
Der KSV Hessen Kassel hatte ein überaus erfolgreiches Wochenende ohne überhaupt gespielt zu haben. Erneut patzte die gesamte Konkurrenz (außer Elversberg) und brachte den Nordhessen somit drei Spieltage vor Saisonende die Qualifikation für die Relegationsspiele. In den ausstehenden drei Partien entscheidet sich nun, ob der KSV Hessen Meister der Regionalliga Südwest wird und somit gegen Holstein Kiel um den Aufstieg spielen muss oder am Ende den zweiten Tabellenplatz belegen wird, was ein Duell mit der Reserve des TSV 1860 München bedeuten würde. Darüber hinaus steht am Donnerstag noch das Halbfinale des Hessenpokals gegen den SV Wehen Wiesbaden an, was zumindest als angemessene Probe für die Relegation angesehen werden kann und den Löwen auch noch die Teilnahme am DFB-Pokal und zusätzliche Einnahmen bescheren könnte.
Am Dienstag (19 Uhr) steht zunächst der Liga-Alltag auf der Tagesordnung. Der KSV reist nach Südhessen zum FSV Frankfurt II. Es besteht die Möglichkeit, dass KSV-Trainer Uwe Wolf dort dem einen oder anderen Stammspieler nach den anstrengenden letzten Wochen eine kurze Verschnaufpause gönnt. So könnte Jonas Marz nach überstandener Verletzungspause wieder zum Einsatz kommen, ebenso wie Ingmar Merle, der zuletzt wegen Leistenproböemen nicht zur Verfügung stand. Für Verteidiger Sebastian Gundelach (muskuläre Probleme) kommt ein Einsatz am Dienstag noch zu früh. Gesperrt ist keiner aus dem Löwen-Kader. Christian Henel, Ingmar Merle und Sebastian Schmeer steht allerdings bei einer weiteren Gelben Karte eine Sperre bevor.
Das Hinspiel gewann der KSV mit 2:1. Christian Henel und Ricky Pinheiro trafen an jenem Novembertag im Auestadion, ehe Yusuf Yilmaz in der Nachspielzeit noch der Anschlusstreffer gelang. Die Frankfurter Reserve ist vom Abstieg bedroht, steht mit zuletzt fünf sieglosen Partien in Folge auf dem 16. Tabellenplatz. Die letzte Partie brachte einen Punkt in Koblenz, wo Winterneuzugang Felicio Brown-Forbes den 1:1-Ausgleich erzielte. Brown-Forbes gehört zwar offiziell zum Zweitliga-Kader, kam jedoch bislang ausschließlich in der zweiten Mannschaft zum Einsatz. Überhaupt sind die Grenzen zwischen Profi-Kader und Reserve beim FSV Frankfurt recht durchlässig. Die Stürmer Mathew Leckie und Moses Lamidi erzielten bereits für beide Mannschaften ihre Tore. Für die Zweitliga-Mannschaft des FSV geht es um nichts mehr. Es wäre also möglich, dass mehreren Ersatzspielern noch ein wenig Einsatzzeit gegönnt werden soll. Torgefährlichster Spieler der FSV-Reserve ist bereits genannter Stürmer Moses Lamidi mit bislang sieben Treffern. Prominentester Spieler der Frankfurter ist aus Kasseler Sicht sicherlich der Ex-Löwe Kevin Wölk, der von 2008-10 als Spielmacher des KSV 63 Spiele bestritt und dabei 17 Tore erzielte. Im Trikot des FSV Frankfurt, das er seit dieser Saison trägt, traf er bislang fünf mal.