
SV Memmelsdorf - SpVgg Oberfranken Bayreuth 2:3 (1:2)
Die Memmelsdorfer ungeschlagene Serie 2014 ist gerissen. Aber weil auch die Konkurrenten im Abstiegskampf Punkte liegen ließen, schmerzt die Niederlage gegen den Tabellenführer nicht allzu sehr. "Es war ein Bonusspiel, in dem sich meine Mannschaft richtig gut verkauft, mutig nach vorne gespielt und nach dem 1:3-Rückstand Moral gezeigt hat", so SVM-Trainer Bernd Eigner. Nach der 1:0-Führung von Daniel Krüger schlug der Tabellenführer Sekunden später zurück, Eduard Root vollendete den Gegenstoß zum 1:1 (6.). Kurz vorm Seitenwechsel gelang Alexander Schreckinger abgeklärt das 1:2. "Der Treffer fiel - wie das 1:3 durch Michael Eckert gleich nach der Pause - zu einem psychologisch günstigen Zeitpunkt. So hat die größere Erfahrung diese Partie entschieden. Wir haben nochmal richtig Druck gemacht, kamen aber übers 2:3 nicht hinaus", wusste Eigner die Partie sportlich fair einzuschätzen. "Nix passiert. Nächste Woche zählt`s wieder, zu Gast in Ammerthal."
Schiedsrichter: Marcel Geuß (Haßfurt-Sylbach) - Zuschauer: 350
Tore: 1:0 Daniel Krüger (5.), 1:1 Eduard Root (6.), 1:2 Alexander Schreckinger (43.), 1:3 Michael Eckert (51.), 2:3 Johannes Wolfschmidt (63.)
SV Alemannia Haibach - SSV Jahn Regensburg II 0:3 (0:1)
Mann des Tages am hohen Kreuz war Mahir Hadziresic. Der erzielte nämlich alle drei Treffer für die Regensburger U23 in diesem wichtigen Duell. Und wenn der 22 Jahre alte Kanadier in der einen oder anderen Situation etwas abgezockter gewesen wäre, hätte es auch ein Vierer- oder Fünferpack werden können: "Da hat ihm ein-, zweimal die Kaltschnäuzigkeit gefehlt. Aber wir haben auch so ein gutes Spiel gemacht und verdient gewonnen", stellte Jahn-Trainer Ilija Dzepina treffend fest. Schon in Minute eins hätte Hadziresic nach Pass von Matthias Dürmeyer das 1:0 erzielen können, er scheiterte aber noch an Tormann Patrick Emmel. Die abstiegsbedrohten Unterfranken spielten sehr aggressiv, versuchten sich aber mit langen Bällen, die von der Regensburger Abwehr entschärft werden konnten. In der zehnten Minute gelang dem Kanadier das 1:0. Im zweiten Abschnitt war der Jahn das spielerisch bessere Team. Hadziresic sorgte nach schöner Vorarbeit von Sredjan Gajic für das zweite Tor (69.) und Andreas Jünger legte das 3:0 auf (75.). Der Alemannia spielten die Nerven einen Streich, das Team wurde gegen spielstarke Oberpfälzer mit deren Spielweise und dem Druck nicht fertig. Regensburg ist fein raus und Haibach ist mit 29 Zählern dick drin im Abstiegsgerangel.
Schiedsrichter: Markus Hertlein (Dinkelsbühl) - Zuschauer: 320
Tore: 0:1 Mahir Hadziresic (10.), 0:2 Mahir Hadziresic (69.), 0:3 Mahir Hadziresic (75.)
SpVgg Selbitz - TSV Großbardorf 0:3 (0:3)
"Stets bemüht" stünde wohl an diesem Tag in den Arbeitspapieren der Selbitzer Akteuren. Mit der schwächsten Saisonleistung verliert die SpVgg Selbitz die Partie gegen den TSV Großbardorf auch in der Höhe verdient mit 0:3. "Großbardorf reichte letztlich eine gute erste Halbzeit, um das Spiel zu entscheiden", befand Selbitz´ Sportlicher Leiter Thomas Popp. Markus Lurz (15.), André Rieß (36.) und Manuel Leicht (39.) erzielten die Treffer der Gallier. "Der zweite Durchgang ist schnell erzählt: Großbardorf verwaltete die sichere Führung und versäumte es per Konter nachzulegen", so Popp. Selbitz war an diesem Tag einfach zu schwach, um die Gäste in Bedrängnis zu bringen. So ereignete sich die erste nennenswerte Torchance der Heimelf erst in der 82. Spielminute. "Mit der gezeigten Leistung dürfte es schwer werden, die Klasse zu halten", musste Popp eingestehen. Das 0:3 gegen die Grabfelder war bereits die vierte Pflichtspielniederlage der SpVgg in Serie.
Schiedsrichter: Sven Bode (Nürnberg) - Zuschauer: 233
Tore: 0:1 Markus Lurz (15.), 0:2 André Rieß (36.), 0:3 Manuel Leicht (39.)
FC Amberg - VfL Frohnlach 2:0 (0:0)
Viel Mühe hatte der FC Amberg mit dem 2014 zuvor noch ungeschlagenen VfL Frohnlach. Die Elf von Stefan Braungardt lieferte dem Aufstiegsaspiranten einen engen Schlagabtausch. "Ein knapper, aber verdienter Sieg. Gegenüber dem 0:0 gegen Weiden waren wir heute offensiv deutlich besser drauf", befand Ambergs Sportlicher Leiter Bernd Scheibel hinterher. Zu Beginn scheiterte Andreas Graml am Frohnlacher Keeper, die Gäste antworteten mit einem knapp verzogenen Freistoß. Ein Lattenkopfball von Julian Ceesay hätte nach 24 Minuten aber den Amberger Führungstreffer bringen müssen. "Die Partie verlief insgesamt sehr ausgeglichen, unser Sieg war aber dennoch verdient", so Scheibel. Einen herrlichen Flankenball von Joker Patrick Eberl jagte Friedrich Lieder per Direktabnahme in die Maschen (72.), nur Sekunden später wurde Michael Plänitz im Frohnlacher Strafraum gelegt, der eingewechselte Benjamin Werner vollstreckte zum 2:0-Endstand (75.). Somit darf der FCA weiter vom Erreichen der Aufstiegsplätze träumen, der VfL Frohnlach weist - aufgrund der parallelen Patzer der Konkurrenz - weiter vier Zähler Vorsprung auf die Abstiegsrelegationszone auf.
Schiedsrichter: Andreas Heidt (Nürnberg) - Zuschauer: 450
Tore: 1:0 Friedrich Lieder (72.), 2:0 Benjamin Werner (75. Foulelfmeter)
TSV Aubstadt - ASV Neumarkt 3:0 (1:0)
Unbeirrt setzt der TSV Aubstadt seinen Erfolgsweg in der Bayernliga Nord fort. Der Tabellenzweite besiegte den Vorletzten deutlich mit 3:0. Aber so klar, wie es das Ergebnis sagt, war es nicht: "Neumarkt war technisch stark, war sehr ballsicher. Neumarkt war ein richtig guter Gegner", stellte TSV-Coach Josef Francic fest. So konnte Aubstadt in Halbzeit eins nicht wie gewohnt nach vorne agieren, sah sich mit viel Abwehrarbeit belastet. Aber die Defensive stand gut und in der Offensive waren die Grabfelder treffsicher. Ein Flanke von Daniel Leicht verwertete kurz vor der Pause Jan Schneider zur etwas überraschenden 1:0-Führung. Gleich nach Wiederbeginn hatten die Gäste die große Chance zum 1:1-Ausgleich. Aber das Solo von Mustafa Jasarevic entschärfte TSV-Keeper Christian Mack. "Das war der Knackpunkt in diesem Spiel", so Francic. Fast im Gegenzug passte Leicht von der Grundlinie zurück und fand erneut in Schneider seinen Abnehmer (49.). Die Oberpfälzer steckten dennoch nicht auf, konnten sich aber nicht entscheidend durchsetzen. Einen Konter schloss Christoph Rützel zum 3:0-Endstand ab (80.). Die "Abschter" verteidigten somit einmal mehr ihren zweiten Tabellenplatz, für die Truppe von Dominik Haußner hingegen wird`s im Abstiegskampf langsam zappenduster.
Schiedsrichter: Johannes Hamper (Katschenreuth) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Jan Schneider (45.), 2:0 Jan Schneider (49.), 3:0 Christoph Rützel (80.)
SV Erlenbach - Würzburger FV 0:0
Jürgen Baier, Trainer beim SV Erlenbach, war nicht begeistert wie schon oft in dieser Spielzeit. "Na, ja. wir kommen im Moment halt auch schon auf dem Zahnfleisch daher. Da muss man dann am Ende auch mal mit einem Punkt zufrieden sein", grummelte Baier. Sein Team trat stark ersatzgeschwächt an und holte sich am Ende verdient den 41. Punkt der laufenden Runde. Ein Zwischenzeugnis, mit dem der Neuling leben kann. Allerdings hätten die Gastgeber gerne dieses unterfränkische Duell für sich entschieden. Dazu kam es aber nicht und das lag auch an WFV-Schlussmann Jan-Peter Grunz. Der entschärfte drei gute Möglichkeiten und hielt damit sein Team im Spiel. Paul Heinrich war es, der für Erlenbach im zweiten Durchgang die klarste Möglichkeit besaß. "Wir haben wieder einmal zu Null gespielt", konnte Baier dem Match dennoch etwas Positives abgewinnen. Würzburgs Andreas Zehner kassierte nach einer Notbremse an Erlenbachs Philipp Fachaux die rote Karte. In Unterzahl schafften es die Gäste nicht, ihre 2014er Durststrecke zu beenden. Immerhin reichte es für die Graf-Elf noch zu einem Zähler.
Schiedsrichter: Johannes Hartmeier (Dettelbach) - Zuschauer: 420
Tore: Fehlanzeige
Rot: Andreas Zehner (30./Würzburger FV/Notbremse)
Das Freitagsspiel: Weiden verabschiedet sich aus dem Aufstiegsrennen
SV Memmelsdorf - SpVgg Oberfranken Bayreuth
(Bilanz: 3 Siege SVM - 1 Remis - 3 Siege SpVgg - Hin: 1:3)*
Der im neuen Jahr noch ungeschlagene SV Memmelsdorf empfängt den Tabellenführer aus Bayreuth. Im oberfränkischen Kräftemessen will sich der SVM erneut schadlos halten und dem Primus Paroli bieten. "Für uns war`s ungemein wichtig, die Partie bei Alemannia Haibach zu gewinnen, um wieder mitten im Geschehen zu sein", schildert Memmelsdorf-Coach Bernd Eigner. Und das obwohl die Personalsorgen vorm Gastspiel am hohen Kreuz sehr groß waren. "Wir hatten nur zwölf einsatzfähige Spieler zur Verfügung. Umso mehr wiegt dieser Sieg. Der Mannschaft muss ich ein Kompliment machen, denn sie hat alles in die Waagschale geworfen und um jeden Meter gekämpft. Jetzt steht für uns das einfachste Spiel vor der Brust. Wir werden versuchen, der besten Mannschaft der Liga ein Bein zu stellen. Wir haben nichts zu verlieren und wollen die Chancen nutzen, die sich uns bieten", hofft Eigner auf den nächsten Coup, der sein Team erstmals seit vielen Monaten auf einen Nichtabstiegsplatz katapultieren könnte. Die SpVgg Oberfranken Bayreuth biegt derweil auf die Zielgerade zur Bayernliga-Meisterschaft ein, auch weil sich die Konkurrenz aus Aubstadt und Forchheim in den letzten Wochen den einen oder anderen Ausrutscher erlaubt hat. In Memmelsdorf möchte man sich tunlichst selbst schadlos und den Vorsprung an der Tabellenspitze konstant halten. "Wir treffen auf einen aktuell sehr formstarken SV Memmelsdorf. Nachdem der Gegner jeden Punkt braucht, Heimrecht und im Gegensatz zu unserem jüngsten Gegner Hollfeld den Klassenerhalt vor Augen hat, werden sie selbst auch die Initiative ergreifen müssen und nach vorne spielen. Daher erwarte ich einen attraktiven Schlagabtausch", schätzt Bayreuths Trainer Heiko Gröger ein.
SV Erlenbach - Würzburger FV
(Bilanz: 1 Sieg SVE - 1 Remis - 3 Siege WFV - Hin: 1:2)*
Ein "gefühltes Derby" hat der SV Erlenbach gegen den Würzburger FV vor der Brust. Das Hinspiel haben die Erlenbacher nicht gerade in bester Erinnerung. Zehn Minuten vor Spielende lag man noch mit 1:0 in Front. Ein Abwehrfehler und eine umstrittene Elfmeterentscheidung brachten die Elf von Jürgen Baier damals aber um die Punkte. "Diese Scharte soll am Samstag ausgewetzt werden", so der Erlenbacher Trainer. Zu Gast in Frohnlach setzte es nach dem ersten schwächeren Auftritt des SVE in den letzten Wochen eine 0:1-Niederlage. Zudem sah Abwehrchef Fabian Galm die rote Karte und muss nun zweimal aussetzen. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Sebastian Göbig, dessen Einsatz fürs Samstagsmatch gegen Würzburg fraglich ist. "Mit dem Würzburger FV kommt ein Gegner zu uns, der momentan leicht verunsichert scheint. Besonders auf Benjamin Schömig wird zu achten sein, den Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld, sowie auf Andreas Zehner, der uns bereits im Hinspiel einen eingeschenkt hat", verdeutlicht Baier. Die Heimstärke spricht für den SVE, auch die aktuelle Formkurve, allerdings nicht die persönliche Bilanz des Erlenbacher Trainers, der noch nie gegen den WFV gewinnen konnte, egal mit welcher Mannschaft er angetreten war. Der Würzburger FV hat trotz seiner schwachen Frühjahrsausbeute noch acht Punkte Vorsprung auf die Abstiegsrelegationszone. Mit 38 Punkten auf dem Konto ist man beinahe schon auf der sicheren Seite. Ein, zwei Siege noch, dann dürfte das Unternehmen Klassenerhalt endgültig abgeschlossen sein. Am liebsten wäre den Mannen von Christian Graf in Dreier im unterfränkischen Vergleich. Ein besonderes Spiel ist die Partie auch für Erlenbachs Paul Heinrich, der bis Sommer 2012 beim WFV aktiv war und sich in Erlenbach seither sehr gut entwickelt hat.
SpVgg Selbitz - TSV Großbardorf
(Bilanz: 1 Sieg SVS - kein Remis - 2 Siege TSV - Hin: 1:5)*
Die Chance auf die Pokal-Halbfinalteilnahme ist der SpVgg Selbitz am Mittwochabend beim 1:3 in Dinkelsbühl durch die Lappen gegangen. Drei Tage zuvor setzte es nach schwacher Leistung eine bittere 0:2-Niederlage in Ammerthal. Die Elf von Sven Lauterbach steckt nun wieder dick drin im Abstiegskampf. "Wir haben in Ammerthal eine große Chance liegen lassen. Gegen Großbardorf sind wir nun zuhause unter Zugzwang. Gegen die beste Offensive der Liga gilt es zunächst mal gut zu verteidigen. In der aktuellen Lage kommt es nicht auf Schönspielerei an, sondern auf Tugenden die im Abstiegskampf gefordert sind", weiß Selbitz` Sportlicher Leiter Thomas Popp. "Auch wenn wir derzeit einige Verletzte zu beklagen haben, stehen noch elf gesunde Spieler auf dem Platz, die den Anspruch haben Stammspieler zu sein. Wir haben ein schweres Restprogramm und müssen schleunigst den Hebel umlegen." Beim TSV Großbardorf sind nach der jüngsten, unglücklichen 0:1-Heimniederlage gegen den FSV Erlangen-Bruck die Aufstiegshoffnungen auf ein Minimum gesunken. Dennoch will man in Selbitz voll dagegenhalten und Zählbares mit nach Hause nehmen.
TSV Aubstadt - ASV Neumarkt
(Bilanz: 1 Sieg TSV - 1 Remis - 1 Sieg ASV - Hin: 5:0)*
Elf Punkte beträgt der Rückstand des TSV Aubstadt auf Tabellenführer SpVgg Oberfranken Bayreuth. Weil die Elf von Josef Francic nach einer beeindruckenden Siegesserie in den letzten beiden Partien - gegen Großbardorf und Forchheim - Punkte eingebüßt hat, musste man den direkten Kontakt zum Primus etwas abreißen lassen. Beim 1:1 in Forchheim ergatterte man aber zumindest noch einen Zähler gegen den direkten Konkurrenten um Platz zwei. "Ein gewonnener Punkt, ganz klar", weiß Francic. "Gegen Neumarkt erwartet uns ein ganz schwieriges Spiel, in dem der Gast dringend Punkte braucht, um in der Klasse zu bleiben und wir, um den zweiten Platz zu verteidigen. Nur mit einer hundertprozentigen Einstellung ist etwas aus dieser schwierigen Partie zu holen. Drei Punkte sind unser Ziel und die Jungs sind heiß auf dieses Match." Beim ASV ist der Punkterückstand auf einen Relegationsplatz nach drei Niederlagen in Serie bereits auf sieben Punkte angewachsen. Die Schützlinge von Dominik Haußner brauchen dringend Zählbares, um die eigene Position vorm Saisonfinale zu verbessern. Am kommenden Wochenende steht das immens wichtige Direktduell gegen den FSV Erlangen-Bruck an, doch auch in Aubstadt müssen die Oberpfälzer einen Ausrutscher möglichst vermeiden.
FC Amberg - VfL Frohnlach
(Bilanz: 1 Sieg FCA - kein Remis - 2 Siege VfL - Hin: 3:1)*
Der knappe 1:0-Heimsieg gegen den Aufsteiger SV Erlenbach ließ den VfL Frohnlach kollektiv aufatmen. So richtig entspannen kann man sich im Lager des VfL allerdings nicht. Zwar hat man nun vier Punkte Vorsprung auf den vermeintlich ersten Abstiegsrelegationsplatz, doch auch die Konkurrenz punktet im Abstiegskampf munter weiter. Somit bleibt es auch für den Regionalliga-Absteiger weiterhin enorm spannend. "Ich bin mit dem Auftakt nach der Winterpause zufrieden, wobei wir sicher in einigen Spielen nicht an unser Leistungsmaximum herangekommen sind. Aber wir kommen der magischen 40-Punkte-Marke immer näher und die sollten auch in diesem Jahr zu unserem angestrebten Ziel Klassenerhalt reichen", erklärt VfL-Trainer Stefan Braungardt. Einen echten Prüfstein für die bestehende Siegesserie des VfL Frohnlach dürfte nun aber das kommende Gastspiel beim Tabellenvierten FC Amberg darstellen. "Amberg gehört zu den absoluten Topteams der Bayernliga Nord und ist zudem seit der Winterpause ebenfalls ungeschlagen. Es wird sicherlich eine ganz schwere Aufgabe für uns, aber der Druck liegt ganz klar bei Amberg. Wir fühlen uns hingegen in der Außenseiterrolle pudelwohl. Wir müssen hoffen, dass wir lange die Null halten können. Dann werden sich automatisch Räume für uns ergeben. Die sich bietenden Chancen müssen wir dann nur noch nutzen", lacht Braungardt. "Man darf sich durch den elften Tabellenplatz der Frohnlacher nicht blenden lassen. Die Mannschaft hat weitaus mehr Potenzial und befindet sich im Aufwind", warnt der Amberger Coach Timo Rost seine Elf vor Überheblichkeit. "Wir wissen um die Stärken und Schwächen des VfL, sind bestens vorbereitet und werden alles in die Waagschale werfen."
SV Alemannia Haibach - SSV Jahn Regensburg II
(Bilanz: kein Sieg SVA - kein Remis - 1 Sieg SSV - Hin: 1:3)*
Vier Niederlagen aus fünf Frühjahrspartien haben die Alemannia aus Haibach in akute Sorgen gestürzt. Das Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg II wird nun - nach dem bitteren 0:1 gegen Memmelsdorf - zum echten Härtetest für die Schützlinge von Klaus Hildenbeutel. "Wir hatten Chancen für drei Spiele", haderte Haibachs Abteilungsleiter Torsten Redeker nach Schlusspfiff. "Der gegnerische Keeper ist aber über sich hinausgewachsen. Unverständlich warum das Team danach die Überzahl nicht zu nutzen wusste." Gegen die U23 des Drittligisten muss man sorgsamer mit den sich bietenden Torgelegenheiten umgehen. Bei nur einem Zähler Rückstand ans rettende Ufer ist sicher noch alles drin für die Alemannia, die Partie gegen den zuletzt viermal unbesiegten SSV ist aber von großer Bedeutung für die Unterfranken. Ein Sieg muss her. Den obligatorischen Auswärtszähler peilen die Regensburg bei ihrem Langstrecken-Trip gen Nordwesten an. Mit 36 Punkten auf dem Konto benötigt die Elf von Ilija Dzepina noch letzte Sicherungspunkte auf dem Weg zum Ligaverbleib.
ASV Hollfeld - DJK Ammerthal
(Bilanz: kein Sieg ASV - 1 Remis - 2 Siege DJK - Hin: 2:3)*
Noch vier Bayernligaheimspiele stehen für den ASV Hollfeld in dieser Saison und wohl auch auf weitere Sicht auf dem Programm. Am Sonntag beginnt die Abschiedstournee gegen die ebenfalls gefährdete DJK Ammerthal. Mit Michael Taschner haben die Hollfelder Mitte der Woche auch schon den Trainer für die kommende Spielzeit vorgestellt, der nach eigenen Angaben aufs Saisonziel "Landesliga-Klassenerhalt" fokussieren wird. Gegen die SpVgg Oberfranken Bayreuth ging erwartungsgemäß auch die sechste Frühjahrspartie in die Binsen. "Mit der Leistung in Bayreuth war ich für unsere Möglichkeiten sehr zufrieden. Das war auf jeden Fall die engagierteste und beste Leistung meiner Mannschaft in diesem Jahr", wünscht sich Noch-Trainer Christoph Mrusek eine Wiederholung am kommenden Sonntag. "Wenn wir uns so präsentieren wie gegen die Altstadt, sollte gegen Ammerthal etwas möglich sein." Ammerthal-Coach Andi Speer konnte mit der Leistung seiner Mannschaft beim 2:0 am vergangenen Wochenende gegen die SpVgg Selbitz ebenso hochzufrieden sein. "Es hat aber lange gebraucht, bis wir auch mal ordentlich spielen und obendrein gewinnen", lacht Speer. "Jetzt heißt es nachlegen, um uns Punkt für Punkt von der gefährdeten Zone abzusetzen. In Hollfeld verlange ishc eine hundertprozentige Einstellung und wir werden einen Teufel tun, den Gegner zu unterschätzen. Hollfeld wird sich zuhause kampfstark präsentieren und bei uns geht`s sowieso nur über eine geschlossene Mannschaftsleistung."
FSV Erlangen-Bruck - SpVgg Jahn Forchheim
(Bilanz: 2 Siege FSV - kein Remis - 2 Siege SpVgg - Hin: 1:3)*
Der FSV Erlangen-Bruck hat nach zwei Siegen in Serie und vier Dreiern aus sechs Spielen nach der Winterpause Morgenluft gewittert. Plötzlich ist auch das rettende Ufer nur noch drei Zähler entfernt. Nun scheint auch ein Punktgewinn gegen Jahn Forchheim nicht mehr unmöglich. "In diesem Match treffen sehr unterschiedliche Zielsetzungen aufeinander. Aber beide Mannschaften wollen sicherlich kämpfen bis aufs Blut, um die Ziele erfüllen zu können. Der größere Druck liegt bei Forchheim. Wenn sie den zweiten Platz erklimmen wollen, müssen sie gewinnen. Wir hingegen handhaben das wie zuletzt", lacht der rundum zufriedene Bruck-Coach Normann Wagner. Sein Gegenüber Michael Hutzler will mit seiner Mannschaft den nächsten Schritt Richtung Platz zwei vollziehen. "Die Brucker haben von den letzten vier Spielen drei gewonnen. Das letzte Spiel sogar beim Tabellensechsten in Großbardorf. Diese Leistungen sollten uns hellwach zum Derby nach Bruck fahren lassen. Von meiner Mannschaft erwarte ich ein Auftreten ähnlich wie in den letzten Spielen, mit ein bisschen mehr Zielstrebigkeit und mehr Effizienz", so Hutzler.