So remisierte man beispielsweise auf eigener Anlage gegen Gotteszell, Arrach und Patersdorf und kam auch beim Schlusslicht Geiersthal über ein torloses Unentschieden nicht hinaus. "In diesen Partien haben wir viele Chancen leichtfertig vergeben. Mit ein, zwei Siegen mehr, wäre unsere Ausgangsposition wesentlich besser", analysiert der 41-jährige Übungsleiter.

Viele Punkteverluste gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte.

Dennoch ist der SV-Chefanweiser zuversichtlich, dass man den begehrten Relegationsplatz noch erreichen wird. Die Meisterschaft ist für den Ex-Prackenbacher bereits entschieden. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Achslach seinen komfortablen Vorsprung noch nehmen lässt." Ein Vorteil für den aktuellen Tabellendritten ist, dass man bereits zweimal gegen die Stern-Elf gespielt hat. So wird den direkten Duellen gegen die unmittelbaren Vizemeister-Kontrahenten March und Bodenmais große Bedeutung zukommen. "Wir spielen zweimal auswärts. Das ist für uns sicher kein Nachteil, da wir auf größeren Plätzen besser zurechtkommen", meint Scheweck, der sich gerne ein größeres Spielfeld in Kollnburg wünschen würde. "Unser Platz ist sehr klein. Das kommt unserer Spielweise nicht entgegen." In der Vorbereitung wird man nichts dem Zufall überlassen. So bestreitet man u.a. ein viertägiges Trainingslager am Gardasee. Auch Antreiber Hans Mühlbauer, der in der Vorrunde noch nicht recht in die Gänge kam, befindet sich auf den Weg zurück zu alter Stärke. "Hans hat seine lange Verletzungspause zu schaffen gemacht. Ich bin überzeugt, dass er im Frühjahr wieder sein wahre Klasse zeigen wird", glaubt Scheweck, der ein klares Ziel für die Frühjahrsrunde ausgegeben hat. "Wir wollen Zweiter werden - das müsste mit unserem gut besetzten Kader auch machbar sein."