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Team Rückblick

Feldkirchen trennt sich von Griesbeck

Berufliche Gründe maßgeblich für Ende der Zusammenarbeit +++ Kapitän Florian Bernhard wird Spielertrainer bis Saisonende

von Tobias Wittenzellner · 07.03.2012, 23:35 Uhr · 0 Leser
Christian Griesbeck (rechts) ist nicht mehr Trainer in Feldkirchen. Foto: Dieter Siering
Christian Griesbeck (rechts) ist nicht mehr Trainer in Feldkirchen. Foto: Dieter Siering
Für den SV Feldkirchen verläuft die bisherige Spielzeit in der A-Klasse Straubing alles andere als planmäßig. Bereits 13 Zähler beträgt der Rückstand auf den Relegationsrang, der ersehnte Aufstieg muss schon zur Winterpause abgehakt werden. Nach dem Scheitern in der Aufstiegsrelegation im vergangenen Jahr (0:4 gegen FC Straßkirchen) der nächste Rückschlag für den ehemaligen Kreisligisten, bei dem im Sommer Christian Griesbeck (41) das Traineramt von Udo Ziegler (42) übernommen hatte. Doch schon jetzt trennen sich die Wege des Vereins und des Übungsleiters wieder.

„Nach dem Erreichen der Relegation im Vorjahr wollten wir heuer schon wieder um die Aufstiegsplätze mitspielen. Leider haben wir dieses Ziel schon im Winter aus den Augen verloren. Daher ist die Bilanz der bisherigen Saison natürlich negativ für uns und auch der Tabellenplatz nicht zufriedenstellend“, bilanziert Abteilungsleiter Werner Krempl. Allerdings sei die sportlich enttäuschende Situation nicht ausschlaggebend für die Trennung von Griesbeck, vielmehr seien es berufliche Gründe, die zu dieser Entscheidung geführt haben.

Trennung in gegenseitigem Einvernehmen

„Wir wollten eigentlich mit Christian für die kommende Saison verlängern – auch auf Wunsch der Mannschaft. Leider kann er aber das Traineramt berufsbedingt für die neue Saison nicht mehr ausüben und wäre auch in der Rückrunde nicht mehr hundertprozentig zur Verfügung gestanden. Daher haben wir uns in gegenseitigem Einvernehmen und absolut freundschaftlich ab sofort getrennt, damit er sich auf seine anstehenden beruflichen Aufgaben konzentrieren kann und erst gar keine negativen Stimmen aufkommen“, erklärt Krempl, der dem langjährigen Bezirksligaspieler des RSV Ittling aber ein gutes Zeugnis ausstellt. „Christian ist mit großem Elan gestartet und hat einige taktische Neuerungen, unter anderem die Viererkette eingeführt. In den ersten Spielen haben die Ergebnisse zwar noch nicht gestimmt, allerdings war seine Handschrift schon deutlich zu erkennen. Durch die schlechte personelle Situation sind wir dann in eine kleine Abwärtsspirale gekommen, die wir nicht mehr aufhalten konnten. Christian war aber stets voll motiviert und war auch bei den Spielern voll akzeptiert“.
Bis zum Sommer wird nun Kapitän Florian Bernhard als Spielertrainer fungieren. „Florian möchte schon länger in diese Tätigkeit reinschnuppern und war auch bei uns im Nachwuchsbereich bereits als Trainer tätig. Er genießt unser absolutes Vertrauen und die Mannschaft steht auch komplett hinter dieser Entscheidung“, sagt der SV-Fußballchef, für den diese Lösung aber nicht auf Dauer sein soll. „Für die neue Saison suchen wir bevorzugt einen Spielertrainer, der unserer jungen Truppe (Durchschnittsalter 23 Jahre) vor allem in entscheidenden Spielsituationen auf dem Platz den nötigen Halt gibt. Wir führen auch schon Gespräche mit einigen Kandidaten und hoffen diese Personalie bis Ende März erledigt zu haben, um dann die Planungen für die neue Saison weiter vorantreiben zu können“.

Personelle Veränderungen in der Winterpause

Beim SV F ist dies schon die zweite gravierende Veränderung in der Winterpause, nachdem man schon seinen Torjäger Patrick Biendl zum FC Aiterhofen ziehen lassen musste. Als Ersatz konnten die Verantwortlichen den ehemaligen Spieler Sebastian Braun zurückgewinnen. Der 26-Jährige kommt vom SV Salching, hatte aber zuletzt eine fußballerische Pause eingelegt. Zudem wird in der Rückrunde auch Stammtorhüter Dominik Baumgartner aufgrund eines beruflichen Auslandseinsatzes nicht mehr zur Verfügung stehen. Für ihn wird Torwarturgestein Christian Rajdl ein Comeback zwischen den Pfosten geben. „In der Frühjahrsrunde denken wir nur noch von Spiel zu Spiel und wollen noch den ein oder anderen Verein vor uns ein wenig ärgern. In der neuen Saison wollen wir wieder einen neuen Angriff auf die Spitzenplätze starten, unsere Mannschaften zusammenhalten und mit dem neuen Trainer, der vorhandenen Truppe und der ein oder anderen punktuellen Verstärkung nach einigen Jahren wieder aus der A-Klasse rauskommen“, so Krempl abschließend.