Montag 06.02.12 11:24 Uhr
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Foto: Harald Mini
Autor: Thomas Seidl      Kreisliga Bayerwald     Interviews      1.758 Aufrufe

Fürstenecks Wandel

Tolle Entwicklung beim Bayerwald-Kreisligisten: Vom Abstiegskandidaten zum Aufstiegsanwärter +++ FuPa-Interview mit Spielertrainer Klaus Habereder

Vor einem Jahr stand es gar nicht gut um die DJK Fürsteneck. Die junge Mannschaft steckte mitten im Kreisliga-Abstiegskampf und mit Thomas Köberich und Karl Hobelsberger wurden in der Spielzeit 2010/2011 schon zwei Trainer verbraucht. Mit dem Hohenauer Klaus Habereder (33) gab man einem Trainerneuling die Chance sich in dieser kritischen Situation zu beweisen. Der Defensivspieler übertraf die Erwartungen und mittlerweile haben sich Weber, Öller, Gahbauer und Kameraden zu einem Aufstiegsanwärter entwickelt.

FuPa: Klaus, das vergangene Jahr lief für dich und die DJK Fürsteneck mehr als gut. Du kannst rundum zufrieden sein, oder?
Klaus Habereder (33): Auf jeden Fall. Wir haben 2011 nur drei Pflichtspiele verloren. Der Klassenerhalt in der Vorsaison wurde auf souveräne Art und Weise geschafft. Den tollen Lauf konnten wir in die neue Saison mitnehmen und es läuft bisher wie am Schnürchen. Ich bin sehr zufrieden.

Aber wenn man über einen solch langen Zeitraum so gut und erfolgreich spielt, kann man das nicht nur an einem Lauf festmachen. Was ist euer Erfogsrezpet?
Wir haben viele junge, talentiere und willige Fußballer, die sich in den letzten Monaten enorm weiterentwickelt haben. Die Einstellung passt und vor allem die taktische und allgemeine Disziplin wurde deutlich verbessert. In den letzten Jahren gab es immer wieder unnötige Platzverweise, die das Team geschwächt haben. Das gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Durch die Erfolge ist natürlich auch das Selbstvertrauen enom gestiegen.

Du hast ja bei deinem Amtsantritt gleich ein Zeichen gesetzt und im Abwehrbereich auf eine Viererkette gesetzt. Eine Systemumstellung mitten im Abstiegskampf - hattest du da gar keine Bedenken?
Nein, denn ich bin von diesem System überzeugt. Wir spielen ein variables 4-4-2, was meinem Team liegt. Ich habe den Verantwortlichen bereits bei den ersten Gesprächen gesagt, dass ich vom Libero abweichen werde. Die Mannschaft zeigte sich sehr aufgeschlossen und lernwillig und hat die Veränderungen problemlos umgesetzt. Wir vertrauen auf unsere Mechanismen und sind von unserem System bisher nur einmal abgewichen. Das ging aber gründlich in die Hose, denn wir vergeigten das Spitzenspiel gegen Untermitterdorf klar mit 1:5.

Ein Erfolgsgarant: die verbesserte Disziplin.


Es sind jetzt 20 Spiele gespielt - mit 46 Punkten rangiert ihr auf dem zweiten Tabellenplatz. Mit welcher Zielsetzung geht ihr in die restlichen zehn Partien?

Wir haben auf den Rangdritten Zwiesel einen Vorsprung von vier Punkten, der Rückstand zum Leader Untermitterdorf beträgt drei Zähler. Wir möchten Zwiesel auf Distanz halten und Untermitterdorf jagen. Ich hoffe, dass uns das gelingt.

Ist ein möglicher Aufstieg ein Thema bei der DJK Fürsteneck?
Im Umfeld wird bereits viel von der Bezirksliga geredet. In der Mannschaft gibt es sicherlich auch den ein oder anderen Spieler, der vom Aufstieg träumt. Aber im Frühjahr kann sich noch viel tun, es sind noch 30 Punkte zu vergeben. Bisher haben wir nur eines erreicht - wir können nicht mehr absteigen.

Angenommen es würde mit dem Sprung in die Bezirksliga klappen. Hätte die DJK Fürsteneck das notwendige Rüstzeug für die Bezirksliga?
Die Fürstenecker sind ein fußballbegeistertes Volk. Unsere Zuschauer haben Bezirksligaformat. Sollten wir wirklich aufsteigen, dann müssen wir unsere Mannschaft aber qualitativ und quantitativ verbessern. Wir würden drei, vier neue Spieler brauchen, denn durch die Ligenreform wird das Niveau der Bezirksliga bestimmt steigen.

»Die Fürstenecker sind ein fußballbegeistertes Volk.«


Du bist ja ein Hohenauer Urgestein. Der Abschied bei deinem Heimatverein verlief nicht unbedingt harmonisch. Ist es ein persönliche Genugtuung für dich, dass du so weit vor den hoch gehandelten SVlern rangierst?

Mir wäre es lieber gewesen, wenn Hohenau in der Bezirksliga geblieben wäre. Die Mannschaft hat einen hervorragenden Kader und war mein persönlicher Meisterschaftsfavorit. Wir haben beim 3:3 daheim auch zwei Punkte liegengelassen. Für mich persönlich ist es zwar ein schöne Momentaufnahme, aber es ist ein komisches Gefühl, wenn man gegen den Verein spielen muss, bei dem man 26 Jahre aktiv war und dort Höhen und Tiefen mitgemacht hat.

Wie schaut deine persönliche Zukunft aus? Bleibst du der DJK Fürsteneck erhalten?
Bisher gab es über dieses Thema mit den Verantwortlichen keinerlei Gespräche. Daher ist meine Zukunft völlig offen.



Tabelle
1.SC 1919 Zwiesel (Ab) 2937 65
2.FC Untermitterdorf (Auf) 2938 62
3.DJK Fürsteneck 2943 61
4.TSV-DJK Oberdiendorf (Auf) 2932 52
5.SV Perlesreut 2923 48
6.SV Riedlhütte 29-4 44
7.SV Hohenau (Ab) 292 41
8.TSV Ringelai 29-18 39
9.SV Neudorf (Auf) 292 39
10.1. FC Viechtach (Auf) 296 37
11.SpVgg Teisnach 29-1 34
12.SV Bischofsmais 29-9 34
13.FC Dreisessel 29-14 31
14.SV Zenting 29-15 30
15.SV Wildenranna 29-34 24
16.1. FC Bad Kötzting II (Ab) 29-88 5
Direkter Vergleich bei Punktgleichheit
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