
In Zukunft stehen also keine Derbys mehr gegen Rhoden, Altenlotheim, Adorf oder Bad Arolsen an, sondern die ganz großen Spiele. „Das Niveau wird wachsen. In der Verbandsliga wird richtig Fußball gespielt. Das ist eine große Herausforderung“, so Schäfer. Der freut sich nicht nur auf die Derbys gegen Korbach und Willingen, sondern auch auf neue Stadien, zum Beispiel im Fuldaer Raum.
Das Derby schlechthin ist für ihn das Spiel gegen Gilsa/Jesberg/Waltersbrück. Und: „Wir haben viele Spiele, die vor der Haustür sind, zum Beispiel Sand oder Gilsa. Wir haben aber auch Schwalmstadt und die Kasseler Vereine. Das sind alles Spiele, die auf einem richtig guten Niveau stattfinden werden.“
Um Fehler in der nahezu perfekten Saison der Schäfer-Elf zu finden, muss man schon genau hinschauen. Denn in diesem Jahr sind sich die Fußballfans einig: Selten gab es einen verdienteren Gruppenliga-Aufsteiger, wie in diesem Jahr. Ganze zwei Niederlagen leistete sich die SG bis jetzt. Und wenn man mal überraschend Punkte liegen ließ, dann patzten auch die direkten Konkurrenten.
Pleite als Anfang des ErfolgsUm mit der Erfolgsgeschichte der SG Bad Wildungen/Friedrichstein anfangen zu können, muss man schon in die Vorsaison blicken. Die Mannschaft startete in die Saison 2011/12 extrem schwach und fand sich im Tabellenkeller wieder. Carsten Laun übernahm als Spielertrainer das Amt von Oliver Dephilipp und führte das Team in die Winterpause.
Anschließend begann die Erfolgsgeschichte von Jörg Schäfer, der mit der Mannschaft eine überragende Rückrunde spielte und erst am letzten Spieltag die Chance auf den Relegationsplatz verpasste. Durch eine 1:3-Niederlage beim TSV Zierenberg zerplatzte der Traum von der Verbandsliga völlig überraschend. Schäfer erinnert sich: „Die Mannschaft war sehr enttäuscht. Wir haben alle geglaubt, Zierenberg zu schlagen. Das es nicht geklappt hat, war schon bitter.“ Aber es war die Initialzündung für diese Saison: „Wir wollten da gleich von Beginn an oben dranbleiben“, sagt der Coach.
Man darf gespannt sein, wie sich die Mannschaft nun in der Verbandsliga schlagen wird. Der Erfolgscoach ist optimistisch. „Wenn wir es nicht gewollt hätten, hätten wir schon zurückgezogen. Ich denke, die Mannschaft kann sich in der Liga messen und es ist möglich, die Klasse zu halten.“
Zur neuen Saison hat bereits der gesamte Spielerstamm zugesagt. Außerdem steht Torhüter Sven Engelhardt vom SC Willingen bereits als Neuzugang fest.