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Dienstag 13.06.17 17:30 Uhr|Autor: Arne Taron1.146

Dorbritz geht ohne Wehmut

Der Coach des FC Hansa II beendet nach 35 Jahren seine Trainer-Karriere

Für Gerald Dorbritz (67 Jahre) war das letzte Saisonspiel der „Zweiten“ des FC Hansa in der Fußball-Oberliga bei Hertha 03 Zehlendorf (2:3) der Schlusspunkt unter seine lange Trainerlaufbahn. Sein Nachfolger zur neuen Saison wird Felix Dojahn. NNN-Mitarbeiter Arne Taron sprach mit Gerald Dorbritz.



Platz zehn mit 38 Punkten – wie fällt Ihr Fazit zur abgelaufenen Oberliga-Saison aus?

Gerald Dorbritz: Letztlich entspricht diese Platzierung in etwa den Erwartungen. Sicher wäre nach oben etwas mehr drin gewesen. Entscheidend dafür, dass wir nicht besser abgeschnitten haben, war, dass die Unterstützung aus der Profi-Abteilung nicht so stattfand, wie es eigentlich vor der Saison kommuniziert wurde. Herr Brand (der Ex-Profi-Coach Christian Brand – d. Red.) hatte zu einem gewissen Zeitpunkt entschieden, keine Spieler mehr runterzuschicken oder allen frei zu geben. Das war dann halt so. In gerade einmal der Hälfte der Spiele halfen bei uns Profis aus der ersten Mannschaft, mussten wir uns mit unserem doch schmalen 15- Mann-Kader und teilweise A-Junioren behelfen.

Wen kann man aus Ihrem Team hervorheben?

Hervorheben möchte ich eigentlich keinen. Alle haben sich entsprechend ihrer Qualität bemüht. An der Einstellung und der Leistungsbereitschaft hat es nie gelegen, da kann man den Jungs keinen Vorwurf machen.

Sie waren insgesamt 35 Jahre als Trainer oder Verantwortlicher – davon 29 Jahre bei Hansa sowie jeweils drei Jahre Schwerin und Cuxhaven – tätig. Wie groß ist die Wehmut?

Wehmut ist nicht dabei. Mir war ja vor der Saison klar, dass dies meine letzte Station als Trainer sein wird, und so kam es ja nun auch. Darauf konnte ich mich vorbereiten, und das ist dann Normalität.

Gab es einen Zeitpunkt in der Saison, wo Sie dieses letzte Engagement bereut haben?

Nein, den gab es nicht. Ich hatte mich ja vor der Saison dazu entschieden, das zu machen, und es war auch sofort klar, dass es eben nur diese eine Saison sein würde.

Wie werden Sie nun die „freie Zeit“ nutzen?

Viele andere Sachen im privaten Bereich sind im letzten Jahr natürlich liegen geblieben, die kann ich nun abarbeiten. Langeweile wird da sicherlich nicht aufkommen.

Sie haben in der Saison auch Kritik an der Ausrichtung der zweiten Mannschaft geübt. Wo wird Ihrer Meinung nach der Weg von Hansas U 23 hinführen?

Das war und ist richtig. Wir bekamen keine Unterstützung mehr und hatten selbst kaum Leute. Das war, wie schon gesagt, anders abgesprochen und hat mich natürlich geärgert. Die Rahmenbedingungen werden sich sicher kaum ändern. Der Kader wird recht klein bleiben, aber der Überhang aus dem Profi-Bereich soll und muss auch seine Einsätze bekommen, und das kontinuierlich. Die guten Zeiten, in denen wir mit der zweiten Mannschaft das Niveau in der Oberliga mitbestimmten, sind allerdings vorbei. Wir haben ein sehr bescheidenes Budget, und das wird auch so bleiben, da machen uns selbst aus dem eigenen Bundesland nahezu alle Teams etwas vor. Und wenn jemand 150 Euro mehr bekommen kann, geht er halt dann dahin.

 
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