Hatte
Mark Bramsche zunächst noch davon gesprochen, daß sein Team sich auf das höhere Tempo und die bessere taktische Ausrichtung vieler Vereine in der Kreisliga einstellen musste, so sieht er mittlerweile einen positiven
Trend. "In vielen
Spielen waren wir auf Augenhöhe, haben aber in den entscheidenen Momenten das Tor nicht gemacht, spielerisch sind wir sehr gereift". Ein Mangel in der Hinserie war die mangelnde Chancenauswertung, bei erzielten 14 Toren in 17 Spielen ist dem nichts hinzuzufügen. Demgegenüber stehen 48 Gegentore, nur Engter steht mit 52 Gegentoren schlechter da.
Die Bippener überwinterten auf dem 13. Tabellenplatz, der gleichbedeutend mit dem Verbleib in der Liga wäre. Dahinter plaziert sind die Teams aus Merzen, Engter und Quakenbrück. Wie der Zufall es will sind genau das die Mannschaften, die auch von Bippen bezwungen wurden. Ein durchaus positives Zeichen.
Wenn man dann noch auf die vergangenen Spielzeiten schaut, so stieg in den letzten 4 Jahren nur eine Mannschaft ab (Kettenkamp), die nach 17 Spieltagen auf dem 13. Platz stand. Allerdings sind die 10 Punkte der Bippener absoluter Minusrekord der letzten Jahre. Aber die nachfolgenden Mannschaften haben noch weniger Punkte auf dem Konto.
Die Vorbereitung auf die Rückserie verlief durchwachsen.Aufgrund der Witterung mußten viele Trainingseinheiten mit Laufarbeit überbrückt werden, ein Problem, das vielen anderen Vereinen auch nicht erspart blieb. Vorbereitungsspiele konnten nur bedingt durchgeführt werden, dabei gab es einen 6:2
Sieg gegen Talge und eine 0:1 Niederlage gegen Vechtel. Bramsche will das aber aufrund der holprigen Vorbereitung nicht überbewerten.
Neben der Jagd auf Punkte will Bramsche auch die Disziplin seiner Mannschaft verbessern. 52 gelbe und 4 gelbrote Karten sind nicht gerade ein Ruhmesblatt, wobei Bramsche sich selbst in die Pflicht nimmt bei 2 selbst kassierten gelbroten Karten. Auf die Schiedsrichter läßt er dabei nichts kommen: "Die machen überwiegend einen guten
Job, vieles lag daran, daß wir in Spielsituationen gerade zu Saisonstart einfach überfordert waren und unnötige Karten kassiert haben", Selbstkritik, die absolut ehrlich klingt.
Was darf man von den Bippenern erwarten ? "Wenn wir unser Potential abrufen und aus den Fehlern der Hinserie lernen können wir in der Kreisliga verbleiben", Bramsche ist sich der Schwere der Aufgabe bewußt, geht sie aber optimistisch an. Im Auftaktspiel gegen Voltlage soll die Grundlage für den Klassenerhalt gelegt werden, mit den Spielen gegen Lechtingen, Neuenkirchen und Kalkriese folgen dann große Herausforderungen. Sieht man die positiven Zeichen so ist ein Verbleib in der Liga nicht ausgeschlossen.