2026-04-03T19:57:16.526Z

Ligabericht

Grainet vor hoher Hürde - Kellerduell in Untermitterdorf

17. Spieltag: Kirchdorf erwartet Spitzenreiter ++++ Hauzenberg II Favorit gegen Prackenbach +++ Traditionsduell Mauth vs. Zwiesel

von Thomas Seidl · 03.11.2016, 10:39 Uhr · 0 Leser
Der FC Untermitterdorf um Torjäger Günther Weinmann steht gegen den 1. FC Viechtach unter Zugzwang F: Weiderer
Der FC Untermitterdorf um Torjäger Günther Weinmann steht gegen den 1. FC Viechtach unter Zugzwang F: Weiderer

Verlinkte Inhalte

präsentiert von
ZF BKK
Für einige Mannschaften der Kreisliga Bayerwald geht das Fußballjahr 2016 am kommenden Wochenende mit dem 17. Spieltag bereits zu Ende. Ein paar Teams müssen eine Woche darauf nachsitzen und ausgefallene Spiele nachholen. Der Primus SV Grainet steht bei der SpVgg Kirchdorf vor einer undankbaren Aufgabe. Verfolger FC Sturm Hauzenberg geht als Favorit in das Duell mit dem SV Prackenbach. Zwischen dem Schlusslicht FC Untermitterdorf und dem Vorletzten 1. FC Viechtach kommt es zu einem echten Abstiegskracher.

SpVgg Kirchdorf-Eppenschlag - SV Grainet (Sa 14:00)
Die SpVgg Kirchdorf zählt zu den positiven Überraschungen der laufenden Runde. Den kampfstarken Kickern um Leitwolf Moritz Kollmer darf auch gegen den Spitzenreiter SV Grainet eine Überraschung zugetraut werden. "Mit den Ergebnissen der letzten Wochen sind wir natürlich hochzufrieden. Wenngleich ich mit der Derby-Leistung nicht ganz zufrieden war. Auch wenn uns ein langes Jahr in den Beinen steckt, müssen wir noch mehr abrufen. Gegen Grainet brauchen wir vollen Einsatz, wieder mehr Konzentration und Mut beim Spiel nach vorne. Der Tabellenführer hat eine tolle Truppe, einen guten Trainer und steht zurecht ganz oben", gibt Kirchdorfs Spielercoach Marco Eder, der mit Ausnahme der Langzeitausfälle seine Wunschformation aufbieten kann, zu Protokoll. Die Fürst-Truppe siegte im Spitzenspiel gegen Hauzenberg II und hat damit die Tabellenführung zurückerobert, die es im Landkreis Regen zu verteidigen gilt. "Zum Jahresabschluss wollen wir das vielleicht schwierigste Auswärtsspiel der Saison positiv gestalten. Wenn wir an die Leistung der Vorwoche anknüpfen können, bin ich fest davon überzeugt, dass wir auch in Kirchdorf gewinnen können", meint Grainets Abteilungsleiter Florian Wurm, der ebenso wie Hannes Stadler bei diesem Vorhaben nicht mithelfen kann. Hinter den Einsätzen von Sebastian Kapfer, Tobias Reichenberger und Daniel Stadler stehen dicke Fragezeichen.


TSV Schönberg 1904 - SV Hintereben (Sa 15:00)
Nach dem schmeichelhaften Punktgewinn in Prackenbach hat der TSV Schönberg den aktuell zwei Zähler schlechter gestellten SV Hintereben zu Gast. Hausherrentrainer Mario Walter erhofft sich zum Jahresabschluss ein positives Ergebnis: "Wir waren mit dem Punktgewinn aus dem letzten Spieltag sehr glücklich. Wir haben bis zum Schluss an uns geglaubt und nur so konnten wir auch etwas Zählbares aus Prackenbach mitnehmen. Mit dem SV Hintereben kommt nun eine Mannschaft, die sicherlich ihren Fähigkeiten hinterherhinkt. Unser Ziel ist es, ein Maximum an Leidenschaft und hochkonzentriertes taktisches Verhalten aufzubringen, um mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen zu können. Eines ist klar, wir wollen in der Tabelle am Ende des Tages definitiv vor dem SV Hintereben bleiben." Lukas Butscher, Armin Bachhuber und Benedikt Mautner müssen beim Neuling passen. Hinter Nico und Benjamin Klose stehen noch Fragezeichen. Die Gibis-Truppe bezog gegen Thurmansbang eine bittere Heimschlappe und der Vorsprung zur Abstiegszone ist fast aufgebraucht. Eine weitere Nullrunde muss also unter allen Umständen vermieden werden. "Aufgrund der verschenkten Punkte vom letzten Wochenende müssen wir in Schönberg gewinnen, um nicht auf einem Abstiegsplatz zu überwintern . Die Mannschaft muss wieder konzentrieren agieren, um die nötigen Zähler einzufahren. Ich bin mir sicher, dass es ein schweres Spiel wird in Schönberg, aber mit Kampf und Willen können wir einen Dreier holen", glaubt Hinterebens Abteilungsleiter Armin Schmid. Ob Leitwolf Christian Strobl und Rene Wolf auflaufen können, steht noch auf der Kippe. Definitiv nicht dabei sind Mario Raab, Thomas Völtl, Tobias Pfleiderer und Christoph Drexler.


Stockinger: »In einem Heimspiel wollen wir auf jeden Fall die Punkte bei uns in Mauth behalten.«



TSV Mauth - SC 1919 Zwiesel (Sa 14:30)
Ein echtes Traditionsduell geht zwischen dem TSV Mauth und dem SC Zwiesel über die Bühne. Früher bekämpften sich beide Klubs über viele Jahre auf Bezirksebene. Aktuell kickt man hüben wie drüben nur mehr in der Kreisliga. Während Mauth überraschend gegen den Abstieg spielt, mischen die hochkarätig besetzten Glasstädter zumindest vorne mit. Der SC kam gegen Viechtach zu einem souveränen Derbydreier, muss nun aber unbedingt nachlegen, um dem Führungsduo auf den Fersen zu bleiben. "Gegen Viechtach war die Leistung in Ordnung, wobei ich mit der zweiten Halbzeit nicht zufrieden war. Mit Mauth haben wir noch eine Rechnung aus der Vorsaison offen, aber dort ist es noch nie leicht zu spielen gewesen. Ich hoffe, dass unsere Einstellung wieder passt, dann können wir drei Punkte mitnehmen", glaubt Zwiesels Übungsleiter Patrick Kagerbauer. Ob der gegen Viechtach kurzfristig ausgefallene Sturmführer Matthias Niedermeier auflaufen kann, wird sich erst noch herausstellen. Verzichten müssen die Glasstädter auf den beruflich verhinderten Marcus Pöhn. Bei der Fuchs-Truppe kehren Florian Segl und Christian Pauli in den Kader zurück. Ob Dominik Herzig einsatzfähig ist, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Dominik Bernhardt fällt weiter aus. "Die letzten Spiele gegen Zwiesel waren immer sehr ausgeglichen, ähnliches erwarten wir auch am Samstag. Wir kennen die Zwieseler Stärken aufgrund der letzten Duelle genau. In einem Heimspiel wollen wir auf jeden Fall die Punkte bei uns in Mauth behalten", gibt TSV-Spartenchef Maximilian Stockinger vor.


SV Perlesreut - SV Hutthurm II (So 14:00)
Der SV Perlesreut ist auf Schlagdistanz zur Tabellenspitze und läuft gegen den SV Hutthurm II als Favorit auf. "Wir wissen, dass es gegen Hutthurm ein sehr schwieriges Spiel wird. Deshalb müssen wir mit der Konzentration und Leidenschaft der letzten Wochen spielen, sonst wird es wieder ein böses Erwachen wie in der Vorrunde geben", warnt Perlesreuts Chefanweiser Oliver Aigner, der bis auf seine langzeitverletzten Akteure alle Mann an Bord hat. Die Landesliga-Reserve hofft beim Rangvierten auf einen Überraschungscoup, auch wenn die "Erste" zeitgleich in Seebach spielt und es wohl deshalb keine Abstelllungen aus deren Kader geben wird. "Wir möchten mit einen Punktgewinn in die Winterpause gehen. Nach dem wir gegen Mauth unentschieden gespielt haben und uns in der Tabelle nicht nach vorne bewegen konnten, dürfen wir am Sonntag nicht leer ausgehen. Es wird aber eine schwere Aufgabe für uns, weil Perlesreut momentan einen Lauf hat", weiß Hutthurms Chefanweiser Christian Steil, der ohne Martin Wagner und Christoph Grünberger planen muss.



FC Sturm Hauzenberg II - SV Prackenbach (So 14:00)
Nach der Niederlage beim Schlager in Grainet nimmt der FC Sturm Hauzenberg II gegen den SV Prackenbach wieder die volle Ausbeute ins Visier. "In Grainet ist von Anfang an einiges für uns nicht optimal gelaufen. Letztendlich war die Niederlage verdient, wir hatten einfach keinen guten Tag erwischt. Jetzt gilt es schnellstmöglich wieder den Blick nach vorne auf Prackenbach zu richten. Kasyk und Co. haben uns in der Vorrunde die erste und bis zum Grainet-Spiel einzige Niederlage beigebracht und für diese wollen wir uns zuhause revanchieren. Dazu gilt es, die Köpfe wieder hochzurichten, hinten wieder kompakter zu stehen und unser Angriffsspiel wieder zielstrebiger auszurichten, um die gefährlichen Prackenbacher in Schach zu halten", gibt Sturm-Coach Heinz Bretl, der ohne Rotsünder Simon Oberneder planen muss. Dicke Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Florian Bernetseder und Robert Berlinger. Der Bezirksligaabsteiger sah im Heimspiel gegen Schönberg bis kurz vor Schluss wie der sichere Sieger aus, verspielte dann aber in der Endphase eine 2:0-Führung leichtfertig. Am Staffelberg werden die Punkte für Elvert, Vogl & Co. sehr hoch hängen, zumal es personell schlecht aussieht. Daniel Holzer, Florian Aichinger und Christoph Stangl sind verletzt, Tomas Susta ist gesperrt. Zudem stehen Matthias Brunner, Andreas Vaitl und Maximilian Penzkofer auf der Kippe. "Unter den aktuellen Umständen sind wir krasser Außenseiter. Wir wollen uns aber dennoch so teuer wie möglich verkaufen. Eine Niederlage wäre kein Beinbruch, dennoch werden wir alles probieren, um für eine Überraschung sorgen zu können", verspricht Prackenbachs Übungsleiter Martin Breu.



SV Thurmansbang - SV Riedlhütte (So 14:00)
Mit dem doch etwas überraschenden Auswärtserfolg in Hintereben verschaffte sich der SV Thurmansbang etwas Luft im Abstiegskampf. Mit einem Heimerfolg gegen den Landkreisrivalen SV Riedlhütte könnte der kampfstarke Neuling einen weiteren Meilenstein setzen. "Wir haben die große Chance, uns etwas abzusetzen und müssen dementsprechend zur Sache gehen. Riedlhütte scheint etwas angeschlagen zu sein, das müssen wir ausnutzen", fordert SV-Übungsleiter Stefan Braml, der bis auf Bastian Reichmeier seine Wunschformation aufbieten kann. Die Glasmacher kassierten gegen Perlesreut eine saftige 0:3-Heimpleite und müssen am Sonntag wieder ein anderes Gesicht zeigen, um in die Erfolgsspur zurückkehren zu können. "Im letzten Spiel des Jahres wollen wir nochmal alles raushauen, Kampf und Leidenschaft zeigen. Dann schauen wir, was dabei herauskommt", lässt Riedlhüttes Spielertrainer Thomas Beyer, der weiter ohne Daniel Kaatz und Arpad Fekete auskommen muss, verlauten.


Pröll: »Wer den Ernst der Lage angesichts der aktuellen Situation nicht erkannt hat, ist definitiv falsch am Platz.«



FC Untermitterdorf - 1. FC Viechtach (So 14:00)
Der FC Untermitterdorf ist im Kellerduell gegen den 1. FC Viechtach zum Siegen verdammt, ansonsten rückte der Ligaerhalt fast schon außer Reichweite. Personell wird sich gegenüber der Vorwoche nicht viel ändern, allerdings weilt mit Tobias Fischer eine Stammkraft im Urlaub. "Möchten wir die Konkurrenz nicht schon vor der Winterpause enteilen sehen, muss zwingend dreifach gepunktet werden. Wer den Ernst der Lage angesichts der aktuellen Situation nicht erkannt hat, ist definitiv falsch am Platz", findet Untermitterdorfs Spielertrainer Alfred Pröll klare Worte. Die Schiller-Truppe holte nur einen Zähler aus ihren letzten fünf Auftritten und ist bis auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Die Akteure von der Regeninsel stehen also beim Schlusslicht in der Pflicht. "Wir wollen uns mit einem Sieg in Untermitterdorf in eine Lage versetzen, in der wir aus eigener Kraft und mit allen Mann an Bord im Frühjahr unser großes Ziel Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen können. Der Kader wird sich zwar im letzten Spiel in diesem Jahr kaum mehr verändern, aber wir haben trotzdem in Zwiesel gezeigt, dass wir eine schlagkräftige Truppe aus Feld schicken können. Wir wissen, dass Untermitterdorf besser ist, als ihr aktueller Tabellenplatz, werden aber dennoch alles versuchen, um die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen", verspricht Viechtachs Teammanager Tommi Reisinger, der zumindest die Rückkehr des zuletzt rotgesperrten Tobias Köppl vermelden kann.