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»Ich warte immer noch auf ein Tor«

Die Zuverlässigkeit in Person - Johannes Gastinger

von Thomas Seidl · 29.09.2010, 10:00 Uhr · 0 Leser
Johannes Gastinger Foto:Wagner
Johannes Gastinger Foto:Wagner

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Er rennt, rackert und kämpft von der ersten bis zur letzten Minute. Schlechte Vorstellungen gibt es beim ihm eigentlich fast nie zu kritisieren, die Leistungskonstanz ist eine seiner Stärken. Der in Großthannensteig (Gemeinde Hutthurm) lebende BWL-Student lernte das Fußball-ABC beim SV Prag, ehe er als C-Junior zum SV Hutthurm wechselte.

Dort feierte er im Juniorenbereich große Erfolge, u.a. stiegen die SV-Youngsters seinerzeit in die A-Junioren Bayernliga auf. Doch Gastinger lernte auch schon früh die Schattenseiten des Fußballs kennen, als 17-jähriger riss er sich das Kreuzband und auch der Knorpel war defekt. Bei der anschließenden Operation wurde ein neuer Knorpel transplantiert. "Ich habe aber jetzt überhaupt keine Probleme mehr, obwohl man mir das Ende meiner Laufbahn prophezeite", erzählt Gastinger.

Mit enormer Willenskraft und viel Fleiß kämpfte sich der Defensivallrounder wieder heran und entwickelte sich in der SV-Ersten schnell zu einer zuverlässigen Stammkraft. "Die Jahre in Hutthurm waren eine super Zeit", erinnert sich der giftige Linksfuß gerne zurück, fügt aber zugleich an, "dass es leider nie mit dem Aufstieg in die Landesliga geklappt hat". Heuer entschied sich Gastinger dann dafür den Verein zu wechseln, der FC Sturm Hauzenberg sicherte sich die Dienste des 24-jährigen. Dies war sicher keine Selbstverständlichkeit, da Gastinger auch familär eng an den SV Hutthurm verbunden war. Onkel Josef ist seit Jahren 1.Vereinsvorsitzender.

"Es gab da aber überhaupt keine Probleme. Sicher waren mein Onkel und die anderen Vereinsverantwortlichen nicht begeistert aber man hat mir keine Steine in den Weg gelegt. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass ich irgendwann wieder für den SV Hutthurm spielen werde", betont Gastinger, dessen Wechsel zum FC Hauzenberg auch für Gesprächsstoff sorgte, da der "Sturm" ja "nur" in der Bezirksliga spielt. "Ich sah in Hauzenberg gute sportliche Perspektiven und viele Freunde von mir spielten ja schon dort", erklärt der Student seine Beweggründe.

Beim ambitionierten Bezirksligisten spielt er zusammen mit Belmond Nsumbu Dituabanza auf der "Sechs". Gastinger fungiert eher als Staubsauger, seine Offensivqualitäten sind ohnehin noch verbesserungswürdig. "Ich warte immer noch auf mein erstes Punktspieltor im Herrenbereich", schmunzelt Gastinger, der aber dennoch viel Lob für seine bisherigen Auftritte ausgesprochen bekommt. "Johannes ist ein absoluter Glücksgriff. Er ist sportlich und menschlich eine absolute Verstärkung für uns", bekräftigt FC-Fußballchef Markus Reischl, der schon die letzten drei Jahre am Ex-Hutthurmer dran war. "Nach vielen Anläufen, hat es heuer endlich geklappt", freut sich der rührige Hauzenberger Macher.

In seiner Zeit als Seniorenfußballer hatte Johannes Gastinger bis dato nur einen Trainer, nämlich Konrad Behringer. Im August löste dieser nun Rudi Damberger als Coach beim FC Sturm Hauzenberg ab. "Mit so einem schnellen Wiedersehen hätte ich natürlich nicht gerechnet", gibt Gastinger zu, der aber seinen langjährigen Übungsleiter in- und auswendig kennt. "Die Erfolge sprechen für Kone, mehr braucht man dazu eigentlich nicht sagen". Zudem ergibt sich für den neuen FC-Abräumer ein angenehmer Nebeneffekt. "Konrad nimmt mich ins Training mit, jetzt brauche ich nicht einmal mehr selber fahren", scherzt Gastinger, der nun hofft, dass er mit seinen alten und neuen Trainer einen Erfolg feiern kann, der ihnen in gemeinsamen Hutthurmer Zeiten verwährt geblieben ist. "Es wäre schon eine tolle Sache, wenn es mit dem Aufstieg klappen würde. So ein geiler Club gehört einfach mindestens in die Bezirksoberliga".