
Man muss es nicht gleich Woche der Wahrheit nennen, aber sehr bedeutend sind die nächsten beiden Auftritte schon für den Fortgang an der Tabellenspitze der Fußball-Kreisoberliga Süd. Wenn Tabellenführer TSV Klein-Linden auch aus den nächsten beiden Partien gegen den VfR Lich (Heute, 19.30 Uhr) und die SG Treis/Allendorf (Sonntag, 15 Uhr) ohne Punktverlust hervorgeht, ist das Titelrennen zugunsten der Truppe von Trainer Benni Höfer schon sehr weit gediehen. Denn die Vorstädter, im Vorjahr erst am letzten Spieltag gescheitert, haben bereits jetzt zehn Punkte Vorsprung vor der Spvgg Leusel und deren elf vor dem weiteren Verfolgerfeld.
Herr Höfer, zehn Punkte Vorsprung auf den Zweiten. Wenn Klein-Linden heute gegen Lich gewinnt, sieht es prächtig aus. Meisterfeier schon geplant?
Benni Höfer: Ganz sicher nicht. Es ist die gleiche Situation wie bei Treis im letzten Jahr. Genau die gleiche. Zehn Punkte Vorsprung und dann wird man noch eingeholt.
Tatsächlich hat man den Eindruck, dass der TSV auch im Moment nicht so souverän spielt. Teilen Sie die Einschätzung?
Höfer: Wir machen momentan nicht mehr als nötig und spielen gegen Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel nicht immer wie ein Spitzenteam. Aber es ist von den Ergebnissen bisher noch gut gegangen. Es gehört aber auch dazu, dass wir seit letztem Jahr in Treis permanent sechs, sieben verletzte Spieler haben, da läuft nicht immer alles rund.
Ein Blick auf die Konkurrenz: Wundert es Sie, dass ausgerechnet Leusel das Verfolgerfeld anführt?
Höfer: Nein, Leusel steht zurecht da oben, sie sind sehr stark und haben nicht umsonst gegen uns gewonnen.
Jetzt geht es gegen Lich, das nach dem Überraschungs-1:2 gegen den MTV etwas frustriert und satte elf Punkte zurück liegt...
Höfer: Der entscheidende Punkt daran ist: Lich hat den Druck und steht in Zugzwang. Um noch einmal ranzukommen, müssen sie heute gewinnen. Und das wollen sie auch, denn in Lich haben wir kurz vor Schluss den Siegtreffer erzielt. Wir müssen eine absolute top Leistung bringen, gegen Lich ist es immer eng.
Naja, trotzdem sind zehn Punkte Vorsprung doch ein gutes Polster - und die zweite Mannschaft führt auch die B-Liga an. Wie wichtig ist es, dass die Reserve aufsteigt?
Höfer: Das ist richtig wichtig und natürlich auch gewollt. Wir haben einen großen Kader, da ist es für die Spieler, die hinten dran stehen natürlich besser, wenn sie in der A- statt B-Liga spielen können. Aber natürlich machen wir uns auch schon für die Zukunft Gedanken. Der Verein und das Umfeld hätten die Gruppenliga absolut verdient, hier wird unheimlich viel bewegt. Und wenn wir dann einen Kunstrasen- anstelle eines Hartplatzes hätten, wäre es perfekt.