ESV Forst 1990 schreibt Erfolgsstory
Neißestädter steigen erstmals in die Kreisliga auf
von Steven Wiesner · 20.07.2015, 16:32 Uhr · 0 Leser
F: VoigtSchon nach elf von 13 Spieltagen als Herbstmeister festzustehen, da hätte wohl vor der Saison niemand einen Pfifferling auf den ESV Forst 1990 gewettet. "Doch was Trainer Matthias Wittker und die Mannschaft über weite Strecken der Hinrunde ablieferten, war schon sensationell", lobt Frank Leopold vom ESV.
Nach 13 Spielen standen neun Siege, drei Unentschieden und eine Niederlage bei einem Torverhältnis von 44:11 Treffern zu Buche. Dabei stellte Forst mit Maik Warko (16 Treffer) auch den Führenden der Torschützenliste der 1. Kreisklasse/Nord.
Dabei hatte die Saison mit einem Debakel begonnen. Denn in der 1. Pokalrunde des Kreispokals setzte es eine derbe 0:14 Packung gegen Eintracht Peitz. Wie sich die Mannschaft allerdings in den Spielen nach dieser enormen Pleite präsentierte, war schon fast unheimlich. Man eilte von Sieg zu Sieg und blieb neun Spieltage ungeschlagen. Die Serie riss erst im 10. Saisonspiel - natürlich gegen die Reserve von Peitz.
Auch in der Rückrunde änderte sich nichts am erfolgreichen Lauf. Mit Hagen Broda und Sven Pikelke verpflichtete man zwei Trainer, die einiges an Erfolgen vorzuweisen hatten und so die Eisenbahner weiter nach vorn bringen sollten. So blieb man erneut neun Spiele in Folge ungeschlagen und musste sich erst am 20. Spieltag, wiederum gegen Peitz II, geschlagen geben. Nach einem Sieg gegen den Tabellendritten aus Merzdorf (2:1) stand aber bereits die Relegationsteilnahme mit acht Punkten Vorsprung auf Platz drei fest.
Nachsitzen wollten und mussten die Forster aber erst gar nicht. Das finale Saisonspiel verloren die Forster zwar klar und deutlich mit 0:5, doch leistete der SV Eintracht Drehnow Schützenhilfe, als man Eintracht Peitz II ein 1:1-Unentschieden abtrotzte. Damit hat es der ESV Forst 1990 nach 14 Jahren und zwei misslungenen Versuchen geschafft, in die Kreisliga aufzusteigen. Der größte sportliche Erfolg in der bisherigen Vereinsgeschichte.
Aber nicht nur die Leistung auf dem Rasen war ausschlaggebend, auch das Gesamtpaket stimmte diesmal. Leopold: "Dazu gehört Matthias Wittker, der das Team in der Hinrunde erfolgreich trainierte, das Ordnerteam, die Kantinencrew, den Grillmeistern, die Trikotwaschfrau, der Platzwart, die Sponsoren und die Fans, die die gesamte Saison, sei es bei Heim- oder Auswärtsspielen, immer zahlreich und treu hinter dem Team gestanden haben."