
Dieser musste nach eben jenem Abstieg - wie es mittlerweile fast überall im höheren Amateurbereich üblich scheint - etliche Abgänge kompensieren und den Kader grundlegend umbauen. Herausgebildet hat sich dabei eine der jüngsten Landesligamannschaften, die lediglich von Routiniers wie Torhüter Bauer oder den Abwehrrecken Dietz oder Dr.Krutsch (Sportmediziner am FIFA medical centre of excellence) ergänzt werden. Dass sich diese Mannschaft noch nicht richtig gefunden hat, wurde im bisherigen Verlauf der Saison deutlich. Bei den beiden Auswärtsaufgaben gegen die Spitzenteams aus Landshut und Schalding-Heining (6:0 bzw. 8:1) gab es deutliche Niederlagen, auch beim Heimspiel-Derby gegen die Reserve des SSV Jahn ging man mit 0:4 deutlich baden. Dem gegenüber steht der 2:1-Heimerfolg gegen die SpVgg Deggendorf, bei der man in der zweiten Halbzeit den Rückstand noch drehen konnte und die ersten Punkte der Saison einfuhr.
Trotz der Tatsache, dass der Freie TuS mit 19 (!) Gegentreffern in vier Spielen die schlechteste Defensive der Liga stellt, sollte der ASV gewarnt sein. Zum einen ist die Elf des Neutrainers Ziegler nach der herben Pleite in Landshut sicherlich auf Wiedergutmachung vor heimischen Publikum aus, zum anderen warten auf Chamer Seite einige Probleme auf. Kapitän Roland Zangl wird urlaubsbedingt fehlen, ebenso wie der rotgesperrte Daniel Schmaderer. Dazu werden wohl weiterhin Josef Holler und Routinier Martin Scheuerer fehlen, die ihre Verletzungen noch nicht vollends auskuriert haben.
Deswegen forderte Trainer Rüdiger Fuhrmann schon nach dem Spiel gegen Dergah Spor Nürnberg deutlich ein: "Ich hoffe und erwarte mir, dass sich die Spieler, die bislang noch nicht so zum Zug gekommen sind, im Training richtig rein hauen und in Szene setzen.". Die Chance also für Jungspieler wie Meindl, Burger, Fink oder Brunner, in die Startelf zu rücken. Der breite Kader wird dem Trainer auf jeden Fall wieder etliche Möglichkeiten geben, wie er in die Partie gehen wird.