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Ligabericht

Fürstenwalde erkämpft drei Punkt mit Germanias Hilfe

MIT VIDEOS + GALERIE: FSV Union gewinnt knapp mit 2:1 gegen Schöneiche und ist jetzt punktgleich mit Oberliga-Tabellenführer Zehlendorf

von Sven Bock · 06.03.2016, 17:50 Uhr · 0 Leser
F: Bock
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Einen knappen 2:1-Arbeitssieg im Dauerregen hat am Sonntag der FSV Union Fürstenwalde im Oder-Spree-Derby der Oberliga Nord gegen den SV Germania Schöneiche errungen. Die Unioner waren für die drei Punkte aber auch auf die Mithilfe der Gastgeber angewiesen.

Im nieseligen Dauerregen in Schöneiche war am Sonntag nicht zu erkennen, dass die gegen den Abstieg kämpfenden Germanen auf das Spitzenteam FSV Union Fürstenwalde trafen. Der klare Favorit tat sich auch dem seifigem Untergrund schwer, das gewohnte Kurzpassspiel aufzuziehen. Die früh störenden Gastgeber unterbanden den Unioner Spielaufbau konsequent und setzen vor allem in der ersten Halbzeit offensiv mehr Akzente. Alleine Philipp Kulecki tauchte drei Mal gefährlich vor dem Fürstenwalder Tor auf. Während zwei seiner Kopfbälle in der 20. und 31. Minute das Gehäuse deutlicher verfehlten, musste sich FSV-Keeper Konstantin Filatow in der 18. Minute schon ganz lang machen, um den 18-Meter-Schuss Kuleckis noch um den Pfosten zu lenken.

Von Fürstenwalde ging trotz optischer Überlegenheit und mehr Ballbesitz bis dahin kaum Torgefahr aus - und doch gingen die Gäste in der 32. Minute überraschend in Führung. Nach einer Ecke konnten die Germanen den Ball nicht aus der Gefahrenzone bringen. Beim 2. und 3. abgewehrten Ball reagierten jeweils die Gäste schneller und schließlich war es Rifat Gelici, der am 2. Pfosten die Kugel über die Linie stocherte zur zu dem Zeitpunkt schmeichelhaften Fürstenwalder Halbzeitführung.

Mit dem Seitenwechsel intensivierten die Unioner auch die eigenen Angriffsbemühungen. In der 49. Minute fand erst der Querpass von Paul Milde am Fünfmeterraum keinen Abnehmer. In der 52. Minute musste auch Schöneiches Torwart Lucas Lindner zwei Mal eingreifen. Erst war es erneut der agile Milde, der Lindner per Direktabnahme prüfte. Und in der nächsten Aktion lenkte der Schlussmann mit einer sehenswerten Flugparade den 20-Meter-Schlenzer von Gelici noch über die Querlatte.

In der 62. Minute sah Lindner aber genauso unglücklich aus wie sein Vordermann Franz Fitkau: Ein eigentlich harmloser Fürstenwalder Pass in die Spitze sprang von Fitkaus Schienbein ungewollt gegen die Laufrichtung seines Keepers und trudelte trotz Lindners verzweifeltem Rettungsversuch ins eigene Tor.

Damit schien die Partie schon ihren erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch die Gastgeber gaben sich nicht auf und brachten die Unioner in der Schlussphase noch einmal in Bedrängnis. Spätestens nach der sehenwerten Direktabnahme von Mathias Reischert, die in der 89. Minute zum 1:2 im langen Eck des Fürstenwalder Tores einschlug, mussten die mitgereisten FSV-Union zittern. Erst nach fast vier Minuten Nachspielzeit erlöste sie der souverän leitende Schiedsrichter Rasmus Jessen mit dem Schlusspfiff.

Für den Fürstenwalder Trainer Matthias Maucksch war damit das vorher ausgegeben Ziel erreicht: "Wir wollten hierher kommen und drei Punkte mitnehmen. Das ist uns gelungen. Über die Art und Weise kann man sich immer streiten. Wir waren bemüht, bei schweren Bedingungen das Spiel zu machen. Das sah manchmal gut aus, manchmal auch weniger. Wir hatten zuviele Fehlabspiele und Ungereimtheiten in unserem Angriffsspiel. Gleich nach der Pause hätten wir den Worten in der Halbzeit Taten folgen lassen können, wir machen den Riesen aber nicht. So müssen wir uns beim Gegner bedanken, dass sie noch selbst ein Tor für uns schießen."

Schöneiches Trainer Sebastian König sah sich nach dem dritten Rückrundenspiel ohne Punkt an den Beginn der Hinserie erinnert: "Wir haben ein sehr ordentliches Heimspiel gemacht, aber haben es einfach verpasst, uns zum richtigen Zeitpunkt auch zu belohnen. Du gehst in Rückstand und weißt garnicht so richtig warum und ärgerst dich natürlich darüber. Wenn man dann aber das Eigentor sieht, hat man es im Gefühl und weiß, in welche Richtung es heute geht. Ich bin schon enttäuscht, weil über 60 bis 70 Minuten mehr drin war. Nach dem zweiten ordentlichen Heimspiel in diesem Jahr stehen wir wieder ohne Punkte da, daran werden wir arbeiten müssen. Trotzdem Hut ab vor der Truppe für die Moral und den Einsatzwillen."