
Im Hinspiel behielten die Bogener Kicker mit 2:1 die Oberhand. Der Primus will diesmal den Spieß umdrehen, blickt dem Schlager aber gelassen entgegen. "Wir hegen keine Revanchegelüste. Wir beziehen unsere Motivation viel mehr auf die Freude auf ein geiles Spiel gegen einen geilen Gegner", sagt FC-Chefanweiser Rudi Vogl, der die Bedeutung des Topspiels relativiert. "Insgesamt sind in der Restrückrunde noch 30 Punkte zu vergeben - nach dem Spiel gegen Bogen sind es noch 27. Daher sollte man nicht die ganze Frühjahrsrunde auf diese zweifellos reizvolle Paarung reduzieren." In der siebenwöchigen Vorbereitung hat die FC-Truppe hart gearbeitet. "Wir haben intensiv an unseren Leitlinien gefeilt und wollen uns permanent verbessern."
Personell hat der 29-jährige Übungsleiter einige Probleme zu lösen. Vogl selbst laboriert an einer Knieverletzung, Kapitän Peter Hinterberger kehrt erst am Sonntag von einem studienbedingten Brasilien-Aufenthalt zurück. Neuzugang Rafael Palacios ist verletzt, Christoph Wimmer und Benedikt Wagner fallen ohnehin noch für längere Zeit aus. Zumindest Maxi Huber befindet sich seit eineinhalb Wochen wieder im Training und brennt auf einen Einsatz. Eine ergebnisgerichtete Zielsetzung lässt sich Rudi Vogl nicht entlocken. "Wir müssen sauber im System stehen und nach vorne unseren leidenschaftlichen Tempofußball spielen." Selbstbewusstsein ist bei den Dreiflüssestädtern aber definitiv vorhanden. "Wir spielen in unserem Stadion und das wird unser Spiel. Wir sind bereit für ein Vollgasspiel", betont Vogl.
Bogens Spielertrainer Florian Schrepel reist mit gemischten Gefühlen zum Rangersten. "Passau hat eine starke Mannschaft, die zurecht an der Tabellenspitze steht. Das Team ist sehr spielstark und dynamisch. Wir werden aber bestimmt unsere Möglichkeiten bekommen und wollen die Heimreise nicht mit leeren Händen antreten." Mit einem Auswärtsdreier könnten die Gäste die Tabellenführung zurückerobern. "Das wäre natürlich eine schöne Sache. Aber die Saison ist noch lang und es kann noch viel passieren - egal wie die Partie am Samstag ausgeht", meint Schrepel. Die Bogener Vorbereitung lief durchwachsen - erst in den beiden letzten Wochen konnte man auf dem Sportplatz trainieren.
"Wir mussten viel laufen und auch die Testspiele waren von Licht und Schatten geprägt. Allerdings machen uns die beiden letzten Wochen Mut, in denen wir überragend gearbeitet haben." Auch die Generalprobe klappte - Ligakonkurrent SpVgg Lam wurde mit 3:1 in die Schranken verwiesen. Schrepel, der das Spielgerät schon elfmal in die Maschen setzte, hält den Ball aber weiterhin sehr flach, was die Ziele der ambitionierten TSVler betrifft. "Wir wollen in die Landesliga und an dieser Vorgabe werden wir auch nichts ändern. Wir spielen noch gegen alle Spitzenmannschaften, daher wird das kein Selbstläufer." In Sachen Mannschaftsaufstellung hat der Zweite keine Schwierigkeiten - nur Rene Diwo, der sich nach einer Knieoperation noch im Aufbautraining befindet, steht nicht zur Verfügung.