
Am Freitagabend ab 17:15 Uhr trifft der Kreisoberligist als David gegen den Goliath aus der Oberliga. Vier Ligen beträgt der Unterschied - ein Sieg des Gastgebers wäre unter diesen Umständen keine Überraschung, sondern ein Wunder. Das weiß der Außenseiter, darum konnte man selbst in Pouch nur über die Ansetzungswünsche des Verbandes schmunzeln. "Wir müssen so früh anfangen, um eine eventuelle Verlängerung noch unter regulären Bedingungen über die Bühne bringen zu können", so Wittek.
Das Spiel gegen den VfL sei ein Highlight für den Kreisoberligisten, über das schon seit Wochen geredet wird. So einen Gegner habe man sonst nur bei einem Vereinsjubiläum auf dem eigenen Platz. "Leider haben sich einige da wohl nicht richtig auf die Liga konzentrieren können", so Wittek über den Fehlstart des SV Pouch/Rösa. Als Aufstiegskandidat steht das Team von Trainer Roland Jankowski nach zwei Spielen noch ohne Punkte da. Wenn das Pokalspiel vorbei ist, so die Hoffnungen, werde sich die Mannschaft wieder auf die Pflichtaufgaben in der Liga konzentrieren können.
Für den Freitagabend jedoch hofft der Verein erst einmal auf eine ansprechende Zuschauerkulisse. "Mit diesem Termin gehen wir den Spielen von Magdeburg gegen Bitterfeld und Sandersdorf gegen Piesteritz aus dem Weg", sagt Michael Wittek. Der Verein wünscht sich eine zuschauerstarke Kulisse gegen den Oberligisten, damit das eigene Team mit den Fans im Rücken so gut es geht dagegen halten kann. "Wir sprechen eigentlich nicht von einer Siegchance", so Wittek, "sondern eher davon, uns so gut wie möglich zu verkaufen." Nach Platz drei in der Liga, dem Erreichen des Kreispokalfinales und dem Erstrundensieg gegen den Landesligisten Naumburger SV ist das Spiel gegen den VfL Halle 96 die verspätete Krönung der vergangenen Saison.
Die Gäste aus Halle fahren dementsprechend mit einem deutlichen Anspruch nach Pouch - der Einzug in das Achtelfinale ist Pflicht für die Mannschaft von Trainer Lars Holtmann. "Von der ersten Minute an wird Druck gemacht", sagt Kapitän Stefan Karau. Er und Sören Barabasch werden zwar noch nicht dabei sein, daneben geht der VfL wahrscheinlich kein Risiko ein und schickt seine A-Elf in das Spiel.
In der Liga legte Halle mit sieben Puntken aus drei Spielen einen Traumstart hin, rangiert auf Platz zwei und will nach dem lockeren Erstrundensieg in Schkopau natürlich das fünfte Pflichtspiel in Folge nicht verlieren.