Wenn der Klassenerhalt am Montag gefeiert werden darf, dann hat Plank auch zwei Probleme weniger. Zum einen würde die nervliche Belastung der vergangenen Wochen mit der Negativserie und dem dadurch verbundenen Trainerwechsel von ihm abfallen, zum anderen könnte er die Personalplanungen für die neue Saison wieder richtig aufnehmen. "Die sind doch ins Stocken geraten, weil nicht feststeht, in welcher Liga wir spielen. Ich habe sowohl mit einem Sechser als auch mit einem Mittelfeldspieler verhandelt, die uns beide gut zu Gesicht stehen würden. Aber die Jungs halten sich die Option offen und warten ab, ob wir die Liga halten", berichtet der Manager.
Nach dem angekündigten Abgang von Kevin Kisyna war klar, dass der TV Jahn auf die Suche nach einem zentralen Defensivspieler gehen würde, doch nun wird vermutlich auch Damiano Schirru aus beruflichen und privaten Gründen kürzer treten und Hiesfeld verlassen, so dass Plank eventuell einen Mann fürs Mittelfeld braucht: "Ich glaube, dass Dami zu 99 Prozent leider gehen wird." Auch ein Außenverteidiger steht noch auf dem Wunschzettel, doch hier will der Manager keine voreiligen Entscheidungen treffen: "Wenn man sich die Probleme anderer Vereine anschaut, wird noch einiges vom Himmel fallen." Solange Zweifel an der Spielklasse bestehen, bleibt auch die Trainerfrage über die Saison hinaus ungeklärt. Christian Schreier wird einer der ersten Ansprechpartner sein, doch Plank hat bekanntlich mehrere Bewerber an der Hand: "Mit drei von den 51 werde ich auch Gespräche führen. Das habe ich ihnen versprochen und ich werde mein Wort nicht brechen."
Zunächst aber gilt es die noch nötigen Zähler zu sammeln und die will Coach Schreier mit einem vollen Kader direkt in Uedesheim holen: "Das wäre gut für die Spieler und den Verein, wenn der letzte Stein vom Herzen fällt und Ruhe einkehrt. Dann bin ich felsenfest davon überzeugt, dass wir auch die übrigen Spiele positiv gestalten. Aber wir treffen auch auf einen Gegner, der durch seinen Sieg gegen Homberg Lunte gerochen hat und alles probieren wird, um noch selbst den Klassenerhalt zu schaffen."