Ruderting schaffte die Rettung zweimal erst in der Relegationsrunde. Heuer strebte der 30-jährige einen Platz im Vorderfeld der Kreisliga Passau an. "Zumindest nicht in den Abstiegskampf verwickelt werden", lautete das Minimalziel des Übungsleiters. Nach sieben Spieltagen rangiert man mittlerweile auf einen direkten Abstiegsplatz. Die Punktabstände zu den Tabellenvordermännern sind zwar gering, doch Ersin ist mit seinen Kräften am Ende. "Mein Akku ist leer. Es geht einfach wahnsinnig an die Substanz, wenn man ständig gegen den Abstieg spielt. Man steht permanent unter Druck und das ist über Dauer zermürbend." Vor allem die vielen kapitalen Eigenfehler, die zu vermeidbaren Gegentreffer führten, machten dem Rudertinger Chefanweiser zu schaffen. "Im Training arbeiteten wir stets hervorragend. Im Spiel passierten dann Sachen, die teilweise unglaublich waren." Ersin hofft, dass diese fatalen Schnitzer unter seinem Nachfolger, der bisher noch nicht feststeht, minimiert werden.
»Weiterhin für Ruderting zu spielen, möchte ich nicht ausschließen«.
Er selbst will sich vorerst eine Auszeit vom Trainergeschäft nehmen, obwohl er sich mittelfristig wieder gut vorstellen kann, ein Team zu coachen. "In dieser Saison mache ich aber definitiv nichts mehr", erklärt der fußballbegeisterte Türke. Allerdings kann sich Ersin gut vorstellen weiter seine Fußballschuhe zu schnüren. Vor einigen Jahren musste Ersin aufgrund anhaltender Knieprobleme seine höherklassige Laufbahn beenden, mittlerweile geht es ihm aber wieder besser. "Mein lädiertes Knie bereitet mir derzeit wenig Sorgen. Beim Spiel in Bad Füssing habe ich mir aber wahrscheinlich das Innenband gerissen, deshalb werde ich wohl die nächsten Wochen pausieren müssen." Ob er vielleicht sogar weiterhin für den FC Ruderting auflaufen wird, ließ der Offensivspieler noch offen. "Ich habe zur Mannschaft und den Verantwortlichen ein sehr gutes Verhältnis. Ich möche nicht ausschließen, dass ich vielleicht sogar weiterhin für Ruderting spielen werde."




