
„Ich muss der Mannschaft wirklich ein Kompliment machen, dass wir schon zu diesem frühen Zeitpunkt 33 Punkte auf dem Konto haben und wir somit mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben. Dennoch dürfen und werden wir uns auf dem Erreichten auf keinen Fall ausruhen“, sagt Spielertrainer Alois Windisch, der seit Sommer 2010 auf der Aiterhofener Kommandobrücke steht und mittlerweile ein funktionierendes Team geformt hat. „Nach dem Aufstieg haben wir uns ausschließlich mit unterklassigen Spielern aus der Kreisklasse und A-Klasse verstärkt. Dieses Konzept ist voll aufgegangen, denn drei dieser Akteure haben sich auf Anhieb einen Stammplatz erkämpft“, berichtet der 29-Jährige, der vom FC Wallersdorf zum FC A gewechselt war.
Nach dem 2:0-Auftaktsieg gegen Mariaposching folgte zwar eine derbe 0:4-Pleite beim Mitaufsteiger Perkam, danach ging Aiterhofen jedoch fünf Mal als Sieger vom Feld. „Wir sind recht gut in die Saison gekommen und haben schnell gesehen, dass wir in dieser Liga absolut mithalten können“, so Windisch, der als zentraler Mann in der Dreierkette die Defensive organisiert. „Wir spielen zwar nicht das modernste System, allerdings erledigt jeder im Team seine Aufgaben. Herauszuheben ist hier sicherlich der erst 18-jährige Daniel Müller, der für sein junges Alter schon tolle Leistungen über die gesamte Spielzeit gezeigt hat“, spricht der Spielertrainer seinen Kollegen ein großes Lob aus.
Und auch die Offensive erfreut die Aiterhofener Fans von Spiel zu Spiel. Mit 46 Einschüssen stellen Denk, Beck, Fischer & Co. den besten Angriff der Liga, acht Partien wurden mit drei oder mehr Toren Abstand gewonnen. „Vor der Saison haben wir eine taktische Umstellung vorgenommen und spielen nur mit einem nominellen Stürmer. David Denk ist eigentlich ein Sechser, den habe ich zum Linksaußen umfunktioniert, was angesichts seiner elf Tore hervorragend geklappt hat“, so Windisch, der seine Mannschaft aber noch nicht als Spitzenteam sieht. „In den Topspielen in Neßlbach, Perkam oder zuhause gegen Kirchroth haben wir die nötige Cleverness vermissen lassen. Andererseits hatten wir beispielsweise dem 2:1-Sieg in Kirchroth auch Glück, das hätten wir eigentlich verlieren müssen. Dass wir aber konditionell auf einem guten Level sind, zeigt das Spiel in Teisbach, als wir einen 0:3-Rückstand noch aufholen konnten und sogar fast noch in einen Sieg umgewandelt hätten“.
Im weiteren Saisonverlauf will der Klub die Leistungen weiter stabilisieren. „Wir können ohne Druck auflaufen und wollen unseren dritten Platz solange wie möglich verteidigen. Da der Verein noch nie in solche Tabellenregionen vorgestoßen ist, wäre ein Aufstieg in die Bezirksliga sicher utopisch, vielleicht würde das auch ein bisschen zu schnell gehen. Insgeheim schielen wir aber natürlich schon zumindest auf Platz zwei und falls die Konkurrenten schwächeln, werden wir da sein“, schickt Windisch eine Kampfansage an die Kollegen aus Neßlbach und Kirchroth.
Mit dazu beitragen soll auch Patrick Biendl, mit dem der Verein im Winter eine enorme Verstärkung an Land ziehen konnte. Der 21-Jährige hat in den vergangenen beiden Spielzeiten für den Straubinger A-Klassisten SV Feldkirchen insgesamt 47 Tore erzielt und kommt auch in dieser Spielzeit schon auf eine stolze Zwischenbilanz von 27 Treffern. „Eigentlich wollte ich ihn schon im Sommer holen und umso mehr freut es mich, dass es jetzt geklappt hat. Patrick ist ein Perspektivspieler, der den Konkurrenzkampf bei uns verstärken und seine Chancen bekommen wird. Er muss hart an sich arbeiten, aber ich bin überzeugt, dass es für ihn der richtige Schritt ist und er eine gute Wahl getroffen hat“, sagt Windisch über den Neuzugang, der angeblich unter anderem auch vom Ligarivalen Perkam und dem Bezirksligisten ETSV Hainsbach umworben wurde.
Für den SV Feldkirchen ist der Abgang von Biendl natürlich ein herber Verlust. „Der Spieler hatte ja schon vor der Saison Angebote höherklassiger Vereine. Mit dem Trainerwechsel und mehreren neuen Spielern konnten wir ihn überzeugen bei uns zu bleiben. Nachdem wir nun leider die Erwartungen nicht erfüllen konnten, kam das Thema wieder hoch und wir wollten ihm die Chance nicht verbauen. Sportlich trifft uns das natürlich, aber wir werden versuchen, den Abgang zu kompensieren und im Sommer wieder anzugreifen“, so Feldkirchens Abteilungsleiter Werner Krempl. In Aiterhofen kann sich Biendl sicherlich noch einiges von „Oldie“ Rudi Buchner (41, sechs Tore) abschauen, der verletzungsbedingt wohl deutlich kürzer treten muss.