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Ligabericht

Chemie schlägt sich gegen Schönwalde selbst

Premnitz ist beim Havelland-Derby mit dem SSV lange überlegen und verliert am Ende trotzdem deutlich

von MOZ.de / Christoph Laak · 02.06.2015, 13:30 Uhr · 0 Leser
Daniel Pfefferkorn (r.) hatte in Schönwalde kein Schussglück, der Premnitzer traf in Schönwalde nur zweimal das Aluminium.  ©Christoph Laak
Daniel Pfefferkorn (r.) hatte in Schönwalde kein Schussglück, der Premnitzer traf in Schönwalde nur zweimal das Aluminium. ©Christoph Laak

Es ist erst die zweite Niederlage in der Rückrunde für Premnitz. Aber sie schmerzt besonders. Einerseits, weil Chemie sie ausgerechnet im Havelland-Derby gegen den Schönwalder SV einstecken musste. Anderseits, weil der TSV das Spiel über weite Strecken dominierte.

Bereits nach drei gespielten Minuten gingen die Osthavelländer in Führung. Nach einem Freistoß stand Daniel Ruff frei und köpfte ein. Aber die Gäste zeigten sich nicht geschockt. Sebastian Krumbholz setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch, scheiterte aber an Christian Strehk im SSV-Kasten. Den Nachschuss verzog Martin Otto aus Nahdistanz knapp (7.).

Dennoch sah man schon in dieser Szene, dass die Gastgeber erhebliche Probleme mit den TSV-Spitzen Krumbholz, Daniel Pfefferkorn und Björn Stuhlmacher hatten. Auf der Gegenseite musste TSV-Schlussmann Felix Baitz eingreifen, als Simon Thümmler nach einer Ecke zum Kopfball kam. Die nächsten Gelegenheiten erarbeitete sich wieder der TSV. Krumbholz schüttelte seine Gegenspieler ab, scheiterte aber jeweils an Strehk.

Mit dem nächsten Angriff war der Ausgleich dann aber doch fällig. Nach einer sehenswerten Kombination landete der Ball bei Stuhlmacher, der von der Strafraumkante zum Ausgleich traf (23.). Danach nahmen die Premnitzer merklich Tempo aus der Partie, überließen den Gastgebern mehr und mehr das Feld. Viel fiel Schönwalde aber nicht ein. Die langen Bälle brachten wenig ein. Daher blieb es bis zur Halbzeit auch beim 1:1-Unentschieden.

Auch nach der Pause hatten die Gäste zunächst Probleme. Sanel Begzadic setzte seinen Distanzschuss nur knapp über den Kasten. Wenig später war es dann doch passiert. Nach einem schnellen Gegenstoß stand Nino Purrmann frei und ließ Baitz keine Abwehrchance (52.).

Doch auch jetzt schüttelten sich die Premnitzer nur kurz. Krumbholz entwischte seinem Gegenspieler wieder und konnte von Strehk nur noch per Foul gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter verwandelte Stuhlmacher gewohnt sicher (58.).

Danach übernahm die Chemie-Elf die Kontrolle und hätte die Partie entscheiden müssen. Immer wieder kam der TSV über die Außen zu Chancen. Eine dieser vergab Pfefferkorn, der nur die Lattenunterkante traf. Wenig später war es erneut Pfefferkorn, der mit seinem Schuss diesmal den Innenpfosten traf (67.).

Kurz danach unterbrach, der einseitig leitende Christian Jung die Partie wegen eines Gewitters. Und auch nach dieser Pause erwischte es die Gäste eiskalt. Einen äußerst zweifelhaften Elfmeter verwandelte Purrmann zum 3:2 (73.). Außerdem wurde Sascha Weser mit der Ampelkarte vom Platz gestellt.

Viel passieren sollte nicht mehr, außer das Jung nochmal auf den Punkt zeigte, wieder fragwürdig. Auch hier ließ sich Purrmann die Chance nicht entgehen und erhöhte auf 4:2 (82.). Das war es dann auch und das Chemie-Team muss sich trotz der zweifelhaften Entscheidungen an die eigene Nase fassen. Chancen waren genügend vorhanden, um den Sack vorher schon zuzubinden.

Platz drei rückt damit bei fünf Punkten Rückstand auf den FSV Bernau und nur noch zwei ausstehenden Spiel in weite Ferne. Am Sonnabend (6. Juni) empfängt der TSV dann um 15 Uhr den SC Oberhavel Velten.