2026-01-09T09:36:09.492Z

Ligabericht
F: Bernd Offermann
F: Bernd Offermann

KFC: Noch neun Siege bis zur Regionalliga

Lubasa kommt aus Trier +++ Svärd geht wohl nach Schweden

Am kommenden Wochenende geht für den KFC Uerdingen die Saison in der Oberliga weiter. Personell tat sich am Dienstag einiges: Narciso Lubasa kommt aus Trier, Sebastian Svärd erst einmal nicht. Dafür geht Jonas Kremer.

Der KFC Uerdingen hat kurz vor dem Schließen des Winterfensters der Wechselbörse noch auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Am Dienstag unterzeichnete Narciso Lubasa einen Vertrag beim Spitzenreiter der Oberliga. Die mögliche kurzfristige Verpflichtung von Ex-Profi Sebastian Svärd hingegen wird wahrscheinlich scheitern: Svärd trainiert zurzeit noch in Schweden bei einem Verein und wird wahrscheinlich dort unterschreiben.

Dafür ging am Dienstag einer: Jonas Kremer, Publikumsliebling und einer der Aufstiegsmannschaft , absolvierte gestern Abend ein Probetraining beim SV Sonsbeck und wurde noch am gleichen Abend vom Oberligisten verpflichtet. Das bestätigte der Club am späten Abend gegenüber unserer Zeitung. Nach RP-Informationen soll außerdem noch Nurdin Hrustic abgegeben werden.

"Lubasa ist im Grunde schon eine Verpflichtung für die neue Saison", sagt Trainer Eric van der Luer, der den Deutsch-Angolaner ziemlich gut kennt. "Wir haben ihn schon jetzt verpflichtet, damit er sich bei uns schon gut einleben und einspielen kann." Nicht ausgeschlossen ist, dass Lubasa bereits am Sonntag gegen Sonsbeck zum ersten Ligaspiel 2013 eingesetzt werden könnte. "Das liegt jetzt daran, wie schnell die Spielberechtigung bei uns vorliegt", sagte Teammanager Heiner Essingholt.

Narciso Lubasa ist Mittelfeldspieler. Der 23 Jahre alte Deutsch-Angolaner absolvierte unter anderem vier Spiele in der Zweiten Bundesliga für Alemannia Aachen, wo er allerdings hauptsächlich für die U23 spielte, deren Trainer Eric van der Luer war. Zuletzt spielte er bei Eintracht Trier in der Regionalliga.

Allerdings, so zeigt ein Blick auf die Tabelle, scheint der KFC in diesem Winter eigentlich keine weiteren Verstärkungen nötig zu haben. Schließlich sind die Uerdinger so souverän an der Spitze, dass die ersten Verfolger schon bald das berühmte Hoeneß-Fernglas auspacken müssten, um die KFC zu sehen. Der Zweite, der SC Kapellen-Erft, hat bereits 19 Punkte Rückstand auf Uerdingen, der Dritte, TuRU Düsseldorf, gar 23 Zähler (aber zwei Spiele weniger als Uerdingen).

Da verwundert es wenig, dass im Lager der Blau-Roten keiner mehr glaubt, dass die Mannschaft diesen Vorsprung noch aus der Hand geben könnte, im Gegenteil: So langsam beginnt das Rechnen, wann denn die Korken des Aufstiegssektes knallen dürfen. "Wir brauchen noch neun Siege, dann sind wir garantiert durch", sagt van der Luer. "Die zu holen, und zwar so schnell wie möglich, das wird unser nächstes Ziel sein."

Am einfachsten wäre dies zu realisieren, wenn die Uerdinger an ihre Erfolgsserie aus 2012 nahtlos anknüpfen könnten. Denn in den bisherigen 20 Partien blieben sie unbesiegt und holten von 60 möglichen Punkten 56, spielten also zweimal Unentschieden (gegen Homberg und Kapellen). Setzt der KFC die Siegesserie fort, dann würde der neunte Sieg ausgerechnet im Krefelder Derby gegen Fischeln sein.

Dass es in den Testspielen noch keinen Sieg gab, das wurmt den Trainer wenig. "Gegen Velbert haben wir am Ende sehr viel gewechselt, dabei geht fast immer die Ordnung verloren. Hinzu kam noch ein bisschen Pech. Gegen Lippstadt haben wir mit einer ganzen Reihe A-Jugendlicher gespielt, und gegen den MSV Duisburg haben wir uns auch sehr gut verkauft. Duisburg ist immerhin Zweitligist", sagt van der Luer, der natürlich bedauert, dass ob der schlechten Witterung weitere Testspiele abgeblasen werden mussten. "Schalke, Lotte und Wilhelmshaven wären Mannschaften gewesen, an denen wir uns hätten richtig messen können", sagt der Niederländer.

Aufrufe: 029.1.2013, 23:23 Uhr
Rheinische Post / Oliver SchaulandtAutor