
Platz vier in der Kreisklasse Landshut (Saison 2009/2010), Platz drei in der Kreisklasse Laaber (2010/2011) und derzeit Platz zwei wiederum in der Kreisklasse Landshut – Die Bilanz der DJK SV Altdorf liest sich (ligaunabhängig) äußerst konstant und erfolgreich. Baumeister des Erfolges ist Trainer Christian Kobl. Der 41-Jährige steht nach einem Engagement als Spielertrainer beim SC Weihmichl (Durchmarsch von der A-Klasse bis in die Kreisliga) und als Trainer beim damaligen Kreisligisten SpVgg Niederaichbach, seit der Saison 2008/2009 auf der Kommandobrücke der Landshuter Vorstädter. In dieser Saison soll nach dem verpassten Aufstieg in der vergangenen Saison nun der große Wurf, sprich der Aufstieg, gelingen. Der DJK Chefcoach steht nun im FuPa Interview Rede und Antwort über die aktuelle Saison, die verpatze Rückrunde in der Kreisklasse Laaber 2010/2011 und über seine offene Zukunft als Fußballtrainer.
Das Interview:
FuPa: Hallo Christian. ¾ der Kreisklassen Saison ist bereits wieder Vergangenheit. Die DJK SV Altdorf steht derzeit mit 27 Punkten punktgleich mit dem TSV Baierbach auf dem Relegationsrang zwei. Zudem hat man mit dem Nachholspiel beim SC Buch am Erlbach (Ende März) noch ein Spiel in der Hinterhand. Wie fällt deine Bilanz über den bisherigen Verlauf aus?
Christian Kobl: „Hallo Leo, vorne weg marschiert wie erwartet Neufraunhofen und dahinter gibt es ein dichtes Gerangel um den zweiten Platz. Meine persönliche Bilanz mit der DJK Altdorf sehe ich mit einem lachenden und einen weinenden Auge, natürlich sind wir mit dem 2. Platz und einem Spiel in der Hinterhand zufrieden aber wenn man die Statistik genau liest, dass wir 9 Spiele( 6 Unentschieden und 3 Niederlagen) bis zur Winterpause nicht gewonnen haben, dann stimmt mich das schon sehr nachdenklich! Gründe dafür gibt es mehrere: Zum einen die mangelnde Chancenverwertung und zum anderen nahm der eine oder andere die Spiele auf die leichte Schulter und dachte sich, das werden wir schon irgendwie gewinnen. Aber man muss auch in der Kreisklasse mit einer 100%igen Einstellung ins Spiel gehen und jeden Gegner ernst nehmen.“
FuPa: Nach dem starken vergangenen Spieljahr in der Kreisklasse Laaber (Platz 3, 46 Punkte) haben euch viele Experten auch in dieser Saison als einen der Aufstiegsfavoriten auf der Liste. Zählt in diesem Jahr für die DJK nur einer der beiden Aufstiegsplätze?
Christian Kobl: „Unser Ziel war es um die vorderen Plätze mitzuspielen und den Zuschauern schönen und erfolgreichen Fußball zu bieten!!! Wenn wir nicht langfristig auf unsere Leistungsträger Brunner, Werosta, Caglar verzichten hätten müssen, wäre evtl. sogar noch mehr drinnen gewesen.“
FuPa: In der Kreisklasse Laaber hattet ihr nach 13 Spieltagen die Pole-Position mit sieben Punkten Vorsprung auf die Verfolger inne, in der Rückrunde reichte es aber nur noch zu drei Siegen und am Ende Platz drei, mit 14 Punkten Rückstand auf die Spitze. Was waren deiner Ansicht nach die Ursachen für diese grundverschiedenen Halbserien?
Christian Kobl: „Wir spielten letzte Saison eine überragende Vorrunde, es lief einfach alles für uns. Wir hatten kein Verletzungspech und vor allem nutzten wir fast jede Torchance aus! Dann kam zur Winterpause der schwer erklärliche Rückschritt! In der ganzen Liga wurden wir gelobt und es wurde uns bereits im November zur Meisterschaft gratuliert und einige Spieler dachten, wir sind bereits Meister und drehen in der Rückrunde nur eine Abschiedstour durch die Dörfer und lassen uns von den Zuschauern gratulieren und feiern und deswegen brachten wir in der Rückrunde kein Bein mehr vor das andere und mussten den ersten beiden Plätze aufgeben! Die spärliche Trainingsbeteiligung ergab dann sein übriges!“
FuPa: Da Du ja – wie bereits angesprochen – durch den Wechsel der Ligazugehörigkeit den direkten Vergleich von Kreisklasse Laaber und Kreisklasse Landshut hast, gibt es Unterschiede im Bezug auf den Fußball und die Vereine? Oder direkt im Bezug auf die DJK SV Altdorf, ist eine der beiden Ligen attraktiver für euch?
Christian Kobl: „Natürlich ist für die DJK die Landshuter Kreisklasse attraktiver durch das eine oder andere Derby und auch die Anreise zu den Spielen sind nicht ganz so weit wie in der Laaber Gruppe. Unterschiede finde Ich gibt es dahin das in der Laaber Klasse das Kämpferische Element im Vordergrund steht und in der Landshuter Gruppe eher das technische. Aber beide Klassen haben ihre individuelle Qualität.“
FuPa: Welche Ziele steckst Du Dir mit deiner Mannschaft bei der DJK mittel- und langfristig und wohin soll die Reise des Trainers Christian Kobl in Zukunft gehen?
Christian Kobl: „Mein kurzfristiges Ziel ist der 2. Platz in dieser Saison und über die Relegation den Sprung in die Kreisliga zu schaffen weil es der Verein, Vorstandschaft, Umfeld verdient hätte und den einen oder anderen Nachwuchsspieler in den Seniorenbereich einzubringen. Wo meine Reise als Trainer hingeht kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht beantworten. Es liegen 2,3 Anfragen von anderen Vereinen für die nächste Saison vor aber ich werde mich Anfang des neuen Jahres mit den Verantwortlichen der DJK zusammensetzen und wir werden die abgelaufene Saison analysieren und dann entscheiden wie es weitergeht.“
FuPa: Last but not least, dein Tipp über den Ausgang in der Kreisklasse Landshut. Gesucht werden der Meister, die Relegations- sowie Abstiegsplätze und wo die DJK SV Altdorf am Ende landet?
Christian Kobl: „Die Meisterschaft ist schon so gut wie entschieden und Neufraunhofen steht zu Recht auf Platz eins, weil sie eine intakte Mannschaft vorweisen können und einen schönen Fußball spielen. Der 2. Platz wird wahrscheinlich bis zum letzten Spieltag hart umkämpft werden, außer eine Mannschaft startet eine Siegesserie, aber ich hoffe natürlich, dass wir am Ende den 2. Platz belegen. Am Tabellenende wird es für Wörth und Buch sicherlich nicht einfach da noch mal rauszukommen, aber in dieser verrückten Liga ist noch alles möglich und es könnte noch die eine oder andere Mannschaft für eine positive oder auch negative Schlagzeilen sorgen.“
FuPa: Vielen Dank!
Christian Kobl: „Ich sage auch Vielen Dank für das Interview und wünsche allen Mannschaften ein schönes und erholsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr und vor allem eine verletzungsfreie Rückrunde.“