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Ligabericht

Homberg siegt trotz dreier Elfmeter für den Gegner

Nerven-Krimi für Trainer Günter Abel gegen Hönnepel

von Rheinische Post / Tim Winter · 03.12.2012, 11:27 Uhr · 0 Leser
Bei den Spielen des VfB Homberg wird es zurzeit nie langweilig. Der Oberligist liefert Woche für Woche ereignisreiche Spiele ab. Schön für den neutralen Zuschauer, eine nervliche Belastung für den eigenen Trainer.

"Wir machen es zu oft unnötig spannend", erklärte VfB-Trainer Günter Abel gestern am späten Nachmittag. Minuten zuvor musste Günter Abel allerdings noch kräftig Zittern. Trotz deutlicher Überlegenheit gewann der VfB nur knapp mit 2:1 (1:0) beim SV Hönnepel-Niedermörmter und machte es dabei wirklich bis zur allerletzten Sekunde spannend.

In der vierten Minute der Nachspielzeit parierte VfB-Keeper Tim Weichelt einen Strafstoß von Heinrich Losing, den er zuvor selbst verschuldet hatte. "Da müssen wir uns natürlich bei ihm bedanken, obwohl er sich das ja selbst eingebrockt hat", zwinkert Abel, dessen Team zwei weitere Elfmeter gegen sich ausgesprochen bekam. In der 44. Minute holte Daniel Embers seinen Gegenspieler rüde von den Beinen, allerdings knapp vor der Strafraumgrenze. Eine größere Diskussion blieb aus, weil Weichelt gegen Andre Trienenjost parierte. Zuvor hatte der VfB das Spiel im Griff und ging durch Almir Sogolj in der 13. Minute in Führung.

Vier Minuten nach dem Wiederanpfiff sorgte Chamdin Said für das 2:0 und somit für Ruhe im Homberger Spiel. "Sollte man meinen", so Abel. "Wir haben es selbst wieder hektisch gemacht." In der 85. Minute sprang Gianni Giorri der Ball an die Hand, den Elfmeter verwandelte Losing zum 1:2. In Unterzahl, Giorri sah laut Abel wegen der Bemerkung "Was pfeifst du denn hier?" in Richtung Schiedsrichter die Rote Karte, hielt Weichelt den Sieg fest. "Wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Das hätten wir einfacher haben können. Wir sind selbst schuld, dass es nochmal richtig spannend wurde. Den Schiedsrichter trifft keine Schuld", resümierte Abel.