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Sonntag 16.07.17 19:00 Uhr|Autor: Klaus Högl617
Der FC Amberg (in Gelb) hatte zum Start in die neue Bayernligasaison die 2. Mannschaft der Würzburger Kickers zu Gast am Schanzl. Foto: Brückmann

Heimniederlage zum Saisonauftakt

FC Amberg verliert gegen den FC Kickers Würzburg II mit 1:3 (1:1). Jan Fischer trifft für die Elf von Trainer Lutz Ernemann.

Amberg. Aller Anfang ist schwer, sagt der Volksmund. Stimmt nicht, wie das erste Saisonspiel des FC Amberg daheim gegen die Kickers-Reserve aus Würzburg gezeigt hat. Denn der FC Amberg begann das Auftaktmatch in der Fußball-Bayernliga Nord gegen die Mainfranken alles andere als schlecht und war von Beginn an eigentlich leicht dominierend.



Die Jugendelf des Lutz Ernemann hat vor der Pause durchaus überzeugen können, da konnte man ihr Motivation wahrlich nicht absprechen. Die Amberger verzeichneten schon in den ersten zehn Minuten drei Ecken und spielten gefällig gegen eine technisch gute Elf aus Würzburg, die aber nicht so richtig ins Laufen kommen wollte.

Neu formiert war sie, die Amberger Elf, mit Ermin Kojic, Pascal Tischler – mit Kevin Kühnlein wohl der beste im Amberger Team –, Fabian Helleder und Daniel Gömmel in der Abwehr. Kevin Kühnlein spielte im Mittelfeld und Sebastian Schulik vorne.

An den Zuschauern, zum Auftakt nur 272 Zahlende, hat’s auch nicht gelegen, sie waren der jungen, unerfahrenen Mannschaft durchaus wohlgesonnen, und zur Pause gab’s sogar Beifall, woraus sich ableiten lässt, dass der geneigte Zuschauer zufrieden war. Auch mit dem Halbzeitstand (1:1), wobei der FC Amberg bereits in der 19. Minute durch Jan Fischer in Führung gegangen war.

Das war so etwas wie der Ausdruck besser strukturierten Spiels. Tammo Klesse schoss bei einer Abwehraktion im eigenen Strafraum auf der linken Abwehrseite Sebastian Schulik an, von dem prallte der Ball zu Jan Fischer, und das war dann der erste Torschütze des FC Amberg in der neuen Saison.

Die Würzburger hatten in dieser Phase sogar noch Glück, es hätte nämlich auch schon 2:0 stehen können, Josef Burghard aber rettete auf der Linie (13.) nach einem Kopfball von Kevin Kühnlein. Der war sozusagen der Abräumer im Mittelfeld, war bei Ecken und Flanken meist vorne zu finden.

Es hat im Grunde ganz gut geklappt, bis die Würzburger dann mit Alban Peci und Onur Ünlücifci sowie Ioannis Kiakos in der 38. Minute überraschend zum Ausgleich kamen. Das 1:1 fiel, nachdem die Amberger Deckung mit einer gelungenen Kombination über Leonhard Langhans und Ünlücifci auf Strafraumhöhe ausmanövriert wurde und Letzterer nur mehr einschieben musste. Das war zum einen exzellent gespielt, zum anderen nicht konsequent genug von der Deckung – und passiert wars.

Fortan war im Amberger Gefüge irgendwie der Wurm drin, schleichend kamen Fehler im Abspiel, in der Deckung, im Vorwärtsgang und in den Zweikämpfen ans Tageslicht. Und vor allem: Der 20-jährige Ünlücifci aus Würzburg sollte zum Spieler das Tages werden, denn der junge Mann erzielte nach der Pause zwei weitere Tore und der FC Amberg konnte nicht mehr zulegen. Deshalb ging die Begegnung mit 1:3 verloren.

Ein Remis wäre auch nicht ungerecht gewesen, vor allem wenn man in Rechnung stellt, dass Ali Koller (54.) gegen Martin Popp auf der Linie rettete und Jan Fischer (58.) nach einer guten Einzelleistung an Torwart Humpenöder gescheitert ist. Ansonsten allerdings war bei der jungen Amberger Elf gegen die ebenfalls im Jugendstil daherkommenden Würzburger die Linie verloren gegangen.

Vielleicht war das zweite Tor der Schlüssel zur Niederlage: Ein Eckball von der linken Seite vom Torwart ausgesehen war lange in der Luft. Keeper Bleisteiner unterlief den Ball im Fünfmeterraum, praktisch in seinem absoluten Hoheitsgebiet, und am langen Eck stand der dreifache Torschütze goldrichtig.

Das dritte Tor war fein herausgespielt: Einen weiten Ball an die Grundlinie legte Langhans von der Torauslinie zurück auf den Elfmeterpunkt und dort stand frei und ungedeckt, zielsicher und erfolgreich Ünlücifci. Zum dritten und letzten Mal an diesem Tag.

Sie hätte nicht sein müssen, diese Niederlage, deshalb ist sie umso härter. Gleichwohl aber ist der FC Amberg wie auch in der letzten Saison mit einem Heimspiel in die Runde gestartet. Und das Fazit aus der Premiere: die Saison wird schwer.

 
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