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Montag 20.03.17 09:55 Uhr|Autor: MOZ.de / Hans Eberhard284
Klassenerhalt scheint nicht mehr zu schaffen: Der 1.FC Frankfurt gibt gegen Anker Wismar erneut eine Führung her und verliert. Archiv-Foto: T. Sabin

FC Frankfurt gibt frühe Führung kurz vor Schluss ab

MIT VIDEOS: Der FC Anker Wismar eringt erst spät den Dreier gegen den 1.FCF

Oberligist 1. FC Frankfurt hat sein Heimspiel gegen Anker Wismar mit 1:2 (1:0) verloren. Damit bleiben die Oderstädter Letzter in der Nord-Staffel.





1:2 (1:0) gegen Wismar - das war es wohl für den 1. FC Frankfurt mit der Oberliga. Nur ein großes Wunder könnte die Oderstädter noch vor dem Abstieg retten. Aber daran glaubt kaum einer mehr ernsthaft nach der 15. Niederlage.

Wie davor gegen Zehlendorf konnte der 1. FCF die 1:0-Pausenführung nicht über die Zeit bringen. Ein frühes Traumtor von Robin Grothe - ein 25-Meter-Schuss aus halblinker Position in den rechten Dreiangel - reichte am Ende wieder nicht zum ersten Heimsieg.


1. FC Frankfurt (Oder) - FC Anker Wismar
Oberliga Nord | 6.993

Dabei hatten die Oderstädter vor allem in der besseren ersten Hälfte mehrere gute Möglichkeiten (Max Zimmer, John Lukas Sauer). Sie gestatteten den Gästen bei böigem Wind nicht eine einzige Chance in der insgesamt jedoch niveauarmen Partie.

Nach dem Seitenwechel investierte der FC Anker ohne seine Torjäger Erdogan Pini und Franz Walther Schlatow mit dem Wind im Rücken mehr in die Offensive - und kam spät zum Erfolg. Ein Sauer-Foul an Marcel Ottenbreit ebnete den Weg, der Portugiese Ivanir Pais-Rodrigues verwandelte den Elfer sicher. Und nach Eckstoß stürzte Tom Ney mit Kopfball die Gastgeber und ihren klein gewordenen Anhang wieder einmal in die große Enttäuschung. "Uns fehlt die Cleverness, um selbst einmal einen Strafstoß herauszuholen", beklagte der Frankfurter Coach Robert Fröhlich. "Und unsere Zuordnung in der Defensive stimmte später nicht mehr." Sein Gegenüber Cristiano Dinalo Adigo, einst 32-facher Nationalspieler des Benin, zeigte sich zufrieden, stolz: "Kompliment, tolle Moral."

Mit den starken Windböen, die zweimal die unbesetzte Ersatzbank mit halbrunder Plexiverglasung umgeworfen hatte, kamen die Mecklenburger immer besser zurecht, hielten den Ball flach. Ihre Zuspiele wurden zum Schluss hin etwas präziser. Doch nach den vergebenen Anker-Chancen für Suzan Ilijazi und Sahid Wahab hatten die Gastgeber ihren zweiten Saisonsieg selbst in der Hand (besser: auf dem Fuß), versäumten aber das 2:0 und 3:0 zu machen.

Am Wollen hat es nicht gelegen. Die Mannschaft betrieb einen großen Laufaufwand, scheute keinen Zweikampf. Das muss man auch solchen Jungspunden wie Zimmer, Sauer oder Lars Wiedenhöft (alle 19) attestieren, die nun wahrlich keine Filigrantechniker sind. Es fehlt am Können, an der Qualität, an der Reife. Und wenn personelle Probleme hinzukommen (Fiebig, Asani, Weyer, Aniol fehlten), wenn Verteidiger und Ersatzkapitän Erik Huwe überraschend die Sturmspitze besetzen muss, dann sieht es weiterhin trübe um die Offensive (und Defensive) aus. Das Torverhältnis des Kellerkindes nach 20 Spieltagen spricht Bände: 19:56.

 
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