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Ligabericht

Der grandiose Einstand des Lucien Maesmanns

Eine Beförderung, die Früchte trug

von Rheinische Post / buer · 04.03.2013, 12:49 Uhr · 0 Leser

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Der TSV Wa./Wa. gewinnt beim FSV Duisburg 2:1. Straelen verliert trotz ansprechender Leistung 0:1 gegen PSV Wesel.

SV Straelen – PSV Wesel-Lackhausen 0:1 (0:1). Nach dem Schlusspfiff des nicht immer überzeugenden Schiedsrichters Jan Grossmann war der Jubel auf Seiten der Gäste groß. Geradezu erleichtert schienen die Männer von Trainer Roger Rütter zu sein, den einzigen Treffer des Spiels aus der 29. Spielminute über die Zeit gerettet zu haben. Den Grund dafür lieferte Straelens Trainer Georg Kreß: "Das war unsere beste Leistung in der gesamten Saison." Die Mannschaft habe ein ganz anderes Gesicht gezeigt als noch in der Hinrunde und sei dem Gegner nahezu über die gesamte Spielzeit mit Aggressivität in den Zweikämpfen begegnet. "Doch Fakt bleibt, dass wir nicht gewonnen haben", meinte Straelens Keeper Marian Gbur, der dann aber zugeben musste, bei dieser Leistung seiner Mannschaft vor den nächsten Begegnungen nicht bange sein zu müssen.

Mit einer hohen Laufbereitschaft versehen, arbeiteten die Straelener über 90 Minuten sehr gut gegen den Ball und machten es dem Tabellenführer enorm schwer, zu Torchancen zu kommen. Grün-Gelb war nahezu die gesamte Spielzeit die optisch überlegene Mannschaft. "Und wir hatten meines Erachtens auch die größere Zahl von Torchancen", sagte Kreß, der sich trotz der vermeidbaren Niederlage sehr darüber freute, wie gut seine Mannschaft aus der Winterpause gekommen ist. Konditionell präsentierte sich der SV Straelen auf gutem Niveau. Doch bei alledem schmerzte die 29. Spielminute, die in der Konsequenz den Weseler Siegtreffer hervorbrachte. Aus Sicht der Gäste war es einer der wenigen Höhepunkte in ihrem Offensivspiel. Jim Grimm und Dario Floris hebelten im feinen Doppelpassspiel die Straelener Abwehr aus. Den finalen Pass in den Rücken der Straelener Defensive verwertete Nacati Güclü zum Führungstreffer, der nach einer weiteren Stunde Spielzeit schließlich zum "Goldenen Tor" für die Rechtsrheinischen wurde.

FSV Duisburg – TSV Wachtendonk/Wankum 1:2 (0:1). Wachtendonks Trainer Frank Goldau war nach dem Sieg zum Rückrunden-Auftakt erleichtert. "Gott sei Dank passte dieses Spiel in Duisburg so gar nicht zu den schlechten Spielen der Vorbereitung." So zeigte sich Wa./Wa. beim FSV Duisburg wie ausgewechselt. Früh konnte Kai Rietz die 1:0-Führung für den TSV erzielen. Die Vorlage zu diesem Treffer kam von Lucien Maesmanns, den Frank Goldau über den Winter von der 2. Mannschaft in seinen Kader beförderte. "Ich glaube, diese Entscheidung war nicht ganz verkehrt", meint Goldau. Letzte Zweifel an diesem Transfer wurden mit dem 2:0 des TSV nach 62 Minuten behoben, denn der Torschütze hieß: Lucien Maesmanns.

Danach wurde es noch einmal hecktisch. Vier Platzverweise gab es zum Ende des Spiels, zwei davon durch gelb-rote Karten gegen Wachtendonks Marc Linssen (70.) und Krisha Penn (85.). Bei den Gastgebern flog Bahadir Polat in der 80. Minute mit der Ampelkarte vom Platz, in der 88. Minute gab es noch Rot gegen Duisburgs Evren Eydoggan.

"Zweimal in Unterzahl zu geraten ist natürlich nicht schön. Alles in allem zählt aber nur das Ergebnis. Und ich hoffe, dass uns das den nötigen Schwung für die nächsten Spiele geben wird", so Goldau. Letzten Endes konnten die Wachtendonker den Sieg aber über die Zeit retten. In der vorletzten Spielminute verkürzten die Gastgeber auf 1:2 verkürzen, brauchten dazu aber einen Foulelfmeter, verwandelt von Ibrahim Atay.