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Ligavorschau

Gehandicapte Zellerauer vs. hungrige Gallier

Vorschau - 8. Spieltag: Unterfranken-Derby am Freitagabend +++ 60er empfangen Frohnlach

von Dirk Meier · 18.08.2011, 17:21 Uhr · 0 Leser
Das nächste Unterfranken-Derby steht an der Mainaustraße an - diesmal gegen die Gallier. F: Horling
Das nächste Unterfranken-Derby steht an der Mainaustraße an - diesmal gegen die Gallier. F: Horling
Eng geht es derzeit in der Bayernliga zu. Vom Ersten bis zum Elften beträgt der Abstand nach sieben Runden nur drei Punkte. Mit dem unterfränkischen Derby Würzburger FV gegen den TSV Großbardorf wird am Freitagabend der achte Spieltag in der Bayernliga eröffnet. Am Samstag rollt in sechs Stadien der Ball. Der neue Spitzenreiter SpVgg Bayern Hof empfängt dabei den zuletzt mit 1:0 siegreichen TSV Aindling. Abgeschlossen wird der achte Spieltag am Sonntag mit den Partien in Erlangen-Bruck und Unterhaching.

Freitagsspiel


Würzburger FV - TSV Großbardorf, Freitag, 18:15 Uhr:
Derby-Time in Unterfranken: Ab 18:15 Uhr stehen sich am Freitag auf der Sepp-Endres-Sportanlage der Würzburger FV und der TSV Großbardorf gegenüber. Angesichts der engen Tabellensituation kann man von einem Spitzenspiel sprechen. Denn die Zellerauer haben als Achter nur zwei Punkte weniger als der Tabellenzweite aus Großbardorf. Mit einem Dreier würde der WFV an den Galliern vorbeiziehen, die auswärts erst einen Zähler holen konnten. Alleine diese Konstellation sorgt für viel Spannung vor dem Gipfel. Zudem geht es um die Vormachtstellung im Bezirk Unterfranken. Allerdings müssen die Gastgeber gleich fünf Spieler ersetzen. Es fehlen: Jürgen Walther (Schulter ausgekugelt), Peter Deißenberger (Aufbautraining nach Bänderriss), Andreas Ganzinger (Bänderriss Knie), Andreas Kirchner (Wadenzerrung) und Tobias Riedner (private Familienfeier). Die Grabfelder haben keine Verletzten, Trainer Hansjürgen Ragati kann aus dem Vollen schöpfen.



Samstagsspiele:


SpVgg Bayern Hof - TSV Aindling, Samstag, 15 Uhr:
Wer den Hofer Trainer Norbert Schlegel kennt, der weiß, dass Zurückhaltung bei ihm oberstes Gebot ist. Sicher freut sich der Coach über Platz eins nach dem siebten Spieltag, wird aber nicht euphorisch: "Wir haben zurückblickend einen guten Start hingelegt. Aber wir können auch schnell wieder nach hinten rutschen. Daher heißt es weiter aufmerksam in die Spiele zu gehen." Das gilt insbesondere für die Heimpartie gegen den TSV Aindling. Die Hofer sind an der Grünen Au noch unbesiegt. Der TSV Aindling indes hat alle drei Auswärtsspiele verloren. Aber der zweite Saisonerfolg am Mittwoch mit 1:0 gegen die SpVgg Unterhaching II könnte das Selbstvertrauen steigern. Bei Bayern Hof ist Christian Schraps wegen einer Innenbanddehnung im Knie nicht einsatzfähig. Beim TSV Aindling sind alle Mann an Bord. Nur hinter dem Einsatz von Angreifer Simon Knauer (Sprunggelenksverletzung) steht ein Fragezeichen.

SV Seligenporten - SB DJK Rosenheim, Samstag, 15 Uhr:
Weiter unbesiegt bleiben auf eigener Anlage möchte der SV Seligenporten. Der hat dort erst einmal unentschieden gespielt, ansonsten alle Spiele gewonnen. Im Klassement liegen die Klosterer nur zwei Punkte hinter der Spitze. Ein neuerlicher Heimerfolg würde den SVS sicher ein weiteres Stück vorwärts bringen. Im Moment ist es der sechste Rang, den das Team von Trainer Karsten Wettberg einnimmt. Wettberg kann jetzt wieder auf seinen Kreativspieler Marian Faltermeier setzen, der am Mittwoch in Gersthofen den wichtigen Treffer zum 1:1-Ausgleich erzielte. Faltermeier verzeichnete zudem noch einen Lattentreffer. Der Sportbund Rosenheim hat am Dienstag mit 0:1 gegen den FSV Erlangen-Bruck die erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Auswärts gab es bisher drei Unentschieden aus drei Spielen. Mit einer Punkteteilung kann sich Trainer Walter Werner sicher anfreunden. Bei den Platzherren fehlen: Fabian Schäll, Manuel Fiori (beide Sommergrippe), Dominik Räder (muskuläre Probleme), Fabian Diez (Bandscheibe) und Christian Knorr (Kreuzband-Operation). Die Gäste haben Simon Vockensperger (Wadenbeinbruch) und Torben Gartzen (Muskelzerrung) nicht zur Verfügung.

FC Ismaning - TSV Rain am Lech, Samstag, 15 Uhr:
Der Meister schwächelt. Acht Gegentore aus den letzten beiden Spielen sind erheblich zu viel. Daher haben die Ismaninger ihre beiden jüngsten Spiele in Eltersdorf (2:4) und in Bamberg (1:4) deutlich verloren. "Dafür gibt es sicher Gründe. In Eltersdorf waren wir in der zweiten Halbzeit richtig schlecht. In Bamberg haben uns individuelle Fehler auf die Verliererstraße gebracht", sagt Trainer Frank Schmöller, der mit Platz elf nicht zufrieden sein kann. Der TSV Rain am Lech konnte am Mittwoch endlich seinen ersten Saisonsieg bejubeln. Der Dreier gegen den Neuling SC Eltersdorf war hochverdient. Dieses Erfolgserlebnis sollte den Schwaben Auftrieb geben. Allerdings sind die Rainer bei 0:7 Toren und null Punkten auswärts das bislang schwächste Team. FCI-Trainer Schmöller hat Bernd Häfele nicht dabei. Jeweils mit einer Platzwunde sind aus Bamberg Florian Wolf und Alexander Weiser zurückgekehrt. Bei beiden ist der Einsatz fraglich. Seine Rotsperre hat Franz Hübl abgesessen, er darf wieder mitwirken. Beim TSV Rain am Lech sind nicht dabei: Sascha Jöckel (Knie), Aleksandar Dimitrovic (Kreuzbandriss und Innenbandriss), Markus Hörmann (Kreuzbandriss) und Johannes Müller (Schlüsselbeinbruch).

TSV 1860 Rosenheim - VfL Frohnlach, Samstag, 15 Uhr:
Das Spitzenspiel der siebten Runde steigt im Jahn-Stadion, wo die Sechziger den starken Aufsteiger VfL Frohnlach zu Gast haben. Bringt man die Statistik in Anwendung, dann müssten die daheim noch unbesiegten Gastgeber gegen die auswärts noch sieglosen Oberfranken gewinnen. Beide Klubs haben je zwölf Punkte auf dem Konto, liegen nur einen Zähler hinter dem Führungsduo aus Hof und Großbardorf. Auch die Tordifferenz ist mit je fünf Treffern im Plus positiv. Nur hat der VfL schon dreimal häufiger, insgesamt 17 Mal, getroffen, was der Spitzenwert in der Bayernliga ist. Beim VfL Frohnlach sieht die Personalsituation so aus: "Wir haben keine Ausfälle fürs Wochenende. Kleinere Blessuren haben Sinan Bulat am Knöchel und Philipp Streng ist nach Verletzung noch nicht zu hundert Prozent fit", so Trainer Dieter Kurth.


SV Heimstetten - FC Eintracht Bamberg, Samstag, 15 Uhr:
Der SV Heimstetten büßte am Dienstag seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit ein. In der Schlussphase wurde die Partie beim TSV Großbardorf noch mit 1:2 verloren. Bis zur 86. Minute hatten die Oberbayern mit 1:0 geführt. Nun gilt es für die Elf von Trainer Claus Schromm gegen den FC Eintracht Bamberg zu bestehen. Es ist die Neuauflage der Partie vom letzten Spieltag der vorigen Saison, als der SVH nach 0:1-Rückstand noch 3:1 gewann und sich damit den Erhalt der Bayernliga sicherte. Dieses Mal steht die Partie unter umgekehrten Vorzeichen. Denn die Platzherren sind Neunter und die Domstädter liegen auf Rang 13. Allerdings reisen die Bamberger mit der Empfehlung an zuletzt den Meister aus Ismaning mit 4.1 besiegt zu haben. Die Oberfranken befinden sich also im Aufwind. Christian Hassa (krank) und Michael Ludwig (Nasenbeinfraktur) fallen definitiv aus. Hinter dem Einsatz von Torjäger Peter Heyer steht nach einer Platzwunde noch ein Fragezeichen.

SC Eltersdorf - TSV Gersthofen, Samstag, 15 Uhr:
Die beiden Neulinge der Bayernliga stehen sich am Samstag gegenüber. Der SC Eltersdorf, Meister der Landesliga Mitte, empfängt den Vizemeister der Landesliga Süd. Die Eltersdorfer stehen nach sieben Spielen mit elf Punkten bestens da, sind Fünfter. Diese gute Rolle haben den Mittelfranken nur wenige zugetraut. Trainer Ludwig Preis hat aus dem Kader ein Team geformt, das in der Bayernliga bestehen können. Sein Gersthofener Kollege Robert Walch hat mit seiner Equipe erst sieben Zähler eingefahren, ist derzeit Drittletzter. Aber auch der TSV hat schon gute Spiele abgeliefert, konnte aber bisher erst eine Partie gewinnen. Das war ein 1:0-Sieg bei der SpVgg Unterhaching II. Die Mittelfranken treten ohne ihren Kapitän Florian Schmidt und Kuno Kessler an. Die Personalsituation in Gersthofen ist angespannt. Nicht dabei sind Markus Nix (Kreuzbandriss), Benedikt Schmoll (Knorpelschaden am Fußgelenk und Bänderriss - Pause ca. 3 Monate), Stefan Mittelbach (Muskelfaserriss), Johannes Hintersberger (muskuläre Probleme), Daniel Zweckbronner (Verhärtung Oberschenkelmuskulatur, fraglich).


Sonntagsspiele:


FSV Erlangen-Bruck - TSV Buchbach, Sonntag, 15 Uhr:
Lieber auswärts als daheim. So lautet im Moment die Devise für den FSV Erlangen-Bruck, der noch kein Heimspiel gewinnen konnte und damit Vorletzter dieser Rangfolge ist. Dafür holte die Klaus-Elf auswärts schon sieben Zähler. Nun heißt es für den FSV gegen den TSV Buchbach zu bestehen, der personell wieder knapp bemessen ist. Die Buchbacher konnten schon zwei Auswärtssiege landen und sind aktuell Siebter. Da möchten die Brucker gerne hin und werden alles daran setzen, endlich den ersten Heimdreier aufs Konto zu bringen. Beim FSV fehlt nach einer Knieoperation weiter Arpad Backens. Beim TSV Buchbach ist das Personal nach wie vor knapp. Nicht dabei sein können: Hannes Hain (Ermüdungsbruch im Schienbein), Maxi Hain (Bruch des Mittelfußknochen), Stefan Lex (muskuläre Probleme), Björn Hertl (Achillessehne), Ralf Klingmann (Sprunggelenk), Patrick Irmler (Schulter) und Stefan Denk (Sprunggelenk). Dafür haben die Buchbacher am Donnerstagabend mit Stefan Alschinger eine Verstärkung für die linke Abwehrseite verpflichtet. Der 22-Jährige spielte die letzten beiden Jahre in der Bayernliga für die SpVgg Unterhaching II, absolvierte dort 66 Spiele und erzielte sechs Tore.

SpVgg Unterhaching II - 1. FC Schweinfurt 05, Sonntag, 15 Uhr:
Letzter in der Tabelle, alle drei Heimspiele verloren und als einziger Bayernligist noch kein Spiel gewonnen. Erst zwei Punkte hat die SpVgg Unterhaching II gesammelt, beide auswärts. Im zehnten Jahr ihrer Bayernliga-Zugehörigkeit haben die Oberbayern den schlechtesten Saisonstart hingelegt. Die Mannschaft der Hachinger ist sehr jung. Die Youngster durchlaufen derzeit eine Lernphase. Die Mannschaft von Trainer Harry Deutinger wird sich auf jeden Fall noch steigern. Allerdings beträgt der Abstand in der Tabelle zum Drittletzten TSV Gersthofen schon fünf Punkte. Nun kommt am Sonntag der 1. FC Schweinfurt 05, der mit sieben Zählern bei erst einem Sieg hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Nun wollen die Schnüdel in Unterhaching den ersten Auswärtssieg landen, um näher an die Qualifikationsplätze heran zu kommen. Die Gastgeber haben Torwart Matthias Luginger sowie die Feldspieler Maximilian Drum und Ünal Tosun alle wegen Verletzung nicht zur Verfügung. Bei den Gästen aus Unterfranken fehlen Eray Cardiroglu, Mirza Mekic, Fazdel Tahir und Sebastian Kneißl.