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Sonntag 19.03.17 17:00 Uhr|Autor: Michael Duschl298
Der ASV Burglengenfeld hatte einmal mehr gegen den TSV Waldkirchen das Nachsehen. Foto: Duschl
Der ASV ist Waldkirchens Lieblingsgegner
Der ASV verliert zum vierten Mal in Folge gegen die Niederbayern. Das Bösl-Team unterliegt trotz guter Chancen mit 0:1.

Spätestens seit Samstag ist der ASV Burglengenfeld der neue Lieblingsgegner des TSV Waldkirchen. Viertes Duell in der Fußball-Landesliga Mitte, vierter Sieg für Waldkirchen. Martin Krieg sorgte bei Wind und Regen vor 100 Zuschauern mit seinem späten Treffer (79.) für den ersten Pflichtspielsieg der Waldkirchner seit 16. September.



Gäste-Trainer Matthias Bösl war enttäuscht: „Scheinbar können wir gegen Waldkirchen einfach nicht gewinnen – mal schauen, ob wir nächste Saison überhaupt noch herfahren“, kommentierte der 35-Jährige nicht ganz ernst gemeint. TSV-Coach Stefan Binder war natürlich stolz: „Wir haben uns das jetzt einfach mal verdient. Der Sieg war hochverdient und längst überfällig.“


Hezer hat zweimal Pech

Freilich wusste der frühere Zweitliga-Profi des SSV Jahn Regensburg, dass seine Mannschaft das nötige Glück hatte: Burglengenfelds Torjäger Ibrahim Hezer (13 Saisontore) hatte zweimal viel Pech, als er jeweils nur den Pfosten traf. Beim Stand von 0:0 knallte der 24-Jährige einen Freistoß aus 17 Metern an den Pfosten (57.), und in der vierten Minute der Nachspielzeit prallte der Ball beim letzten Angriff des Ex-Bayernligisten an den Pfosten – der Schlusspunkt eines von harten Zweikämpfen und hektischen Kunstrasen geprägten Spiels. „Insgesamt waren wir vor dem Tor zu harmlos“, kritisierte ASV-Trainer Bösl, „aber Chancen waren trotzdem da, und wenn wir in Führung gehen, dann läuft es anders“. Der Waldkirchner Sieg ist auch dem Trainer zuzuschreiben. Binder sorgte mit der Einwechslung von Tobias Krenn (75.) für den entscheidenden Impuls, der letztlich zum wichtigen Dreier im Abstiegskampf führte. Der ballsichere Krenn brachte kurzzeitig viel Schwung in die Angriffe der Waldkirchner und bereitete mit einem Querpass im Strafraum das einzige Tor vor – Martin Krieg vollendete präzise.



Benjamin Epifani scheitert

Abgesehen vom 13. Saisontreffer des 26-Jährigen sahen die Fans ein dem schlechten Wetter angepasstes Spiel. Viele lange Bälle, da auf dem nassen Kunst-Grün kaum Kombinationsfußball möglich war. „Deshalb war mir in der Halbzeit schon klar, dass ein Moment dieses Spiel entscheiden wird“, verriet Bösl hinterher. Dabei hätte sein Team bereits in der 4. Minute treffen können beziehungsweise müssen. Manuel Karlsdorfer servierte Benjamin Epifani den Ball mit einem Fehlpass als letzter Mann, doch der sonst so eiskalte Stürmer schloss überhastet ab und die Lederkugel in die Arme von TSV-Torwart Simon Boxleitner.

Die ersten zehn Minuten dominierten die Gäste, untermauerten damit ihre Favoritenstellung, die ihnen der zweitbeste Angriff (47 Tore) und die beste Abwehr (19 Gegentreffer) einbringen. Doch in der Folge konnten die Waldkirchner den Abnutzungskampf ausgeglichen gestalten. „Wir hatten krankheitsbedingt wieder nur zwei Ersatzspieler, aber die, die fit sind, rackern, kämpfen und fetzen – die geben einfach alles und deshalb war der Sieg überfällig“, kommentierte Stefan Binder erleichtert. Angeführt vom „Krieger“ Josef Krieg, der im Mittelfeld jeden Burglengenfelder piesackte, der nur in die Nähe des Balles kam, erarbeiteten sich die Hausherren sogar zwei, drei gute Tormöglichkeiten in den ersten 45 Minuten. Bei der besten klatschte Martin Kriegs abgefälschter Drehschuss an die Unterkannte der Latte (34.).

Da durften die wenigen Waldkirchner Fans noch nicht jubeln, in der 79. Minute zappelte der Ball dann endlich im Netz. Den knappen Vorsprung brachte der TSV mit Glück und Geschick über die Zeit. Da konnte der neue Lieblingsgegner machen, was er wollte...

 
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