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Ligabericht

Eisenstein lässt den PSV kurz vor Schluss jubeln

Dramatische Schlussphase in Wesel

von Rheinische Post / Stephan Giesen · 05.05.2013, 23:50 Uhr · 0 Leser

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Landesliga-Spitzenspiel: Stürmer des PSV Wesel erzielt mit einem Flugkopfball in der 89. Minute das 3:2-Siegtor gegen den Duisburger SV. Der Tabellenzweite dreht die Partie in der Schlussphase damit noch.

Schlagartig entlädt sich die angestaute Anspannung. Christopher Abel schlägt eine präzise Flanke. Sebastian Eisenstein sprintet in den Strafraum, ist schneller als sein Gegenspieler. Der Stürmer des Landesligisten PSV Wesel erzielt mit einem artistischen Flugkopfball das 3:2 (1:0)-Siegtor im Heimspiel gegen den Duisburger SV. Die Kicker auf der PSV-Ersatzbank tanzen vor Freude, die Feldspieler stürmen zur Eckfahne und brüllen ihren Jubel heraus – die Oberliga ist wieder ein Stück näher gerückt.

Es war die 89. Minute – der Höhepunkt eines Spitzenspiels, das für den PSV gestern zum Wechselbad der Gefühle wurde. "Phänomenal" und "unglaublich" sei diese Partie gewesen, so PSV-Trainer Roger Rütter anschließend. Über Vorlagengeber Christopher Abel, der in der 60. Minute für Necati Güclü in die Partie gekommen war, sagte der Coach: "Er ist der beste Einwechselspieler, den ein Trainer sich wünschen kann. Er ist sofort hellwach."

Torschütze Eisenstein wollte sein Licht nicht unter den Scheffel stellen. "Aber die Flanke von Christopher Abel war noch besser als mein Tor. Es ist ein tolles Gefühl, vor dieser Kulisse das entscheidende Tor zu erzielen", sagte Eisenstein nach der Partie vor mehr als 250 Zuschauern.

Auch wenn sich die Ausgangslage für den Tabellenzweiten nicht wesentlich verändert hat, weil der punktgleiche Spitzenreiter 1. FC Kleve sein Heimspiel gegen den 1. FC Bocholt mit 3:0 gewann, setzte der PSV doch ein Ausrufezeichen im packenden Titelrennen. "Dass wir das Spiel gedreht haben, zeigt die tolle Moral der Mannschaft. Das war eine große Energieleistung", lobte Rütter.

Der Gastgeber hatte es sich selbst zuzuschreiben, dass er überhaupt in die Bredouille geraten war. Nach der 1:0-Führung durch Eisenstein (25.) verpasste es der PSV, die Unzulänglichkeiten in der Duisburger Abwehr geschickter auszunutzen. David Mittelstädt (44.) vergab die beste Chance zum 2:0.

Der Gast, der auswärts bis gestern ungeschlagen war, nahm in Hälfte zwei Fahrt auf. Er brachte die bis dahin sichere PSV-Abwehr kräftig ins Wackeln. Bei den Gegentreffern in der 53. und 73. Minute zum 1:2 leistete der Gastgeber kräftig Hilfestellung."Wir wollten die Situationen spielerisch klären, anstatt den Ball einfach wegzuhauen", sagte Rütter, der seine Kicker dann aufforderte: "Wir müssen das Glück erzwingen."

Gesagt, getan. Der Gastgeber warf in der Schlussphase alles nach vorn und wurde belohnt. In der 81. Minute verwandelte Oliver Vos einen an David Mittelstädt verursachten Foulelfmeter zum 2:2, ehe Sebastian Eisenstein artistisch das Siegtor erzielte. In der Nachspielzeit sah ein Gäste-Akteur wegen eines groben Fouls die Rote Karte.

PSV Wesel: Erhart - Michels (84. Sengbusch), Vos, Assfelder, Sanders, Ley, Floris (9. Ecker), Mittelstädt, Grimm, Eisenstein, Güclü (60. Abel).