
FuPa: Wie zufrieden seid ihr mit der Vorrunde? Wurden die gesteckten Ziele erreicht?
Claudio Liotta und Oleg Wagner: Nach der Abmeldung der 2. Mannschaft zur Halbrunde der vergangenen Saison, stand der Fokus der neuen Serie ganz im Zeichen der Etablierung des Teams nach halbjähriger Pause sowie der Integration der zahlreichen Neuzugänge. In Anbetracht des Potenzials der Mannschaft und der durchaus positiven Vorbereitungsergebnisse, waren die Erwartungen sowohl mannschaftsintern als auch im Umfeld recht hoch. Mit 18 Punkten aus bisher 17 Saisonspielen konnten wir diesen Erwartungen jedoch nicht gerecht werden. Insbesondere ärgerlich ist die Tatsache, dass 8 der insgesamt 9 Niederlagen mit gerade mal einem Treffer Unterschied verloren gingen, wobei 4 davon sogar in allerletzter Minute verspielt wurden. Eine Statistik, mit der man keinesfalls zufrieden sein kann, die uns aber gerade im Hinblick auf die ausstehenden Spiele einige Stellhebel und Verbesserungspotenziale aufzeigt. Dieses Bestreben, den Aufwärtstrend der letzten Spiele vor der Winterpause sowie die stets gute Gemütslage des Teams wollen wir in die Rückrunde mitnehmen.
FuPa: Gibt es Veränderungen im Team? Transfers, Änderungen im Trainer- und Betreuerteam?
Liotta/Wagner: Bis auf eine Ausnahme soll das Team aller Voraussicht nach auch bis zum Ende der Runde zusammenbleiben. Eventuell können wir unser Team sogar noch verstärken. Auf alle Fälle freuen wir uns sehr, wenn die langzeitverletzten Spieler Benjamin Lehr, Steven Müller und Christian Konrad zur Wintervorbereitung den Spielbetrieb wieder aufnehmen und der Mannschaft in der Rückrunde noch mehr Stabilität und Konstanz einhauchen können.
FuPa: Welche Ziele strebt ihr in der Rückrunde an?
Liotta/Wagner: Wir wollen in der Rückrunde mehr Punkte auf das eigene Konto schreiben als zuvor und dadurch unter Umständen auf einen einstelligen Tabellenplatz vorrücken. Dies setzt voraus, dass wir in unseren Spielen deutlich konzentrierter agieren und die eigene Leistung konstant über die gesamte Spieldauer von 90 Minuten abrufen können.
FuPa: Welches Team hat euch in eurer Liga am meisten überrascht?
Liotta/Wagner: Überrascht hat uns kein einzelnes Team der Liga, sondern eher die Tatsache, dass in dieser Klasse jeder jeden schlagen kann. Dies zeigt sich insbesondere im unteren Tabellendrittel: selbst Mannschaften, die aufgrund ihres Tabellenplatzes vermeintlich schwächer sind, gingen gegen Titelanwärter der Liga als Sieger vom Platz. Als Beispiel sei hier der TSV Langenbrücken genannt, der nach dem 14. Spieltag noch die rote Laterne inne hatte, mit drei Siegen in Folge (u.a. auch gegen den zweitplatzierten TSV Rheinhausen) nun aber auf Platz 12 steht und einen ordentlichen Abstand auf die Abstiegsränge zu verzeichnen hat.
FuPa: Wenn ein Spieler für seine Entwicklung hervorgehoben werde müsste, wer wäre es und warum?
Liotta/Wagner: Es ist natürlich unheimlich schwierig, einzelne Spieler aus einer Mannschaft hervorzuheben, gerade wenn über den bisherigen Saisonverlauf jeder sowohl zwischenmenschlich als auch sportlich seinen Beitrag zum Team geleistet hat. Das macht den Mannschaftssport schließlich auch aus. Dennoch gibt es durchaus den einen oder anderen, der aufgrund seines besonderen Auftretens, seines Engagements oder Hingabe für das Team ins Auge fällt. Dies muss aus unserer Sicht auch nicht zwingend der Spielführer oder der beste Torschütze sein, sondern jemand, der durch seine Art zu einem guten Klima und einer positiven Mannschaftentwicklung beiträgt. In unserem Fall ist dies Erol Isljami, der in der Vorrunde zwar noch nicht auf seinem besten Fitnessstand war, sich jedoch immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und vor allem in den Spielen – egal ob in der Startelf oder von der Bank aus – beispielhaft und mit Vollgas agiert hat. Auch außerhalb des Sportplatzs ist er ein angenehmer und unterhaltsamer Kamerad. Weiter so Erol!
FuPa: Was macht euer Team besonders?
Liotta/Wagner: Trotz dem, dass unsere Mannschaft erst knapp ein halbes Jahr in dieser Form zusammenspielt, geht es bei uns sehr vertraut und fast schon familiär zu. Auch in den Phasen, in denen es sportlich nicht gerade rosig lief, hat das Team stets an die eigenen Stärken geglaubt und sich die gute Laune nie nehmen lassen. Ein Grundstein, der sich früher oder später auszahlen wird und den wir gerade deshalb auch weiter beibehalten wollen. Das Team ist außerdem gespickt mit individuellen, teilweise temperamentvollen, auf jeden Fall aber ehrgeizigen und unterhaltsamen Persönlichkeiten, was für ein angenehmes Umfeld und viel Spaß auch außerhalb vom Sportplatz sorgt. Dennoch hat die Truppe als Gemeinschaft ein sehr homogenes Mannschafts- und Interessensbild, welches das Team auch offen nach außen vertritt.