
"Natürlich können wir nicht zufrieden sein", urteilt der aktuelle Trainer Thomas Karl, der am 13. Spieltag das TGH-Zepter von Interimstrainer Johannes Väth übernahm. Zuvor, nach nur zehn Spielen, war die Saison für dessen zu Saisonbeginn inthronisierten Vorvorgänger auf dem Trainerstuhl, Horst Gensler, bereits Geschichte. Mit einem Schnitt von 0,8 Punkten auf dem drittletzten Platz drohte sogar die Relegation verpasst zu werden. Nach einem Zwischenhoch zeigte die Leistungskurve der TG Höchberg zuletzt erneut deutlich nach unten. Von den letzten fünf Partien konnte nur eine gewonnen werden. Platz acht ist bei aktuell neun Punkten Rückstand auf die Direkt-Qualifikationszone nur mehr sehr schwer zu erreichen für die TGH, die seit 1991 ununterbrochen in der Landesliga Nord spielt.
Eine schwierige Situation für die Unterfranken. Trainer Thomas Karl führt das in erster Linie auf die angespannte Personalsituation zurück. "Oft hatte ich nur zehn Leute im Training. Das ist für die Landesliga zu wenig", so Karl. Es musste gehandelt werden. Vier Neue stoßen nach der Winterpause zum Kader, Mortimer Richter und Timo Rappl kehren nach längerer Pause wieder ins Aufgebot der Höchberger zurück. Julian Binzenhöfer (23, Mittelfeld) wurde vom Ligakonkurrenten 1. FC Gerolzhofen nach Höchberg transferiert. Neu im Team ist auch Torwart Marcel Weid (18) von Viktoria Aschaffenburg. Stefan Kapaun (23) war zuletzt beim ASV Rimpar in der Bezirksliga Unterfranken aktiv und verstärkt nun die TGH-Abwehr. Der vierte Neuzugang ist Richard Rohrer (24), der zuletzt bei schwäbischen Verein SV Kaisheim in der A-Klasse gespielt hat. "Mit den Neuzugängen werden wir nun im Training vernünftig arbeiten können. Platz acht ist außen vor, daran denkt bei uns niemand mehr. Aber wir wollen uns eine gute Ausgangsposition für die Relegation schaffen und den Aufstieg in die Bayernliga Nord über diesen Umweg schaffen." Sollte das Sturmduo Pascal Bloemer (15 Tore) und Daniel Bufe (7 Tore) zu alter Treffsicherheit finden, sollte diesem Ziel nichts im Wege stehen. Über die Bayernliga-Quali müsste dann ohnehin die Tagesform entscheiden, im Idealfall in vier schwierigen Relegations-Krimis.