Wer nach den Topfavoriten in der A-Klasse Straubing fragt, muss die DJK mit auf dem Zettel haben. Im Interview erklärt Trainer Peter Semmelmann, wie er sich mit seinem Team ganz nach vorne pirschen will, warum das Wort Aufstieg bei der DJK Straubing aber dennoch keine übergeordnete Rolle spielt.
Die DJK Straubing, gilt sicher als einer der Topfavoriten, eurer Ziel kann ja nur der Aufstieg sein?
Peter Semmelmann: Unser Ziel ist es in erster Linie den Umbruch unserer Seniorenmannschaft weiter voran zu treiben, weitere junge Spieler aus den eigenen Reihen zu integrieren und den 5. Platz des letzten Jahres zu verbessern. Ich gehe zwar davon aus, dass wir berechtigt Hoffnung haben dürfen ganz weit vorne mitspielen zu können, aber ein Aufstieg ist nicht planbar und hängt von vielen Faktoren (Verletzungen, Sperren, mögliche Spielerwechsel etc.) ab. Deswegen sehe ich uns nicht als einen der Topfavoriten in der A-Klasse Straubing, sondern besser gesagt als einen Mitkonkurrenten um die vorderen Plätze.
Wenn siehst du als eure Hauptkonkurrenten für die vorderen Plätze?
Peter Semmelmann: Da ist zum einen der FC Strasskirchen, der ja bereits letzte Saison die Aufstiegsrelegation erreicht hat und nur knapp scheiterte. Wahrscheinlich wird auch wieder der SV Feldkirchen ein gewichtiges Wort um den Aufstieg mitreden. Aufpassen muss man in diesem Jahr mit Sicherheit auf Türk Gücü Straubing, die offensichtlich stark aufgerüstet und mit Jasmin Milanovic und Gregori Friedmann zwei absolute Topspieler an Land gezogen haben. Aber auch den Kreisklassenabsteiger der Spvgg SR sollt man trotz der derzeit personellen Turbulenzen keinesfalls unterschätzen und auf der Rechnung haben. Stark schätze ich auch die Truppe der SG Post/Kagers 2011 ein, die hauptsächlich aus ganz jungen Spielern besteht und vom langjährigen JFG Gäubodencoach Erich Franz betreut wird. Gespannt kann man bestimmt auch auf das Team von Sturm (Grashoppers) Straubing sein, dass sich doch aus einigen erfahrenen Cracks und jungen Wilden zusammen setzt. Inwieweit die Stärke der übrigen Mannschaften einzuschätzen ist, wird der Saisonverlauf zeigen. Dazu kann ich wenig sagen.
"Verletzte gibt es - Gott sei Dank - momentan nicht zu beklagen."
Wie warst du mit der Vorbereitung zufrieden? Sind alle Spieler fit oder gibt es bereits Verletzte zu beklagen?
Peter Semmelmann: Mit der Vorbereitung war ich vor allem bzgl. der I. Mannschaft bislang vollauf zufrieden. In der heutigen Zeit ist es einfach schwerer in jeder Trainingseinheit das gesamte Team beieinander zu haben. Viele müssen ihrem Beruf auswärts nachgehen, was einen geordneten Trainingsbetrieb natürlich erschwert. Aber mit einem durchschnittlichen Trainingsbesuch von 14 Spielern pro Einheit kann man zufrieden sein. Nur mein Reserveteam erweist sich leider nicht gerade als sehr trainingsfleißig. Da könnte die Beteiligung schon noch etwas nach oben gehen. Verletzte gibt es -Gott sei Dank- momentan nicht zu beklagen. Wir haben gerade ein Trainingswochenende mit zwei Vorbereitungsspielen absolviert, da sind die Beine natürlich etwas schwerer. Aber es ziehen alle gut mit und dürften zum Saisonbeginn auch topfit sein.
Zum Auftakt geht es gegen den FSV, der schwer einzuschätzen ist, aber alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung?
Peter Semmelmann: Zum einen ist der FSV SR immer ein unangehmer Gegner, zum anderen ist gerade das erste Saisonspiel meiner Meinung nach immer eine Überraschungskiste. Selbstverständlich erwarte ich von meiner Truppe im ersten Spiel einen Sieg, aber ich glaube zum Saisonauftakt sind viele Ergebnisse denkbar.
Was hälst du von den beiden Neulingen Sturm Grashoppers II und SG Post-Kagers II?
Peter Semmelmann: Zwar halte ich es nicht gerade für sinnvoll, dass bei der gegebenen Infrastruktur des Straubinger Fußballs zwei neue Mannschaften gegründet werden, aber trotzdem begrüße ich beide Teams in der A-Klasse Straubing recht herzlich. Der Zeitungsartikel im SR Tagblatt von Wolfgang Engel vom 09.07.2011 beschreibt die Mannschaft von Sturm Grashoppers exzellent. Offensichtlich hat sich hier eine handvoll Sportler zusammen gefunden, welche nicht den kurzfristigen sportlichen Erfolg in der untersten Amateurspielklasse -unter Einsatz von Geldmitteln- sucht, sondern wo Kameradschaft und Geselligkeit im Vordergrund stehen. Die junge Truppe der SG Post/Kagers wird die Spielklasse in jedem Fall bereichern, da sich in dieser Mannschaft einige sehr gute Talente befinden.