Durch den Insolvenzantrag des Regionalligisten Wuppertaler SV kann der Fußball-A-Ligist Inter Troisdorf doch noch aufsteigen. Denn statt nur der Tabellenzweiten mit dem besten Punktequotienten steigt nun auch der zweitbeste Tabellenzweite aller Staffeln auf.
Unverhofft kommt oft. Nachdem sich die Fußballer von Inter Troisdorf durch die Meisterschaft des SV Menden am vergangenen Wochenende schon mit einem weiteren Jahr in der Kreisliga A abfinden mussten, ist nun die Hoffnung auf den Aufstieg in die Bezirksliga zurückgekehrt. Grund dafür ist der Insolvenzantrag, den der zahlungsunfähige Regionalligist Wuppertaler SV eingereicht hat. Der ehemalige Bundesligist steht damit vor dem Zwangsabstieg in die Oberliga Niederrhein. Da der Traditionsklub die Regionalliga sportlich eigentlich gehalten hätte, profitiert die U21 des 1.FC Köln und erhält den freigewordenen Platz, weshalb es mit dem SV Bergisch Gladbach nur noch einen Absteiger in die Mittelrheinliga geben wird. Dieses Szenario hat Auswirkungen bis in die Kreisligen.
Denn statt nur der Tabellenzweiten mit dem besten Punktequotienten steigt nun auch der zweitbeste Tabellenzweite aller Staffeln auf. Das ist momentan Inter Troisdorf. Somit kann das Ensemble von Inter-Coach Özkan Turp mit einem Sieg am Sonntag (15 Uhr) beim ASV Sankt Augustin am letzten Spieltag den Aufstieg praktisch aus eigener Hand perfekt machen. „Das wollen wir natürlich jetzt auch schaffen“, betont Turp.
Es wäre die Krönung der beeindruckenden Arbeit, die der Trainer seit seinem Amtsantritt im vergangenen Sommer geleistet hat. „Damals lag der Verein am Boden“, erinnert sich Turp und erklärt: „Es gab keine Strukturen, zudem war die Außendarstellung katastrophal.“ Das hat sich unter seiner Regie grundlegend geändert. Turp: „Hier zieht jetzt jeder voll mit.“ Auch auf dem Weg zum Aufstieg. Doch dafür muss Inter noch eine hohe Hürde nehmen, denn der ASV lag lange Zeit selber auf Bezirksliga-Kurs. „Sankt Augustin hat eine sehr laufstarke, gut organisierte Truppe. Bei unserem 2:1-Sieg im Hinspiel haben sie uns das Leben sehr schwer gemacht“, bestätigt Turp. Dennoch geht er von einem Sieg aus: „Wenn wir unser Leistungsvermögen abrufen, werden wir gewinnen.“
Darauf hofft man auch bei der Reserve des 1.FC Spich. Momentan belegt der FC den 13. Rang, wäre bei einem Aufstieg von Inter also wohl doch noch gerettet. „Wir hoffen natürlich, dass uns die Troisdorfer in ihrem eigenen Interesse Nachbarschaftshilfe leisten. Aber wir müssen natürlich auch beim TSV Dreisel einen Punkt holen, damit Germania Windeck II uns nicht mehr verdrängen kann“, erklärt der Sportliche Leiter der Spicher, Axel Linden.