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Der Spieltag

Eilendorf und das Zittern um drei Punkte

Warum der SV beim 1:0 gegen Wesseling-Urfeld am Ende auch das Glück bemühen muss, kann sich Trainer Achim Rodtheut nicht so recht erklären

von chc I AZ/AN · 07.03.2016, 12:05 Uhr · 0 Leser
Glücklicher Sieg für die Hausherren: Eilendorfs Ceyhan Arslan (rechts) setzt sich gegen seinen Gegenspieler aus Wesseling-Urfeld durch. Foto: Martin Ratajczak
Glücklicher Sieg für die Hausherren: Eilendorfs Ceyhan Arslan (rechts) setzt sich gegen seinen Gegenspieler aus Wesseling-Urfeld durch. Foto: Martin Ratajczak
Nach dem Spiel gegen Wesseling-Urfeld hatte Achim Rodtheut dann einen Ausfall zu beklagen, der ihm während der Partie gar nicht aufgefallen war. Die Kamera, die das Ganze eigentlich hätte aufzeichnen sollen, hatte genau damit aufgehört, in der 10. Spielminute ungefähr.

Rodtheut, Trainer des SV Eilendorf, kann die Begegnung deswegen nicht noch mal analysieren, was er schade findet, weil er Antworten auf die Frage haben möchte, warum das Spiel gegen Wesseling-Urfeld so lief, wie es gelaufen war.

Eilendorf hat diese Begegnung gewonnen, 1:0, Hans Bresser hatte in der 10. Minute nach einer Ecke von Tobias Ploch per Kopf getroffen. Es war ein wichtiger Sieg. Eilendorf kämpft um den Klassenerhalt, empfing Wesseling-Urfeld als 16. der Mittelrheinliga-Tabelle, der Gegner reiste als 14. an. Eigentlich könne er sich nicht beklagen, seine Mannschaft habe ja drei Punkte geholt, sagte Rodtheut, aber ein bisschen beklagte er sich dann doch, weil das Team aus einer eigentlich klaren Angelegenheit noch eine Zitterpartie hatte werden lassen.

In der ersten halben Stunde seien die Eilendorfer sehr präsent gewesen, so präsent sogar, dass Wesseling-Urfeld gar nicht ins Spiel gekommen sei, so sah es Rodtheut. „Aber nach 30 Minuten lassen wir uns dann das Heft aus der Hand nehmen“, sagte er. Was daraus folgte, waren Chancen für den Gegner. Dass Eilendorf zur Pause immer noch führte, hatte dann auch mit Glück zu tun. In die zweite Halbzeit starteten die Eilendorfer dann wie in die erste, konzentriert, engagiert und mit dem Willen die Führung auszubauen. Was nicht gelang, auch weil Ceyhan Arslan in der 51. Minute ein bisschen Pech hatte als er den Ball an den Pfosten statt ins Tor schoss.

Was dann folgte, gefiel Rodtheut allerdings überhaupt nicht mehr, seine Mannschaft habe schlicht schlechten Fußball gespielt und dem Gegner, der nun alles nach vorne warf, nicht viel entgegengesetzt, außer ein großes Zittern. Der Trainer hätte es sich gerne noch mal angeschaut, zumindest als Video. Im kommenden Spiel in Hürth möchte er lieber etwas anderes sehen.

SVE: Johnen – Bresser, Kosalla, Körner, T. Ploch – Gitimu, Pabich, Arslan, Simons (89. Braun) – Dawodu (84. Muratovic), Klasen (64. C. Ploch)