2026-03-13T07:45:35.464Z

Ligavorschau

Flutlicht-Derby in Nordhessen

KSV Hessen Kassel empfängt KSV Baunatal +++ Bei diesem Deby geht es um mehr als das Prestige

von gelöscht gelöscht · 20.03.2014, 16:05 Uhr · 0 Leser
<b>F: Krommes</b>
<b>F: Krommes</b>
Am Freitag Abend (19 Uhr) treffen der KSV Hessen Kassel und der KSV Baunatal wieder einmal zum altbewährten Nachbarschaftsduell aufeinander. Dabei passte die Bezeichnung "Sechs-Punkte-Spiel" selten besser zu einer Begegnung als zu dem anstehenden Derby im Kasseler Auestadion.

Im November 2003 - damals spielten beide Mannschaften noch in der Hessenliga - gab es im Vorfeld der Partie KSV Baunatal - KSV Hessen ein kleines Wortduell zwischen den trainern der beiden Vereine. Auf den Baunataler Vorschlag, die Partie am Abend zuvor auszutragen, erwiderte der damalige Löwen-Trainer Thomas Freudenstein, dass dies den Bio-Rythmus seiner Spieler durcheinanderbringen würde. Beim Derby im Parkstadion vor 6.000 Zuschauern war dann auf Seiten der Kasseler Anhänger ein Transparent mit der Aufschrift "Ihr habt Flutlicht, wir haben Fans!" zu lesen.

Zehneinhalb Jahre später hat der KSV Hessen Kassel längst das einst ersehnte Flutlicht und befindet sich auf gutem Wege, die in der Vorrunde teils vergraulten Fans wieder zurückzugewinnen. Zum Derby gegen den KSV Baunatal hofft man dementsprechend auf eine große Zuschauerkulisse. Das Hinspiel in Baunatal sahen immerhin circa 8.000 Besucher. Andreas Mayer und Sebastian Schmeer erzielten Anfang September vergangenen Jahres die Tore beim 2:0-Auswärtssieg der Löwen. Für Schmeer, einst Torschützenkönig für den KSV Baunatal in der Hessenliga, war es der zweite Saisontreffer. Mittlerweile hat er sieben Treffer auf seinem Konto, vier davon erzielte er in den vergangenen vier Partien. Im Auestadion traf außer Sebastian Schmeer noch keiner im Jahr 2014 ins Tor.

Beim anstehenden Derby geht es aber nicht nur um Prestige oder das Duell von Spielern mit ehemaligen Mannschaftskameraden. In erster Linie geht es natürlich um Punkte und davon können beide Vereine in dieser Saison noch einige gebrauchen. Der KSV Hessen, in diesem Jahr noch ungeschlagen, steht knapp über der Abstiegsgrenze und könnte mit einem Sieg vom 13. bis auf den 10. Tabellenplatz vorrücken. Der KSV Baunatal steckt weiterhin auf dem vorletzten Rang fest, könnte den Abstand zu den nächsthöheren Rängen mit einem Erfolg in Kassel jedoch verkürzen und damit neuen Mut für die folgenden Aufgaben fassen.

Nach zwei remis gegen Offenbach und Homburg verloren die Baunataler zuletzt das Heimspiel und den neuen Stammtorhüter Jeromé Reisacher gegen Spitzenreiter SC Freiburg II. Im Kasten dürfte am Freitag Abend daher wieder Kim Sippel stehen. Samet Davulcu hat seine Gelbsperre abgesessen, die zuletzt angeschlagenen Ex-Löwen Jan-Niklas Hanske und Florian Heussner brennen auf einen Einsatz gegen ihren ehemaligen Club. Dies dürfte auch für manch anderen Baunataler Spieler gelten, inklusive Spielertrainer Tobias Nebe.

Beim KSV Hessen Kassel dürfte neben Prestige und Punkten auch die Bereinigung der Statistik eine kleine Rolle spielen. Seit Neubeginn in der Kreisliga gab es bislang 14 Pflichtspiel-Partien gegen den KSV Baunatal (9 Liga-Spiele und 5 Pokal-Partien). Dabei traten die Löwen sechs mal als Gastgeber an, gewannen von diesen Partien allerdings nur eine. Beim Nordhessen-Derby war das Parkstadion für die Kasseler meist das bessere Pflaster. Dort gewann man sechs von acht Spielen.