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Ligabericht

Jede Menge Namen, aber keine Entscheidung

Trainerfrage beim SSV noch offen +++ Weinzierl verabschiedet sich

von Rainer Wendl · 24.05.2012, 08:05 Uhr · 0 Leser
Fanz Gerber ist derzeit der gefragteste Mann beim SSV Jahn.  Foto: Gatzka
Fanz Gerber ist derzeit der gefragteste Mann beim SSV Jahn. Foto: Gatzka

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Während Regensburgs Politiker munter darüber zu streiten beginnen, wie die finanzielle Last der für die 2. Bundesliga notwendigen Stadion-Ertüchtigung zwischen Stadt und ahn aufzuteilen ist, läuft das Handy von Franz Gerber heiß. Der SSV Sportchef, eigentlich ein die Gemütlichkeit liebender Zeitgenosse, hat seit Beendigung der Aufstiegsfeiern Stress pur. Pausenlos Telefonate, Besprechungen am Fließband und massenweise E-Mails mit YouTube-Anhängen, die die Vorzüge von Kickern aus Nah und Fern untermauern sollen, sind derzeit sein täglich Brot. Allerdings: Bislang gibt es, abgesehen von der Vertragsverlängerung von Abwehrspieler Mario Neunaber, kein Ergebnis zu vermelden.
Das trifft auch auf die wichtigste Personalie, den neuen Trainer, zu. Gut 50 Bewerbungen hat Gerber laut eigener Aussage für die Nachfolge von Markus Weinzierl vorliegen. Doch eine wirklich enge Vorauswahl hat angeblich noch nicht stattgefunden. Sogar die allseits formulierte Dringlichkeit dieser Entscheidung stellt man beim Jahn in Frage. „Einen Schnellschuss wird es da nicht geben, schließlich muss diese Entscheidung absolut sitzen“, sagt etwa Pressesprecher Till Müller und verweist darauf, dass Gerber auch
ohne das Vorhandensein eines neuen Trainers Spielerverträge neu abschließen bzw. verlängern kann: „Er war ja auch bislang für die Kaderplanung mitverantwortlich – und der Verein ist damit gut gefahren.“

Weinzierls Rat: Auch in Infrastruktur investieren!

Es scheint also möglich, dass noch vor dem neuen Trainer Spieler verpflichtet werden. Doch obwohl in der Gerüchteküche zahlreiche Namen brodeln – in Sachen Spieler wurden zuletzt die Ingolstädter Moise Bambara und Moritz Hartmann genannt – hält man von Vereinsseite her absolut dicht: „Das wäre ungeschickt, wenn wir jetzt irgendetwas kommentieren würden“, meint Müller zu Recht. Ex-Trainer Weinzierl, der sich am Montagabend mit persönlichen Worten im „Jahnforum“ verabschiedete, am gestrigen Dienstag in Augsburg präsentiert wurde und nun bis 24. Juni Urlaub hat, gibt seinem Herzensklub SSV noch einen guten Rat mit auf den Weg: „Ich hoffe, dass der Verein das Geschenk, das ihm die Mannschaft gemacht hat, annimmt und dieses Mal auch in die Infrastruktur und nicht, wie beim letzten Aufstieg, alles nur ins Team investiert.“