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Pokal

Die Schwälmer und die Löwen

SG Gilsa/Jesberg/Waltersbrück im Regionalpokal gegen den KSV Hessen

von gelöscht gelöscht · 18.09.2012, 15:18 Uhr · 0 Leser
F: Markus Kisjuhas
F: Markus Kisjuhas
Im Borkener Blumenhainstadion steigt am Mittwoch das zweite Halbfinale des Regionalpokals Kassel. Verbandsligist SG Gilsa/Jesberg/Waltersbrück und der Regionalligist KSV Hessen Kassel messen dabei ab 18.30 Uhr ihre Kräfte. Auf den Sieger wartet im Finale der TSV/FC Korbach. Die Schwälmer treten mit breiter Brust an, machen sich jedoch keine Illusionen.

Die SG Gilsa/Jesberg/Waltersbrück ist einer der Aufsteiger in der Verbandsligs Nord - dies muss man sich nochmal bewusst machen, wenn man auf den bisherigen Saisonverlauf und die Tabelle schaut. Dort stehen die Schwälmer derzeit auf dem dritten Tabellenplatz und stellen die beste Offensive der Liga. Die SG-Spieler Dominik Pretz und Steffen Klitsch glänzetn bislang mit je 6 Treffern und dem folgen mit Frank Schultz, Lukas Knigge und Stefan Priester gleich drei Vierfach-Torschützen. Mit dem Selbstvertrauen aus diesen Zahlen könnte man annehmen, dass die SG für das anstehende Regionalpokal-Halbfinale am Mittwoch gegen den KSV Hessen auf die nächste Überraschung setzt. Trainer Harald Hauer weiß die derzeitige Situation jedoch gut und vor allem rational einzuschätzen.

"Alles andere als ein Kasseler Sieg wäre natürlich eine Bombensensation!" so Hauer. Den Schwälmern gehe es darum, den Zuschauern ein spannendes, attraktives Spiel zu bieten. Die zwei Klassen höher spielenden Löwen seien natürlich der Favorit, aber man wolle Spaß an dieser Begegnung haben, die es ja schließlich nicht alle Tage gäbe. Auch zum aktuellen Hoch in der Verbandsliga Nord äußerte sich Harald Hauer. Der Kader weise in seiner Gesamtheit noch nicht die absolute Top-Qualität auf, die für die 6. Liga auf Dauer nötig sei. Die Zielsetzung bleibe daher trotz der Erfolge gleich: "Jeder Punkt ist einer gegen den Abstieg."

Auf ihrer Homepage präsentiert sich die SG Gilsa/Jesberg/Waltersbrück mit ganz besonders breiter Brust. So heißt es dort selbstbewusst "Lasst die Löwen kommen!" Das werden diese ...und sicher auch nicht gerade mit der zweiten Mannschaft. Diese spielt mit den Schwälmern ja in einer Liga und verlor vor zwei Wochen 2:3 gegen den aktuellen Pokal-Gegner der Löwen. Der KSV wird das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen, dafür geht es um zu vieles. Für das Spitzenspiel der Regionalliga Südwest am Samstag bei der Zweitvertretung der TSG Hoffenheim könnte Trainer Uwe Wolf durchaus ein paar Spieler schonen. Doch haben die Löwen auch eine Durststrecke zu überwinden. In der Offensive haperte es zuletzt in der Liga gewaltig. Für die Tore mussten bisweilen die Verteidiger her halten. Einzig im Kreispokal gab es Tore zuhauf, wie beim 22:0-Rekordsieg gegen die ASG Italia Kassel. Die Schwälmer sind hingegen schon eine andere Hausnummer. Beide Trainer hoffen letztlich auf einen netten Abend ohne große Verletzungen. Das Finale gilt es dann für den Sieger gegen den TSV/FC Korbach zu bestreiten - voraussichtlich am 3. Oktober.