
In dieser Woche wird die neue Regensburger Fußball-Arena eröffnet. Mit ihrer Strahlkraft soll das fast 53 Millionen Euro teure Großprojekt dem SSV Jahn einen dauerhaft erfolgreichen Profi-Fußball-Betrieb ermöglichen. Am Dienstag, als der Regionalligist beim ersten Testlauf des Stadions gegen eine Ostbayern-Auswahl antrat, mussten einige der mehr als 4000 Zuschauer beim Anblick der Jahn-Trikots stutzen - der im Fußball übliche Sponsorenname ist dort derzeit nicht zu finden.
Geld schießt Tore, heißt es im Fußball. Und für dieses Geld sorgen normalerweise zu einem beträchtlichen Teil Sponsoren. Dass es beim SSV Jahn für die kommende Saison bereits ausreichend konkrete Abschlüsse mit finanzkräftigen Unterstützern gibt, scheint zumindest angesichts des ersten Eindrucks im neuen Stadion fraglich: kein Namenssponsor auf den Trikots und etliche Lücken bei der Bandenwerbung rund ums Spielfeld.
,,Prognosen fallen schwer"Johannes Baumeister, Finanzchef des SSV Jahn, sagte auf MZ-Anfrage, dass es noch unklar ist, wann es eine Entscheidung in Sachen Trikotsponsor gibt: ,,Prognosen fallen schwer. Das kann zügig gehen, sich jedoch auch noch eine Zeit hinauszögern." Der Klub führe aktuell Gespräche mit ,,mehreren Unternehmen, die sich in einem größeren Umfang engagieren könnten. Zu einem großen Engagement kann auch die Belegung der Trikotbrust gehören".
In Sachen Bandenwerbung sei Baumeister zufolge am Dienstag möglicherweise ein falscher Eindruck für die Zuschauer entstanden. Einige Bandenpräsenzen, insbesondere bei Sponsoren, die erst vor kurzem Verträge unterzeichnet haben, seien noch in der Umsetzung oder Produktion. Bei der LED-Bande habe es zudem nur einen Test-Betrieb gegeben. Baumeister zufolge haben sich bei der LED-Bande hinter dem Tor bereits 20 Sponsoren eingebucht, die Banden vor der Gegengerade seien komplett ausvermarktet. Bei dem fix installierten Bandensystem vor der Haupttribüne gebe es zwar in der Tat im zentralen Bereich noch Spielraum, diese Flächen seien Baumeister zufolge allerdings ,,klassische Hauptsponsorenflächen und daher aktuell vakant". Hier könnte in Zukunft möglicherweise auch der neue Trikotsponsor für sich werben.
Mit der Vermarktung der zweiten Bandenreihen in den Hintertorbereichen des neuen Stadions sei der Klub Baumeister zufolge übrigens bislang bewusst zurückhaltend geblieben, besonders auf der Seite des Blocks der Jahn-Anhänger: ,,Es war ein Wunsch der Fans, dort am Spieltag ihre Fahnen zu platzieren. Dies würde Sponsoringbotschaften überdecken."