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Bittere Pille für Schalding II

Spielmacher Patrick Slodarz verletzt sich beim Spitzenspiel in Hauzenberg schwer +++ Verdacht auf Kreuzbandriss +++ Aufsteiger verblüfft die Liga Woche für Woche

von Thomas Seidl · 20.09.2011, 11:17 Uhr · 0 Leser
Patrick Slodarz` Diagnose lautet: Verdacht auf Kreuzbandriss.   Foto:Grübl
Patrick Slodarz` Diagnose lautet: Verdacht auf Kreuzbandriss. Foto:Grübl

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Der SV Schalding-Heining II verblüfft die Konkurrenz seit Wochen. Der Neuling führt nach elf Spieltagen die Tabelle der Bezirksliga Ost an und überzeugt mit erfrischendem Offensivfußball. Am Samstag meisterte man mit etwas Glück und Geschick auch die hohe Auswärtshürde beim ambitionierten FC Sturm Hauzenberg und erreichte dort ein achtbares 0:0. Diesen Punktgewinn musste man allerdings teuer bezahlen, denn schon in der ersten Spielhälfte verletzte sich Spielmacher Patrick Slodarz (23) schwer.

Der 23-jährige Kreativspieler, der sich schon fünfmal in die Torschützenliste eintragen konnte, hat sich wohl das Kreuzband gerissen. "Die erste Diagnose lautet so. Patrick muss zwar noch zur Kernspinuntersuchung, aber wir rechnen mit einem längeren Ausfall", berichtet Schaldings U-23 Koordinator Thomas Baumann. Slodarz, der bisher eine überragende Saison spielte, ist beim B-Team der Grün-Weißen ein absoluter Leistungsträger. "Patrick zählt zu den großen Stützen im Team. Sein Ausfall wird nur schwer zu kompensieren sein", meint Baumann, der hofft, dass der Ex-Passauer vielleicht doch Glück im Unglück hat und es ihn nicht am Kreuzband erwischt hat.

»Bei uns herrscht eine unglaubliche Euphorie.«

Ansonsten herrscht bei den Schaldinger Youngsters derzeit Eitel-Sonnenschein. Mit dem aktuellen Höhenflug des Bezirksliga-Teams hätten die Verantwortlichen nicht gerechnet. "Mit Christian Brückl und Michael Aringer haben zwei Spieler den Sprung in die Landesliga-Truppe geschafft, die im Aufstiegsjahr zu den absoluten Leistungsträgern zählten. Wir waren trotzdem überzeugt, dass wir in der Bezirksliga mithalten können", erklärt Baumann, der eine einfache Erklärung fur den "Run" der Zschiedrich-Mannen hat. "Bei uns herrscht eine Euphorie, die unglaublich ist. Diese Hochstimmung hält mittlerweile schon seit drei Jahren an", schmunzelt der Funktionär. 2009 schaffte die SV-Zweite den Aufstieg von der A-Klasse in die Kreisklasse. In den beiden Folgejahren marschierte man unaufhaltsam weiter und ist mittlerweile auf Bezirksebene vertreten. "Es ist schon unglaublich, was Trainer und Mannschaft die letzten zwei, drei Jahre geleistet haben", sagt Baumann spürbar stolz. Ganz besonders freut sich der Koordinator, dass immer mehr Talente über die Reserve den Sprung in die "Erste" schaffen. "Das ist ein Hauptziel unserer Arbeit, deshalb gab es beim SVS auch einige Umstrukturierungen."

Den Ausfall von Slodarz will man mit Kickern aus dem eigenen Kader wettmachen. "Wir könnten jetzt auch einen Spieler aus dem Landesligaaufgebot anfordern, aber das ist nicht Sinn und Zweck. Wir haben vollstes Vertrauen in unsere Jungs und wir werden das schon irgendwie hinkriegen." Die Ziele für die laufende Saison bleiben unverändert. "Wir wollen uns für die neue Liga im Bezirk qualifizieren. So lange wir vorne mitspielen können, ist das eine super Sache. Aber es kann auch Rückschläge geben, darauf sind wir vorbereitet." Von der Qualifikation zur dann fünfgleisigen Landesliga, zu der Platz eins berechtigen würde, spricht in Schalding (noch) keiner. Erstmal steht am Sonntag (17 Uhr) eine ganz besondere Partie auf dem Spielplan - am Reuthinger Weg empfangen List, Dillinger und Kameraden den FC Fürstenzell zum Nachbarderby.