
,,Letztlich ist doch eingetreten, was wir verhindern wollten", kommentierte der Roggendorfer Trainer Roland Bachmann die 1:8-Niederlage seiner SG im Landesliga-Kellerduell beim TSV Empor Zarrentin. Die Saison sei gelaufen, es gehe jetzt darum, sich neu aufzustellen. Empor-Betreuer Timo Bobzin hofft dagegen, dass dieser Kantersieg den Schaalseestädtern noch ein bisschen Auftrieb für die restlichen zwei Spiele gibt.
Den besseren Start erwischte das sieglose Schlusslicht. Nach einem Freistoß kam Stefan Reich unbedrängt zum Kopfball, und es hieß 0:1 (5.). Die Zarrentiner wirkten in der Defensive anfangs unsortiert. Michael Rick verstolperte das mögliche 2:0 (15.). Im Gegenzug erzielte Lukas Matha mit sattem Schuss den Ausgleich (16.).
Der Empor-Führung ging eine Roggendorfer Ecke voraus, die abgefangen wurde. Christoph Göhner setzte Lukas Matha diagonal in Szene, lief durch und platzierte den zentral vorher gezogenen Ball unhaltbar ins lange Eck (25.). Wenig später war die Heimelf mit Fortuna im Bunde. Ein Pressschlag entwickelte sich zur gefährlichen Bogenlampe, die sich über Keeper Uwe Haupt ins Netz senkte. Doch der Schiedsrichterassistent signalisierte eine Abseitsposition. ,,Mensch, das war doch ein Eigentor", konnte man sich auf der Roggendorfer Bank mit dieser Entscheidung so gar nicht anfreunden.
Ein flach ausgeführter Göhner-Freistoß aus zentraler Position brachte das 3:1 (37.). Der SG-Keeper hatte wohl auf einen über die Abwehrmauer geschnippelten Ball spekuliert und zeigte keinerlei Reaktion. Auf der anderen Seite lenkte Uwe Haupt einen Aufsetzer von Nils Mählmann an den Pfosten (38.).
Roggendorfs Michael Saffan hätte die zweite Halbzeit um ein Haar mit einem Eigentor eröffnet. Doch sein missglückter Klärungsversuch landete in den Armen von Christian Gottschalk, der quasi angeschossen wurde (46.). In der Folge häuften sich die Chancen für Empor. In der 57. Minute bekam Frank Semdner den Ball gebrauchsfertig serviert. Er legte auf Christoph Göhner ab, der sein drittes Tor an diesem Tag markierte.
Da zwischen den Treffern der Pausenpfiff lag, war's kein lupenreiner Hattrick. Den legte dann aber Sebastian Brandt mit seinem Dreierpack hin. Zunächst war er nach abgewehrtem Matha-Schuss zur Stelle (65.). Beim 6:1 aus abseitsverdächtiger Position (78.) hatte er ebenso wenig Mühe, wie beim 7:1. Der eingewechselte Nico Günther zirkelte einen Freistoß an die Latte, der zurückprallende Ball fiel Brandt förmlich auf den Kopf (82.). Den Schlusspunkt setzte Max Wolschke dann ohne Aluminium-Umweg direkt per Freistoß (90.).
TSV Empor Zarrentin: Haupt - Rathner, Wolschke, Hacker, Bobzin, Klinkenberg (63. Widmer), Semdner, Schwarz, Matha (73. Günther), Göhner (81. Reinhardt), Brandt.