
Nachdem auch noch der 1. FC Heidenheim in seinem letzten Saisonspiel der 3. Liga zu Hause nicht über ein 0:0 gegen Offenbach hinauskam und damit auf Rang fünf abrutschte, ist er nicht automatisch für den DFB-Pokal qualifiziert und es gibt keinen Nachrücker, was bedeutet, dass die Chance für die Ulmer, über ein Entscheidungsspiel gegen die SG Sonnenhof-Großaspach noch in den lukrativen DFB-Pokal zu kommen, dahin ist. Ein trüber Samstagnachmittag im Donaustadion. Trotzdem haben die Spatzen als Aufsteiger Einiges geleistet.
Die Partie gegen Freiburg war aus Ulmer Sicht wenig sehenswert. Die Gäste aus dem Breisgau spielten von Beginn an frisch, zügig und durchdacht nach vorne. Gleichzeitig standen sie hinten gut und ließen die Spatzen fast überhaupt nicht zur Entfaltung kommen. Insgesamt kamen die Gastgeber in den 90 Minuten zu keiner zwingenden Tormöglichkeit. Die Harmlosigkeit in der Offensive war erschreckend.
Nach schöner Kombination glückte Patrick Lienhard das 1:0 für Freiburg. SSV-Keeper Holger Betz, der von den Fans als Spieler der Saison geehrt wurde, ließ den Ball durch die Beine rutschen (30.). Nach dem 2:0 für die Gäste durch Hendrick Zuck (53.) erlahmten die Kräfte bei den Ulmern und es war auch kein Aufbäumen gegen die Niederlage zu erkennen. Den SSV-Kickern fehlte wohl auch der Glaube an einen Umschwung. Das 3:0 für die Südbadener (86.), für das Tim Schraml sorgte und dem ein Fehler von Holger Betz vorausgegangen war, bedeutete den Schlusspunkt.
SSV Ulm 1846: Betz – Ludmann, Reichert, Reith, Gebert (46. Agro) – Bachl-Staudinger, Griesbeck – Kaufmann, Trkulja (60. Kiral), Rodriguez - Touré (72. Botta)
Paul Sauter, Ulmer Trainer: „Das Spielerpotenzial der Freiburger ist schon vom Feinsten. Da gab es zu unserer Mannschaft schon Unterschiede.“ Bei meiner Mannschaft ist am Ende einer langen, schweren Saison der Akku leer. Wir haben als Neuling das Wunder geschafft, auf 51 Punkte zu kommen. Man darf keine illusorischen, verrückten Träume haben. Das mit dem DFB-Pokal ist schade. Aber es gibt keine garantierten Heimsiege, auch in Heidenheim nicht. Was mit dem vorhandenen Kader geleistet wurde, ist okay.“
Xaver Zembrod, Freiburger Trainer: „Wir mussten alles abrufen, um zum Erfolg zu kommen. Meine Mannschaft ist diese Saison durchschlagskräftiger geworden.“
Sebastian Griesbeck, Ulmer Defensivspieler: „Das war alles bitter heute. Freiburg spielte klar überlegen. Und das mit dem Entscheidungsspiel für den DFB-Pokal ist auch schade. Es wäre super gewesen, wenn wir eine Chance bekommen hätten. Was meine Zukunft anbetrifft, habe ich noch keine Entscheidung getroffen. Es hat noch etwas Zeit.“