
SV Seligenporten (Mittelfranken - Bayernliga)
TSV Nördlingen (Gastgeber/Schwaben - Bezirksoberliga)
SV Memmelsdorf (Oberfranken - Landesliga Nord)
FC Unterföhring (Oberbayern - Landesliga Süd)
Die Gruppe A schmückt der Bayernligist SV Seligenporten als Gruppenkopf und großer Favorit auf den Gruppensieg. Den Mannen um Coach Karsten Wettberg ist als nominell höchstklassiger Klub im Teilnehmerfeld und souveräner Titelträger des Bezirks Mittelfranken auch in Nördlingen der ganz große Wurf zuzutrauen. "Wir werden alles geben, auch wenn einige gute Hallenspieler derzeit verletzt sind", erklärt Wettberg, der am Samstag neben Dominik Stolz, auch auf Florian Grau und Michael Brandl verzichten muss. Auch der Einsatz von Marian Faltermeier ist derzeit äußerst fraglich. Für Wettberg zählen - ganz selbstlos - die Teams aus Haibach, Augsburg und Unterföhring zu den Turnierfavoriten, auch Gastgeber TSV Nördlingen (BOL Schwaben) traut er in Gruppe A die ein oder andere Überraschung zu, zumal die schwäbischen Teams traditionell die ganz feine Klinge unter dem Hallendach schlagen. Den mittelfränkischen Titel holten die Oberpfälzer, die nur fußballerisch zum Bezirk Mittelfranken gezählt werden dürfen, übrigens stilecht in Neumarkt in der Oberpfalz.
Einer der Hauptkonkurrenten des SVS in Gruppe A ist der FC Unterföhring, der bereits zum vierten Mal in Serie als Oberbayerischer Hallenmeister zur "Bayerischen" reisen darf. Im Vorjahr lief es dort für den FCU aber überhaupt nicht rund und man scheiterte als Gruppenletzter an der zugegeben starken Konkurrenz. "Wir wollen uns gut verkaufen. Unser Ziel ist mindestens Platz zwei in der Gruppe und damit der Halbfinal-Einzug", gibt Trainer Dirk Teschke gegenüber FuPa zu Protokoll. Teschke warnt aber vor den starken Gruppengegner und zählt Seligenporten, Haibach und Augsburg zum engeren Favoritenkreis. "Wir treten mit dem gleichen Kader an wie bei den Vorturnieren und damit ausnahmslos mit Landesliga-Spielern", so Teschke. Chancen auf den Semifinal-Einzug hat auch der SV Memmelsdorf, der mit seinen erfrischenden Youngsters und Kurt Dorbert, dem Trainer der 2. Mannschaft, nach Nördlingen reist. Allerdings kündigt der SVM an, mit einem gemischten Team, einem Landesliga- und einem Bezirksliga-Block, an den Start zu gehen. Das muss aber kein Nachteil sein, weiß auch Trainer Mario Zukolo: "Das ist ein richtig eingeschworener Haufen. Diese Truppe hat in der Halle für Schlagzeilen gesorgt. Ich traue dieser Mannschaft einiges zu."
SV Alemannia Haibach (Unterfranken - Landesliga Nord)
FC Augsburg II (Schwaben - Landesliga Süd)
TSV Waldkirchen (Niederbayern - Bezirksoberliga)
DJK-SB Amberg (Oberpfalz - Kreisliga Amberg/Weiden Süd)
Die Gruppe B führt der Landesligist SV Alemannia Haibach als bayerischer Titelverteidiger und Titelträger des Bezirks Unterfranken an. Die Hallencracks aus dem äußersten Nordwesten des Freistaats haben schon mehrfach ihre Künste unter dem Hallendach bewiesen und werden top-aufgestellt nach Nördlingen reisen. "Unser Mindestziel ist Platz zwei in der Gruppe, auch wenn wir schon in der Vorrunde auf starke Gegner treffen", so SVA-Trainer Joachim Hufgard, der den SV Seligenporten und den FC Augsburg II zu seinen Turnier-Favoriten zählt. "Wir wollen unser Ding durchziehen. Mit dieser Marschroute sind wir schon im Vorjahr gut gefahren." Realistische Titelchancen hat auch der Schwäbische Hallenmeister FC Augsburg II, der in der Landesliga Süd wie in der diesjährigen Hallenserie bisher absolut überzeugen konnte. "Die Meisterschaft in Schwaben war für uns ein schöner Erfolg", führt FCA-Trainer Roland Bahl aus, der vor einer Woche seinen 50. Geburtstag feierte. "Die Mannschaft hat mir mit der Schwäbischen Hallenmeisterschaft schon einmal ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk gemacht. Ich hoffe, dass im Saisonverlauf noch weitere Geschenke folgen."
Da bleiben den beiden Premieren-Titelträgern aus Niederbayern und der Oberpfalz nur Außenseiterchancen auf den Halbfinal-Einzug. Der TSV Waldkirchen aus der Bezirksoberliga Niederbayern hält sich seit Jahren konstant in der Spitzengruppe im Bezirksoberhaus und hat sich mit der Teilnahme an der Bayerischen Hallenmeisterschaft bereits einen großen Traum erfüllt. Dementsprechend stolz, motiviert, aber ebenso unbekümmert tritt man die weite Reise ins schwäbische Nördlingen an. "Für uns ist die Teilnahme ein Riesenhighlight. Wir machen uns keinen Druck. Mit Titelverteidiger Haibach und Augsburg II haben wir zwei echte Hochkaräter in der Gruppe. Gegen solche Teams können wir uns beweisen und zeigen, was wirklich in uns steckt", so Stefan Fürst, der Trainer Anton Autengruber während der Hallensaison vertritt. Als Titelträger im Landkreis, im Fußballkreis und im Bezirk sind die Hallenkönner Krieg, Url und Co. auch in Nördlingen nicht chancenlos. Sensationell krallte sich Kreisligist SB-DJK Amberg das Ticket für die "Bayerische". In Abwesenheit der ambitionierten BOL-Teams aus der Oberpfalz, nutzte der "kleine Bruder" des höherklassigeren FC Amberg die Gunst der Stunde und sackte den Titel ein. In Nördlingen dürfte die DJK allerdings vor schier unlösbaren Aufgaben stehen und geht nur mit einer Minimalchance aufs Weiterkommen ins Turnier.