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Ligabericht

Aubstadt watscht den Spitzenreiter ab

22. Spieltag: Sand Derbysieger bei den Turnern +++ Kickers zittern sich zum Sieg +++ Kleinrinderfeld souveräner 5:1-Sieger

von Dirk Meier · 27.11.2011, 12:02 Uhr · 0 Leser
So bejubelte Igor Mikic den Sander Führungstreffer im Derby. F: Waltrapp
So bejubelte Igor Mikic den Sander Führungstreffer im Derby. F: Waltrapp

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Das war eine Demütigung. Mit 4:0 besiegte der TSV Aubstadt den Tabellenführer SpVgg Selbitz deutlich und ist nun bestes Heimteam der Liga. Aubstadt ist nun schon seit mehr als einem Jahr daheim ungeschlagen. Von der Niederlage des Spitzenreiters profitierte der Verfolger aus Würzburger. Die Kickers sind dank des 3:1-Erfolges beim SV Memmelsdorf nun bis auf drei Punkte an Selbitz herangerückt. Aufholen konnte auch die SpVgg Bayreuth nach einem mühevollen 1:0 gegen Schlusslicht SV Pettstadt. Der 1. FC Sand konnte das Derby bei den Freien Turnern Schweinfurt mit 3:1 gewinnen. Das Überraschungsteam der Runde, der TSV Kleinrinderfeld, überwintert nach dem deutlichen 5:1-Erfolg über den 1. FC Burgkunstadt auf dem dritten Platz.

TSV Kleinrinderfeld - 1. FC Burgkunstadt 5:1 (2:1)
Die Gäste aus der Schuhstadt waren nur bei Standards gefährlich und gingen durch einen solchen per Kopfball von Marco Dießenbacher auch mit 1:0 in Führung (9.). Ein Eigentor brachte aber den 1:1-Gleichstand (20.). Kurz zuvor dezimierten sich die Gäste durch eine Notbremse von Carsten Hahn selbst. "Als wir dann in Führung gegangen sind, war von Burgkunstadt nicht mehr viel zu sehen", sagte Arnold Henneberger, der Abteilungsleiter des Überraschungsdritten aus dem Landkreis Würzburg. Den Schlusspunkt setzte Peter Endres mit dem 5:1, es war im 20. Spiel sein 20. Treffer. Endres spielte diesmal sehr uneigennützig, legte viele Bälle noch ab. "Wir hätten durchaus noch höher gewinnen können", so Henneberger, denn ab der 73. Minute spielten die Gäste nach der zweiten roten Karte nur noch mit acht Feldspielern.
Schiedsrichter: Kai Steinmetzer (Herschfeld) - Zuschauer: 250
Tore: 0:1 Marco Dießenbacher (9.), 1:1 Eigentor (20.), 2:1 Nico Hanke (25.), 3:1 Edwin Aber (50.), 4:1 Benedikt Engert (65.), 5:1 Peter Endres (73.)
Rot: Carsten Hahn (17./1. FC Burgkunstadt/Notbremse)
Rot: Patrick Schuberth (73./1. FC Burgkunstadt/grobes Foulspiel)

TuS Frammersbach - 1. FC Trogen 1:0 (0:0)
Es war eine interessante Begegnung, die vor allem in der ersten Halbzeit viele Torchancen auf beiden Seiten bot. Doch die 150 Zuschauer sahen zunächst kein Tor. Das sollte sich nach der Pause ändern. Florian Hach zeichnete für den Treffer des Tages verantwortlich, der in der 55. Minute fiel. "Wir hatten in der zweiten Halbzeit mehr Spielanteile, waren streckenweise überlegen. Daher geht der Sieg in Ordnung", sagte David Hass, Sprecher des TuS Frammersbach. Die Gastgeber sind jetzt auf den letzten Relegationsplatz geklettert. Die Oberfranken aus Trogen sind über den Winter hinweg Sechster.
Schiedsrichter: Sebastian Linz (Pettstadt) - Zuschauer: 150
Tor: 1:0 Florian Hach (55.)

TSV Neudrossenfeld - TG Höchberg 3:1 (2:1)
Aufatmen in Neudrossenfeld. Die Kicker aus dem Kulmbacher Land konnten zum Jahresabschluss noch einen Sieg gegen auswärts im Moment schwache Kicker der TG Höchberg landen. Lorenz Hofmann (25.) hatte die Führung für den TSV besorgt. Christoph Schiebel konnte zwar postwendend ausgleichen (27.), aber noch vor der Pause gelang Nicolas Kraus das 2:1 für die Gastgeber (32.). Alexander Bayer sorgte mit dem 3:1 in der 70. Minute für klare Verhältnisse. Damit schob sich der TSV Neudrossenfeld noch in die Zone der Relegationsplätze vor, das Fest kann also kommen. Die TG Höchberg steht nur noch um einen Platz und zwei Punkte besser als Neudrossenfeld.
Schiedsrichter: Stevie Albert (Nürnberg) - Zuschauer: 200
Tore: 1:0 Lorenz Hofmann (25.), 1:1 Christoph Schiebel (27.), 2:1 Nicolas Kraus (32.), 3:1 Alexander Bayer (70.)

Samstagsspiele:

TSV Aubstadt - SpVgg Selbitz 4:0 (2:0)
Jubel, Trubel, Heiterkeit in Aubstadt. Denn der TSV ist nach diesem grandiosen Heimerfolg gegen Spitzenreiter SpVgg Selbitz bestes Heimteam der Landesliga Nord. Zudem rückte die Mannschaft von Trainer Josef Francic auf den neunten Platz vor, ist mit dem begehrten Rang acht nun punktgleich und nur wegen des schlechteren direkten Vergleiches mit dem ASV Hollfeld Neunter. "Ja, wir sind im Moment richtig gut drauf", freute sich Sebastian Blumenröder, Sprecher des TSV Aubstadt. Die Grabfelder legten in der ersten Halbzeit in überzeugender Manier durch Alexander Reinhart (9.) und Julian Grell (40.) zwei Treffer zur beruhigenden Pausenführung vor. Die Grabfelder haben einen richtigen Lauf, wenn es daheim um Punkte geht. Das konnte Aubstadt auch nach Wiederbeginn beweisen. Manuel Hümmer mit dem frühen 3:0 (49.) und Sascha Bäcker (60.) hatten bereits nach einer Stunde für klare Verhältnisse gesorgt. Die SpVgg Selbitz ist zwar nach der höchsten Saisonniederlage immer noch Erster, hat jetzt aber nur noch drei Zähler Polster auf die Würzburger Kickers. Der TSV Aubstadt hat jetzt 20 Liga-Heimspiele lang nicht mehr verloren. Die letzte Niederlage auf eigenem Geläuf war ein 1:2 am 23. Oktober 2010, kurioserweise gegen die SpVgg Selbitz.
Schiedsrichter: Franziska Haider (Roth) - Zuschauer: 250
Tore: 1:0 Alexander Reinhart (9.), 2:0 Julian Grell (40.), 3:0 Manuel Hümmer (49.), 4:0 Sascha Bäcker (60.)

SpVgg Bayreuth - SV Pettstadt 1:0 (0:0)
Spielerisch war das keine Offenbarung, was die personell sehr geschwächte Altstadt gegen das Schlusslicht geboten hat. Viel zu ideenlos agierten die Gastgeber in diesem Derby gegen eine Mannschaft, die nichts zu verlieren hatte. Pettstadt hatte übrigens das Hinspiel mit 4:3 gegen den Bayernliga-Absteiger gewonnen. Mario Meth hatte schon nach vier Minuten die Chance, die Gäste mit 1:0 in Führung zu bringen. Völlig frei stand Michael Massak vor dem Bayreuther Tor, aber er schoss aus elf Metern am Ziel vorbei (36.). Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gastgeber blass. Bezeichnend, dass das goldene Tor für die Altstadt aus einem von Christopher Klaszka verwandelten Foulelfmeter resultierte. Ansonsten sahen die 254 zahlenden Besucher einen ganz mageren Auftritt der Heimelf, die durch den Sieg des TSV Kleinrinderfeld am Sonntag weiterhin auf dem vierten Platz bleibt.
Schiedsrichter: Tobias Fenkl (Hafenpreppach) - Zuschauer: 254
Tor: 1:0 Christopher Klaszka (70. Foulelfmeter)

SV Memmelsdorf - FC Würzburger Kickers 1:3 (1:2)
In der ersten Halbzeit gaben die Kickers Gas. "Wir sind dann auch folgerichtig in Führung gegangen", sagte Roland Gerasch, Sprecher der Würzburger. Dem 1:0 durch Ricardo Borba (26.) ließ Idrissa Sow nach einem Standard das 2:0 folgen (39.). Doch kurz vor der Pause konnte Daniel Krüger, Ausgangspunkt war ebenfalls ein ruhender Ball, noch auf 1:2 verkürzen (45.). Nach dem Seitenwechsel wurden die Gastgeber stärker: "Memmelsdorf hatte durchaus Torchancen, und hätte ausgleichen können", so Gerasch. Aber in der Nachspielzeit sicherte Metin Yasar nach einem Konter mit dem 3:1 die drei Punkte für die Unterfranken. Die Kickers sind nun weiter Zweiter hinter der SpVgg Selbitz und können am Sonntag auch nicht mehr vom Vizerang verdrängt werden. Der SV Memmelsdorf, der aus den letzten vier Spielen nur zwei Punkte geholt hat, ist aus den Qualifikationsrängen gerutscht, und nun nur noch Zehnter.
Schiedsrichter: Karlheinz Doneff (Weingarts) - Zuschauer: 200
Tore: 0:1 Ricardo Borba (26.), 0:2 Idrissa Sow (39.), 1:2 Daniel Krüger (45.), 1:3 Metin Yasar (90. + 5)

FT Schweinfurt - 1. FC Sand 1:3 (0:1)
Auch in Unterfranken stand zum Abschluss des Spieljahres noch ein Derby auf dem Programm. Die Freien Turner Schweinfurt empfingen den 1. FC Sand, der die drei Punkte mit nach Hause nehmen konnte. Sand ging bereits in der zehnten Minute durch Igor Mikic mit 1:0 in Führung. Als Sebastian Götz in der 57. Minute vor 300 Besuchern auf 2:0 für die Mainfranken erhöhte, ahnte ein Großteil der Fans schon, wie dieses Match enden würde. Fabian Benkert legte mit seinem 13. Saisontreffer das 3:0 nach und nutzte dabei einen Abstimmungsfehler der Turner-Hintermannschaft (73.), nachdem Sand wenige Minuten zuvor bereits einen Hochkaräter vergeben hatte. Das 1:3 von Benjamin Freund war nur noch Ergebniskosmetik (82.), nachdem die Turner in Halbzeit eins durchaus gefällig spielten. Der 1. FC Sand ist nun in das Verfolgerfeld vorgestoßen, wird im schlechtesten Fall auf Position sechs den Winter verstreichen lassen. Die Freien Turner bleiben bis Rundenbeginn 2012 Elfter.
Schiedsrichter: Wolfgang Söder (Ochenbruck) - Zuschauer: 300
Tore: 0:1 Igor Mikic (10.), 0:2 Sebastian Götz (57.), 0:3 Fabian Benkert (73.), 1:3 Benjamin Freund (82.)

SV Alemannia Haibach - ASV Hollfeld 2:1 (1:0)
Die Zuschauer bereuten an diesem kalten Novembertag ihr Kommen sicherlich nicht. Sie sahen zwar kein spielerisches Feuerwerk, die Partie bot dafür aber viel Einsatz und Spannung bis zur letzten Minute. Haibach wahrte damit seine Chance auf die Bayernligaqualifikation, während die Niederlage für den ASV sicherlich kein Beinbruch ist, zumal er auf dem begehrten achten Platz überwintern darf, gegenüber Aubstadt spricht der direkte Vergleich derzeit für die Hollfelder. Am Ende war es eine hitzige Partie, die aber von Schiedsrichter Philipp Vecera ordentlich zu Ende gebracht werden konnte. Haibach ist nun Zwölfter mit fünf Punkten Rückstand auf Position acht.
Schiedsrichter: Philipp Vecera (Roßtal) - Zuschauer: 330
Tore: 1:0 Damien Letellier (6.), 1:1 Daniel Heißenstein (49.), 2:1 Michael Neumann (86.)

1. FC Gerolzhofen - DJK Don Bosco Bamberg 2:2 (1:2)
Zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten sahen die 200 Zuschauer in Gerolzhofen. In Teil eins waren die Gäste überlegen: "Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Da haben wir nur versucht den Schaden in Grenzen zu halten", sagte Stephan Heimerl, der Abteilungsleiter der Gastgeber. Beim 1:0 kam Jürgen Endres frei zum Schuss und Simon Scholl legte das 2:0 für die Domstädter nach. Entscheidende Bedeutung hatte der 1:2-Anschlusstreffer kurz vor der Pause durch Florian Heimerl. Der kam im zweiten Versuch an den Ball und überlupfte den gegnerischen Tormann (40.). Als dann Daniel Haub gleich nach Wiederbeginn ausgleiche konnte, hatten die Hausherren noch reichlich Zeit die Entscheidung herbeizuführen, denn nun waren die Gastgeber Chef im Ring. "Das 1:2 hatte uns Mut gemacht. Wir waren dann nach dem 2:2 auch stärker. Aber wenn man die gesamten 90 Minuten bewertet, dann war es ein gerechtes Ergebnis", bilanzierte Heimerl.
Schiedsrichter: Andreas Heidt (Nürnberg) - Zuschauer: 200
Tore: 0:1 Jürgen Endres (15.), 0:2 Simon Schmoll (35.), 1:2 Florian Heimerl (40.), 2:2 Daniel Haub (46.)