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Coswig sorgt für Konkurrenz

Ein ganz besonderes Trio verstärkt den Aufstiegsaspiranten

von Jens Jahn · 28.07.2015, 16:54 Uhr · 0 Leser
Manuel Kahlig
Manuel Kahlig

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Es ist eine eingeschworene Truppe, die stark an die legendären „Drei Musketiere“ erinnert. „Einer für Alle und Alle für Einen“, dieser Slogan trifft für Manuel Kahlig, Robert Gläsel und David Preuß hundertprozentig zu.

In der Vergangenheit bildeten die drei Fußballer eine Fahrgemeinschaft zu ihrem Verein Rot-Weiß Bad Muskau. Obwohl alle drei in Dresden wohnhaft sind, spielten sie für das Team aus der Landesklasse Ost. Und das erfolgreich, denn in der zurückliegenden Saison holten sich die Neißestädter den Staffelsieg in ihrer Liga. Der Aufstieg wurde allerdings nicht wahr genommen.

Doch nun wurden die langen Fahrtwege zum Training und den Spielen zum Handicup. Kahlig begann im Kundenservice einer Firma in Radebeul zu arbeiten, Preuß ist als Polizist ebenfalls zeitlich eng eingeschränkt. „Wir haben beschlossen, wenn wir den Verein wechseln, dann nur gemeinsam“, erklärt Kahlig. Also heuerte das Trio bei Grün-Weiß Coswig an. Für Kahlig ein Idealfall: „Ich habe halb sieben Dienstschluss, kann so um sieben zum Training in Coswig auf dem Platz stehen“. Auch für Gläsel und Preuß bringt dieser Vereinswechsel zeitliche Vorteile. „Es war eine tolle Zeit in Bad Muskau. Echt, eine gute Truppe, doch auch Coswig ist eine interessante Adresse“, sagt Gläsel, der seit 2010 an der Neiße kickte.

Der 30-Jährige war zuvor beim Dresdner SC ansässig, kam dabei erst mit 18 Jahren zum Fußball. „Wegen eines Mittelfußbruchs als Kind verbot mir meine Mutter das Fußballspielen. Ich wurde Leichtathlet, lief alle Strecken von Kurz- bis Langdistanzen. Dann lockte mich der damalige DSC-Trainer Nikica Maglica zu den Fußballern“, erläutert der Werbemittelfachmann seine ungewöhnliche sportliche Vita. Seine Schnelligkeit wurde das Markenzeichen des Offensivmannes. Er weiß aber auch, dass er in Coswig mit Paul Kiontke und Richard Penicka zwei erstklassige Stürmer vor der Nase hat. „Konkurrenz belebt schließlich das Geschäft. Außerdem habe ich zuletzt häufig hinter den Spitzen gespielt. Da wird der Coach schon eine Lösung finden“, blickt Gläsel nach vorn.

Die Erwartungslage bei den Grün-Weißen in der kommenden Saison geht durchaus in Blickrichtung Aufstieg. Ein Fakt, der auch Kahlig mächtig anspornt: „Ich denke schon, dass man hier an höhere Aufgaben denken darf. Es wird attraktiver Fußball geboten, aber auch der Spaßfaktor bleibt nicht auf der Strecke“. Der 33-Jährige spielte in der Jugend beim Dresdner SC, wechselte später nach Bischofswerda und Laubegast. Nach einer kurzen Rückkehr zum DSC ging es dann nach Bad Muskau. Meriten sammelte Kahlig auf der anderen Seite der Erdkugel. Bei einem einjährigen Auslandsaufenthalt in Australien wurde er mit den Irymple Knights S.C. mehrfach Regionalmeister im Bundesstaat Victoria. „Aufgrund der großen Entfernungen gibt es dort solche Regionalmeisterschaften. Das ist schon eine hohe Liga“, bekräftigt Kahlig seine Erfolge auf fernem Terrain.

So weit entfernt liegen vom Dritten im Bund David Preuß die sportlichen Erfahrungen nicht. Doch der 23-Jährige war für den SC Borea und dem FSV Zwickau II aktiv. Nun hat sich dieses sympathische Trio Grün-Weiß Coswig angeschlossen. Nicht nur fußballerisch sicher ein Gewinn für den Mitfavoriten auf den Landesliga-Aufstieg. Beim 3:5 (1:2) im Testspiel beim ATSV FA Wurzen durften sich auch die weiteren Neuzugänge der Coswiger präsentieren. Mit Robert Nietzold kam ein Ex-Laubegaster vom SV Rammenau an die Elbe. Martin Polifka vom Landesklasse-Absteiger Dorfhain sowie der 19-jährige Eric Franke aus dem eigenen Nachwuchs vervollständigen die Zugangsliste. Nicht mehr zur Verfügung stehen Christian Böhme (Meißner SV) und Maximilian Probst aus beruflichen Gründen. Penicka (2) und Kiontke trafen für die Gäste. Eine Woche zuvor hatte es gegen den Dresdner Stadtoberligisten Rotation einen 3:1 (1:0)-Erfolg gegeben. Kiontke, Julian Diener und Philipp Langer waren erfolgreich.

Nach der extrem kurzen Verschnaufpause und Vorbereitungszeit geht es für Coswig am kommenden Sonnabend gegen den Liga-Konkurrenten Großenhain um ein Weiterkommen im Sachsenpokal. Eine Woche später gastiert Stahl Freital, der ehemalige Heimatverein von Trainer Daniel Küttner, zum scharfen Punktspielstart an der Weinböhlaer Straße.