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Ligabericht

Hennef muss auf Angriff setzen

Vier Defensivspieler fallen aus. Windeck reist nach Bergisch Gladbach

von General-Anzeiger / Harald Stross · 29.04.2016, 09:30 Uhr · 0 Leser
Angriff ist die beste Verteidigung ? so lautet die Devise für René Dabers (rechts) und den FC Hennef 05 gegen den FC BW Friesdorf. FOTO: WOLFGANG HENRY
Angriff ist die beste Verteidigung ? so lautet die Devise für René Dabers (rechts) und den FC Hennef 05 gegen den FC BW Friesdorf. FOTO: WOLFGANG HENRY

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Dafür, dass das Nachholspiel gegen die SpVg Wesseling-Urfeld beim 2:2 (2:1) nicht den erwarteten Erfolg brachte, machte Marco Bäumer, der Trainer des FC Hennef 05, vor allem den Schiedsrichter verantwortlich. „Er hat so viel Einfluss auf das Spiel genommen, das grenzte an Frechheit“, schimpfte er.

Rachid Bouallal brachte die Rot-Weißen in Führung, als er nach einer Hereingabe von Matthias Roder den Ball im linken oberen Winkel versenkte (26.). Rico Rollepatz erhöhte nach einem Steilpass von Martin Notz auf 2:0 (38.), ehe Benedikt Seeger Sekunden vor dem Halbzeitpfiff für die Gäste verkürzte. Als die Hennefer schon dachten, trotz der Gelb-Roten Karte für Kris Fillinger (63.) die drei Punkte sicher zu haben, entschied der Schiri in der fünfminütigen Nachspielzeit auf Foulelfmeter, den Daniel Farkas zum Ausgleich nutzte.

FC Hennef 05 - FC Blau-Weiss Friesdorf (So 15:00)

Schiedsrichter: Darius Kudela (TuS Roland )

Zum Ende der „englischen Woche“ steht für die Hennefer am Sonntag mit der Begegnung gegen den FC BW Friesdorf das nächste Heimspiel auf dem Programm. Da mit den verletzten Andy Habl, Danny Fäuster, Daniel Jamann sowie nun mit Fillinger noch ein vierter Defensivspieler ausfällt, bleibt Bäumer wohl nicht viel anderes übrig, als auf Angriff zu setzen.

Den Respekt des Friesdorfer Trainers Giuseppe Brunetto haben sich die Hennefer indes bereits im Hinspiel verdient. „Das war die Mannschaft, die mir in der Hinrunde am meisten imponiert hat“, ist ihm die deutliche 0:3-Niederlage noch gut in Erinnerung. „Wenn wir da etwas holen wollen, müssen wir alle Kräfte mobilisieren und von der ersten Minute an voll konzentriert sein. Sonst kann es passieren, dass wir wieder unter die Räder kommen“, warnt Brunetto, dem bis auf Tim Pütz (Bänderdehnung) wohl alle Akteure zur Verfügung stehen. Besonders auf die Begegnung freuen werden sich Johannes Jahn, Christoph Binot und Lennart Reschke, die vor der Saison aus Hennef zu den Blau-Weißen wechselten.



SV Bergisch Gladbach 09 - TSV Germania Windeck (So 15:00)

Schiedsrichter: Peter Bonczek (Impekoven)

Für den TSV Germania Windeck hängen die Trauben am Sonntag sehr hoch. Die Elf von Trainer Marcus Voike ist Gast des Tabellenvierten SV Bergisch Gladbach 09. „Im Hinspiel hatten wir nicht eine einzige echte Torchance. Bergisch Gladbach hat eine starke junge Mannschaft, die uns von der individuellen Klasse her sicher überlegen ist. Aber wir sind seit einigen Wochen auch wieder gut in Form. Wenn die kämpferische Einstellung stimmt, können wir gegen jeden Gegner etwas holen“, sieht Voike seine Elf diesmal nicht chancenlos.

Wichtig ist, dass Patrick Siebert seine Führungsqualitäten auf dem Platz und seine Torgefährlichkeit einbringen kann. „Wir müssen abwarten, ob sein Knie mitmacht. Auf jeden Fall müssen wir erst einmal defensiv gut stehen“, erwartet Voike einen angriffslustigen Gastgeber, für den der Zug Richtung Regionalliga zwar abgefahren ist, der sich aber vor eigenem Publikum gegen einen vermeintlich schwächeren Gegner keine Blöße geben will.

Dass Voike seinem eingeschworenen Personal vertraut, ist auch dem Umstand geschuldet, dass seit Saisonbeginn sieben Spieler aus dem Kader ausgeschieden sind. „Manche haben sich vielleicht überschätzt und aufgegeben, weil ihnen der Aufwand zu hoch war, andere sind einfach nicht mehr erschienen, ohne sich noch einmal zu melden“, baut Voike umso mehr auf die „Charakterstarken“.