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Donnerstag 16.02.17 17:00 Uhr|Autor: Carsten Schröder262
Keine Scheu vorm Körperkontakt: Wormate Sebastian Schmitt (links) setzt am Karlsruher Faian Reese vorbei. Foto: pa/Dirigo
Jones-Elf ist bereit für die Liga
Wormatia Worms gestattet Karlsruher SC wenig Möglichkeiten +++ Nur Valentini und Yamada treffen für den Zweitligisten

Worms. Der VfR Wormatia Worms ist bereit für die Fortsetzung der Saison in der Fußball-Regionalliga. Okay, zum Ende der Testspielphase gab es am Mittwochabend noch mal eine Niederlage. Als Gegner stand beim 0:2 (0:1) mit dem Karlsruher SC ja aber auch ein Zweitligist auf der anderen Seite. Und gegen diesen ließ die Mannschaft von VfR-Trainer Steven Jones selten etwas anbrennen.



Das Lob kam nachher aus prominentem Mund. „Wormatia hat das gut gemacht“, erkannte Mirko Slomka an. Der Trainer der Gäste, in der Bundesliga schon bei Schalke 04, Hannover 96 und dem Hamburger SV auf der Bank, wusste: „Auch Wormatia hat ja in beiden Halbzeiten nicht mit ihrer ersten Mannschaft gespielt.“ Die Jones-Elf habe dennoch stets gut dagegengehalten, „in manchen Phasen sogar Druck gemacht“, so der 49-Jährige, der nicht übersehen mochte: „Unser 1:0 war der erste Schuss aufs Tor.“ Und als Enrico Valentini die Kugel auf Vorarbeit von Marvin Mehlem versenkte, war eben bereits eine halbe Stunde rum.

Letztlich war‘s aber eher ein unspektakulärer Kick für Taktikfüchse. Eine kompakte Ordnung war seitens Wormatia gefragt, um dem ranghöheren Gegner derart erfolgreich die Stirn bieten zu können. Und etwa Sandro Loechelt („immer schön, sich gegen so einen Gegner zu messen“) war da zufrieden. „Wir hatten vielleicht nicht so viel Ballbesitz, wie das sonst der Fall ist“, addierte der Mittelfeld-Motor der Wormaten: „Wir haben es dem KSC aber nicht leicht gemacht.“

Auf der Tribüne blieb dies auch Alexander Nazarov nicht verborgen. Der in Pfeddersheim beheimatete einstige Flankenläufer, der mittlerweile zum Trainerstab an der Alzeyer Straße zählt, kennt die Badener gut. Schließlich hat sein Bruder Dimitrij zuletzt zwei Jahre für den KSC gekickt, ehe es diesen im Sommer zu Erzgebirge Aue zog. Zwar vermisste der 31-Jährige bei den Karlsruhern den letzten Biss, gerne nutzte er aber die Möglichkeit, sich mit seiner U 15 („macht Spaß, eine gute Truppe“) mal ein Bild vom Zweitliga-Fußball zu machen. „Man kann sich da taktisch schon mal was abgucken“, so der Nachwuchstrainer, dessen Schützlinge ihren besonderen Spaß aber eher am einen oder anderen Beinschuss hatten.

Einen zweiten Treffer gab es noch durch den KSC, für den Hiroki Yamada eine flache Hereingabe von Marvin Mehlem einschob (78.). Für Wormatia hatte Alan Stulin dazwischen einen möglichen Ausgleich verpasst: Auf Flanke von Takeru Hiyama, Leihgabe aus der Wormatia-Reserve, hatte sich Florian Treske von Grischa Prömel gerne zu Boden drücken lassen. Den nicht zwingend nötigen Elfmeter hatte Stulin aber verschossen (60.). „Ein Tor wäre natürlich schön gewesen“, lächelte Sandro Loechelt. Wenn aber die Probleme vom Punkt die letzten Nöte vor der Fortsetzung der Runde sind, können sie beim VfR damit wohl leben.



 
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