
Auch auswärts ist RB Leipzig II kaum zu knacken, hat erst einmal nicht gewonnen beim 0:0 im Stadtderby gegen Lok. Und in den Reihen der Leipziger steht mit Tom Nattermann Sachsens "Spieler des Jahres", mit zehn Toren gefährlichster Spieler der Gäste. "Einer mit Drittliga-Perspektive", schätzt Holtmann. Aber er sieht die gegnerische Offensive in dieser Saison in guten Händen, weiß er doch um die eigene starke Innenverteidigung um Tobias Friebertshäuser und Alexander Bury. Zwei, die nicht nur nach Meinung von Holtmann höher spielen könnten und vielleicht zu den besten Innenverteidiger-Duos der Liga gehören. Jetzt halten sie den Laden dicht bei den 96ern und werden gegen RB II auf die Probe gestellt.
Halle geht selbstbewusst in die Partie, immerhin zählt man sich selber in dieser Saison zu den Spitzenteams. Was das für ein Druck ist in den Spielen und im Training? "Brutal", nennt es Holtmann, "aber gewollt." Durch kluge Kaderplanung und sicher auch aufgrund einiger Zufälle ist der VfL so stark wie schon lange nicht mehr. Und es sei noch Luft nach oben, gerade bei den ausländischen Neuzugängen. Aber die lernen - sowohl Sprache als auch Holtmanns Taktik. Wie die aussieht gegen Leipzig? "Wenn sie wie die erste Mannschaft Spielen, wird es viele hohe Bälle für unsere Innenverteidigung geben. Dann geht es um den Kampf um den zweiten Ball, der entscheidet." Mit Wehlert und von der Weth stünden da die richtigen Männer bereit.
Gespielt wird am Samstag bereits um 13 Uhr im Stadion am Zoo. Der vorletzte Höhepunkt in diesem Jahr - in zwei Wochen folgt dann noch, sofern es das Wetter zulässt, das Landespokal-Viertelfinale gegen Germania Halberstadt.