
"Hauptsache gewonnen", lautete der Tenor der Gastgeber nach dem Abpfiff. Denn gegen die körperlich robusten Essener war an Schönspielen nicht zu denken - fighten war angesagt. So tat sich der BSC insbesondere im ersten Abschnitt auch sehr schwer gegen die Rot-Weißen und musste Chancen von Bilal Abdallah (13., 19., 30.) zulassen. Besser wurde es nach der Pause - mit dem wohl spielentscheidenden Wechsel auf BSC-Seite. Denn in der 58. Minute holte Coach Elias Khalag den eifrigen, aber glücklosen Rico Rollepatz vom Feld und brachte für ihn Lucas Carell.
Der kopfballstarke, groß gewachsene Defensivmann erwies sich fortan in der Abwehr als Turm in der Schlacht und ließ gegen die Essener nichts mehr anbrennen; mit dem ins Mittelfeld vorgezogenen Jan-Eric Birken bekamen die Platzherren zudem in der Folge mehr Zugriff auf das Spiel nach vorn. Bereits in der 61. Minute zahlte sich die Umstellung aus: Nach dem schönsten Bonner Angriff vollendete Christopher Mai auf Klasse-Vorarbeit von Markus Wipperfürth zum 1:0 und erlöste die Hausherren damit.
BSC: Weidner, Birken, Wipperfürth, Genesi, Klünter, Özdemir (85. Bares), Hubchev, Bahadori (24. Utsch), Mai, Rollepatz (58. Carell), Brückers (79. Saric).
"Wir sind zufrieden, obwohl wir eigentlich hätten sogar gewinnen müssen", sah BSC-Coach Bogdan Komorowski das Remis mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Denn die Gäste zogen in der 28. Minute durch Kevin Dreidoppel in Front, vergaben gleich darauf in Person von Philipp Kahl die Chance zum 2:0 und büßten den knappen Vorsprung prompt noch vor der Pause ein: Duisburgs Luca Thuyl nutzte in der 32. Minute einen Bonner Ballverlust in der Vorwärtsbewegung zum 1:1.
BSC: Balbasi, Skoda (17. Michler), Nosel, Bonga, Kahl, Mvondo, Idrizi, Kamm, Huschke, Dreidoppel (57. Simnica), Raschnitz.