
Abstiegskampf pur herrscht am Sonntag in Großalmerode, wo die SG Reinhardshagen gastiert. FC-Trainer Osman Duygu erwartet "das schwierigste Spiel der Saison". ,,Mit einen Sieg ist für uns sogar der direkte Klassenerhalt möglich. Wenn Reinhardshagen gewinnt, sind sie gerettet. Dementsprechend erwarte ich zwei Teams, die um jeden Zentimeter kämpfen werden", so der Übungsleiter des FC, der mit seinem Team die letzten drei Partien überzeugend gewonnen hat und daher sein Team leicht im Vorteil sieht. Personell kann Duygu wohl aus dem Vollen schöpfen. Max Scholz ist zwar leicht angeschlagen, aber dennoch werde es wohl für das Spiel reichen. Er appeliert zudem an die Zuschauer, nach Großalmerode zu kommen. ,,Jeder, der ein gutes und kampfbetontes Spiel sehen möchte, muss am Sonntag nach Großalmerode kommen. Solche Spiele kommen nicht so oft vor", so der Cheftrainer des Schlusslichts. Die SG Reinardshagen hat am vergangenen Wochenende gegen Türkgücü seine kurzzeitige Schwächephase überwunden und mit 3:1 wieder den ersten Sieg nach zuvor vier sieglosen Spielen gefeiert. Die Ausgangslage für die Dopatka-Elf ist zwar gut, aber auch gefährlich. Bei einem Sieg wäre die SG gerettet und der Klassenerhalt (wohl) perfekt, bei einer Niederlage aber droht sogar noch der Abstieg. Laut der Facebook-Seite des Vereins, wäre man in Reinhardshagen auch schon mit einem Punktgewinn zufrieden. Eine Niederlage solle aber vermieden werden.
Auf fünf Punkte ist der Vorsprung des BC Sport in der Tabelle auf den TSV Rothwesten angeschrumpf, was aber daran liegt, dass der TSV eine Partie mehr auf dem Konto hat und bereits am Dienstag gegen Schauenburg mit 3:2 gewonnen hat. Nun erwartet Klassenprimus BC Sport am Sonntag ebenfalls die Spielgemeinschaft aus Schauenburg. Bei einem Sieg wäre der Punktevorsprung von Harez Habib und Co. wieder auf acht angewachsen und damit die Meisterschaft so gut wie perfekt. Die Generalprobe beim Zientek-Team ist unter der Woche eindrucksvoll gelungen. Im Achtelfinale des Kreispokals gewann der Tabellenführer mit 17:0 gegen A-Ligist Hermania Kassel und schoss sich schon warm für die Aufgabe in der Liga. Im Viertelfinale erwartet der BC nun Hessenligist OSC Vellmar. Schauenburg hat als Elfter den Klassenerhalt noch nicht rechnerisch perfekt, aber dürfte dennoch nicht mehr in Abstiegsgefahr geraten. Grundlage dafür waren die sieben Punkte, die die Förster-Truppe im April gegen Wolfsanger, Baunatal II und Immenhausen sammelte. Nichts zu jubeln gab es beim Hinspiel im Oktober. Mit 0:2 unterlag man den designierten Meister.
Bereits heute empfängt die Baunataler Eintracht den TSV Wolfsanger. Die Gastgeber gehen als Favorit in die Partie. Waren beide Mannschaften in der Hinrunde noch im oberen Mittelfeld platziert, haben sich in der Rückserie nur die Großenritter dort gehalten. Wolfsanger ist auf der Gegenseite mit acht Zählern die zweitschlechteste Rückrundemannschaft. Gerade in der Defensive traten häufig Lücken auf und 25 Gegentreffer in den elf Begegnungen der zweiten Saisonhälfte sprechen nicht für die Truppe von Trainer Oliver Frank. Fünf Niederlagen in Folge setzte es zuletzt für den Verbandsligaabsteiger, der froh ist, wenn die Saison endlich zu Ende ist. Die Eintracht aus Baunatal kann bei einem Sieg den dritten Rang festigen und in der kommenden Spielzeit einen erneuten Anlauf in Richtung Aufstieg nehmen.