
„Es war ein hochverdienter Sieg, den wir schon in der ersten Halbzeit bei der Vielzahl an Chancen hätten klarmachen können - oder sogar müssen“, sagte der Coach.
Vor allem in der ersten Hälfte waren die Hiesfelder die bessere Mannschaft. Michael Ohnesorge, erneut ein Aktivposten im Spiel des TV Jahn, besaß alleine drei gute Möglichkeiten zur Führung. Die beste vergab der Linksverteidiger nach 24 Minuten, als Hamborns Ali Basaran Ohnesorges Kopfball auf der Linie klärte. Das 1:0 war fällig, fiel aber dann äußerst unglücklich aus Sicht der „Löwen“. Schiedsrichter Alexander Busse gab den Hiesfeldern eine unberechtigte Ecke und aus der resultierte dann die Führung durch Kevin Corvers (30.).
Nachdem die Gäste danach bei ihren zaghaften Angriffsbemühungen noch gescheitert waren, schlugen sie nach dem Seitenwechsel zu. Basaran bediente Daniel Brosowski und es hieß auf einmal nicht unverdient 1:1 (58.), weil die „Veilchen“ die Partie unnötig aus den Händen gaben.
„Wir hatten nach der Pause wieder 20 Minuten, in denen es nicht rund lief. Aber dafür sind wir in dieser Saison ja schon fast bekannt. Aber wir sind nach dem Ausgleich ruhig geblieben und haben mit dem Tor zum 2:1 das Spiel wieder klar dominiert“, sagte Schlebach, der erneut nach einer Standardsituation jubelte. Fabian Gombarek fand den Kopf von Oliver Rademacher und der legte für Corvers auf, der seinen zweiten Treffer erzielte (72.). Thomas Pütters, dem zuvor kaum etwas gelang und der nicht im Spiel war, machte in der Schlussphase dann den dritten Sieg in Serie perfekt (83.).
„Fußballerisch war es bestimmt kein Glanzspiel, aber es war spannend. Nach dem 1:1 hatten wir die Hoffnung auf einen Punkt oder sogar zu gewinnen, wenn die Hiesfelder aufgemacht hätten und wir hätten kontern können. Aber so muss man den Sieg anerkennen, weil er verdient war“, meinte Hamborns Trainer Thomas Geist nach der Begegnung.
Auf der Weihnachtsfeier am Abend mit Auftritten von Anna-Maria Zimmermann und Axel Fischer ehrte der TV Jahn dann auch seine Spieler des Jahres. Obwohl er erst seit dem Sommer im Tor der „Veilchen“ steht, gewann Schlussmann Sören Stauder die Wahl. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Alexander Schreier und Alexander Baudisch.